Eintrag ins goldene Buch der Stadt: Prinz Luitpold von Bayern (Mitte), umrahmt von Bürgermeister Lorenz Müller, Heinz Schwarzenbacher und Altlandrat Karl Vogele (von links).Foto: Elmar Knöchel
Seit 150 Jahren kümmert sich der Verschönerungsverein um die Gestaltung der Stadt. Getreu dem Motto: „Eine Stadt besteht aus mehr, als aus Häusern und Straßen.“ An diesen Grundsatz erinnerte Altlandrat Karl Vogele bei seiner Festrede vor rund 430 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Schwabmünchner Stadthalle. 1875 sei der Verschönerungsverein gegründet worden, der es sich zu einer Hauptaufgabe machte, den Schwabmünchner Luitpoldpark, der damals noch „Luitpoldhain“ hieß, zu hegen und zu pflegen. Nach einer Erweiterung in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts umfasst der Park heute eine Fläche von rund 13 Hektar. Über die Jahre wurden und werden auch heute noch immer wieder Bäume gepflanzt. So hat der Park über die Jahrzehnte zu seinem heutigen Aussehen gefunden. Zahlreiche Angebote, wie der Biergarten, die Discgolf-Anlage, der Rodelberg und der Spielplatz bieten allen Generationen einen Grund, den Park zu besuchen. Gleichzeitig ist die Anlage Schauplatz von Festen, sportlichen Veranstaltungen wie dem X-Run oder dem Silvesterlauf, aber auch Freiluftkonzerte finden dort statt. Beim Konzert der Band „The Boss Hoss“ bevölkerten 8000 Besucher den großzügigen Luitpoldpark.
DIe Liedertafel sorgte für Stimmung,.Foto: Elmar Knöchel
Schirmherr Prinz Luitpold von Bayern gratuliert zum Jubiläum
Auch Prinz Luitpold von Bayern ließ es sich nicht nehmen, dem Schwabmünchner Verschönerungsverein persönlich zum Jubiläum zu gratulieren. „Besonders freut mich natürlich, dass der Park nach meinem Ururgroßvater, Prinzregent Luitpold, benannt ist. Ihm waren Natur, Tradition und der Aufbau eines bayerischen Staatsbewusstseins sehr wichtig.“ Zu Gast bei der großen Feier war auch Franz Feigl. Er ist nicht nur Bürgermeister der Nachbarstadt Königsbrunn, sondern auch Vorsitzender des Begegnungslands Lech-Wertach. Er wies darauf hin, dass im Rahmen der Leader-Förderung bereits einige Gelder in den Park geflossen seien. „Der Luitpoldpark hat eine große Strahlkraft. Weit über die Grenzen der Stadt Schwabmünchen hinaus. Er sei nicht nur ein Anziehungspunkt für 20.000 Einwohner der Stadt und dem direkten Umland. Vielmehr sei es eine Einrichtung, die von rund 100.000 Menschen aus dem gesamten Umland geschätzt werde. Deshalb sei die Arbeit des Verschönerungsvereins besonders wichtig. Zum Abschluss seiner Rede sagte Feigl: „Ich freue mich darauf, auch in Zukunft Fördergelder nach Schwabmünchen geben zu können. Ich selbst war mit meiner Familie schon 37 Mal im Luitpoldpark. Ich habe mitgezählt. Und als Königsbrunner Bürgermeister bin ich auch richtig neidisch.“
Prinz Luitpold von Bayern gratulierte zum Jubiläum.Foto: Elmar Knöchel
Luitpoldpark ist „Ort der Begegnung und des Wohlbefindens“
Der Schwabmünchner Bürgermeister, Lorenz Müller, wies darauf hin, dass der Luitpoldpark nicht das Werk der Stadt Schwabmünchen, sondern dem Verschönerungsverein zu verdanken sei. „Der Luitpoldpark ist ein Park für alle. Er ist nicht nur ein Ort der Erholung, er ist die „grüne Lunge“ der Stadt Schwabmünchen. Gleichzeitig ist er ein Ort der Begegnung und des Wohlbefindens.“ Gleichzeitig sei der Park auch das beste Aushängeschild für Schwabmünchen. Der Verschönerungsverein mit seinen mehr als 1300 Mitgliedern kümmert sich auch um den Afrawald und den Alpenzeiger.
Erzählte viele Geschichten rund um den Verschönerungsverein: der Vorsitzende Heinz Schwarzenbacher.Foto: Elmar Knöchel
Im Laufe des Abends ergriff auch der Vorsitzende des Vereins, Heinz Schwarzenbacher, das Wort. Er begrüßte die Gäste und nahm dann die Ehrung verdienter Vereinsmitglieder vor. Dazu wusste er von jedem der Geehrten eine Geschichte zu erzählen und was seine oder ihre Verdienste für den Verein waren. Schließlich bedankte er sich auch noch mit einem kleinen Geschenk bei den aktiven Mitgliedern der Vorstandschaft. Die musikalische Umrahmung des Abends, der von Britta Schaller moderiert wurde, bildeten der Wertachauer Saitenklang, die Liedertafel und die Sing-Goldies.
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