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Landwirtschaft direkt: Schulklassen erfahren regionale Erzeugung beim Erlebnis Bauernhof

Schwabmünchen

Lernen mit allen Sinnen: Fünftklässler erleben Landwirtschaft hautnah

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    Marion Bauer bereitet das Butter-Schütteln mit den Kindern vor.
    Marion Bauer bereitet das Butter-Schütteln mit den Kindern vor. Foto: Anna Kühn (AELF Augsburg)

    Ein besonderer Schultag erwartete auch in diesem Jahr die fünften Klassen des Gymnasiums Schwabmünchen im Rahmen der Aktiv-Wochen des Programms Erlebnis Bauernhof vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Augsburg. Ziel war der Biolandhof Baur in Langerringen, wo die Schüler fernab des Klassenzimmers einen lebendigen Einblick in die regionale Landwirtschaft erhielten – zum Anfassen, Mitmachen und Staunen.

    Bereits der Weg vom Ort zum Bauernhof machte deutlich: Heute steht praktisches Erleben im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Einführung starteten die Kinder in ein abwechslungsreiches Programm. An einer Station drehte sich alles um die Milchproduktion. Die Schüler erfuhren nicht nur, wie das Melken funktioniert, sondern durften selbst Hand anlegen und versuchen, Milch aus dem Kuheuter zu gewinnen. Dabei wurde schnell klar: Milch ist kein Supermarktprodukt, sondern Teil eines natürlichen Kreislaufs – von der Geburt des Kalbes bis zur täglichen Arbeit der Landwirte. Landwirt Franz Baur vermittelte anschaulich die Grundlagen der artgerechten Rinderhaltung und gab Einblicke in den Alltag auf dem Hof. Natürlich durften die Kühe dabei auch aus nächster Nähe erlebt und gestreichelt werden.

    Getreide anhand der Ähren erkennen

    Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Getreide. Die Kinder lernten, verschiedene Getreidesorten anhand von Ähren und Körnern zu unterscheiden und mahlten anschließend selbst frisches Mehl. Der Unterschied zum industriell verarbeiteten Produkt überraschte viele: „Das schmeckt ja ganz anders als gekauftes Mehl“, stellten zahlreiche Schülerinnen und Schüler fest.

    Zum Abschluss erklärte Bäuerin Marion Baur anschaulich die Bestandteile von Milch und Milchprodukten. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler ein weiteres Mal selbst aktiv: Durch kräftiges Schütteln stellten sie aus Sahne Butter her, die sie gemeinsam mit frischem Brot verkosteten. „Schmeckt das lecker!“, war immer wieder begeistert zu hören. Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll praktisches Lernen ist: Die Schüler erfuhren nicht nur, woher regionale Lebensmittel stammen, sondern entwickelten auch ein neues Bewusstsein für deren Qualität und Geschmack.

    Der Bauernhofbesuch ist staatlich gefördert

    Das Programm „Erlebnis Bauernhof“, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, ermöglicht seit 2012 bayerischen Schülern einen kostenfreien Besuch auf ausgewählten Bauernhöfen. Mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche haben seither teilgenommen und Landwirtschaft mit allen Sinnen erlebt. Weitere Informationen zu teilnehmenden Betrieben, Lernprogrammen und Anmeldung unter: www.erlebnis-bauernhof.bayern.de. (AZ)

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