Dass die ausgeschiedenen Gemeinderäte während einer separaten und nicht während der jüngsten Gemeinderatssitzung verabschiedet werden, ist bereits seit rund 36 Jahren Tradition in Langenneufnach. Daher gab es auch heuer für die bisherigen Räte und deren Partner eine Ehrungsveranstaltung, zu der auch der neue Gemeinderat eingeladen war.
Bürgermeister Gerald Eichinger lobte die Räte für ihren ehrenamtlichen Einsatz und meinte: „Wir haben in den letzten sechs Jahren miteinander für das Dorf gearbeitet und waren nie auf Gruppierungen bezogen. Das war wirklich ein großer Pluspunkt.“ Auch wenn es aufgrund der finanziellen Situation nicht einfach war, konnte der Gemeinderat etliche Projekte umsetzen, darunter die Erweiterung des Kindeshauses, der Bau des Erlebnisplatzes an der Neufnach und des Talaueweges, die Durchführung von Regenrückhaltungsmaßnahmen sowie die Nachverdichtung im Ort, um Bauplätze zu schaffen.
Seit 36 Jahren engagiert sich Leonhard Eisenschmid-Strobel für die Gemeinde
Als einen wichtigen Ratgeber bezeichnete Eichinger den bisherigen Gemeinderat Leonhard Eisenschmid-Strobel. 36 Jahre war er für die Gemeinde ehrenamtlich tätig und wurde direkt nach seiner Wahl bereits in den Ausschuss Land- und Fortwirtschaft berufen. „Das war damals etwas Besonderes, weil neugewählte Räte anfangs nur Vertreterfunktionen erhielten“, verriet Eichinger. Er schätzt Eisenschmid-Strobel für sein Wissen und seine Ansichten, die er immer durchdacht und abgewogen einbrachte, nachdem er andere Meinungen zuerst angehört hatte. „Bei hitzigen Diskussionen war es Leo, der die Luft im Gremium herausgenommen hat“, so der Bürgermeister. Eisenschmid-Strobel war in etlichen Ausschüssen und zuletzt im Rechnungsprüfungsausschuss tätig. Ebenso verabschiedet wurde der frühere Dritte Bürgermeister Walter Knoll. Er gehörte seit 2002 als Gemeinderat dem Gremium an und sein Rat war vor allem bei Finanzthemen und bei Vorberatungen mit dem Bürgermeister gefragt. Seit 2022 war er Dritter Bürgermeister, Mitglied in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Stauden sowie im Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss.
Immer ein offenes Ohr für die Bürger
Als Rätin, die immer ein offenes Ohr für die Bürger im Ort hatte, „aber mir auch manchmal ihre Meinung gegeigt hat, was auch gut so war“, bezeichnete Eichinger die bisherige Rätin Iris Schneider. Sie gehörte dem Gremium zwölf Jahre an und war Mitglied in der Gemeinschaftsversammlung und im Rechnungsprüfungsausschuss. Stephan Zimmer war seit 2014 mit zweijähriger Unterbrechung im Gemeinderat sowie im Bau- und Umweltausschuss tätig. Obwohl er in seiner zweiten Amtsperiode erst später als Nachrücker Gemeinderat wurde und somit in das bereits bestehende Gremium kam, hat er sich schnell wieder eingearbeitet, lobte Eichinger. Ebenso verabschiedet wurde Lena Hochwind. Sie gehörte sechs Jahre dem Gemeinderat an und war zusätzlich im Rechnungsprüfungsausschuss tätig.
Je ein Geschenk und eine Urkunde überreichte Eichinger den Räten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Und auch für die jeweiligen Partner der ehemaligen Räte gab es Blumen oder kleine Geschenke, weil sie viele Abende auf ihre Partner verzichten mussten.
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