Die Dekanin im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Augsburg, Dr. Doris Sperber-Hartmann, aus Königsbrunn unterstützt und berät die Kirchengemeinden im südöstlichen Landkreis und ist dekanatsweit unter anderem für die Kindertagesstätten, den Religionsunterricht, die Seelsorge sowie Umwelt- und Partnerschaftsarbeit verantwortlich. Zu Beginn dieses Jahres hat sie für zwei Jahre zusätzlich ein Ehrenamt übernommen, das ebenso viel mit Gemeinschaft und menschlicher Verbundenheit zu tun hat: den Vorsitz im Club Augsburg von Soroptimist International, einem Service-Club von Frauen.
Damit ist sie Präsidentin des Clubs Augsburg mit derzeit 28 Mitgliedern – der Club feierte kürzlich 25-jähriges Jubiläum. In Deutschland gibt es 215 aktive Clubs, weltweit sind es rund 65.000 Mitglieder in über 2900 Clubs in 118 Ländern. Soroptimist International ist ein weltweites Netzwerk berufstätiger Frauen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen einsetzen, damit diese gute Bildungschancen bekommen und wirtschaftlich unabhängig sein können. Sie sollen vor Gewalt geschützt werden und einen sicheren Zugang zu Ernährung und Trinkwasser erhalten. Als Nichtregierungsorganisation (NGO) ist Soroptimist International bei mehreren Unterorganisationen der Vereinten Nationen in New York, Genf, Wien und Paris vertreten.
Menschen zusammenbringen und sie zu sozialem Engagement motivieren
Die Aufgabe der neuen Präsidentin ist es, den weltweiten Anspruch in Augsburg umzusetzen. Doris Sperber-Hartmann will in ihrer Amtszeit viel kommunizieren, denn eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Clubs hält sie für ebenso wichtig, wie sich mit Organisationen in der Stadt, die ähnliche Ziele haben, regelmäßig auszutauschen. „Am meisten erreichen wir, wenn wir aufeinander zugehen und uns hier vor Ort gemeinsam für Frauen und Mädchen einsetzen.“
Mit der Aufgabe als Dekanin ist die erste Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Königsbrunn verbunden. Sperber-Hartmann hat bereits viel Erfahrung darin gesammelt, andere Menschen zusammenzubringen und sie zu sozialem Engagement zu motivieren. „Ich sehe auch weiterhin großen Bedarf an einem freundlichen und offenen Miteinander und bin immer wieder fasziniert davon, was alles möglich ist, wenn alle zusammenhalten und sich einbringen.“ Besonders freut sie sich auf die Begegnungen mit Amtskolleginnen aus anderen Soroptimist-Clubs. In den zwei Jahren gibt es dafür viele Gelegenheiten, darunter ein deutschsprachiges Freundschaftstreffen in Österreich und ein Treffen aller Clubs weltweit in Prag.
Kinder und Jugendliche für den Glauben begeistern
Sperber-Hartmann studierte in München, Heidelberg und Neuendettelsau evangelische Theologie und war Studienleiterin beim Windsbacher Knabenchor sowie Pfarrerin in Neu-Ulm. Früher hat sie neben ihrem Dienst als Gemeindepfarrerin auch andere Kirchengemeinden beraten. Und sie hat eine Fortbildung zur Meditationsanleiterin abgeschlossen. Sie feiert gerne Gottesdienste mit einer gut vorbereiteten Liturgie, Predigt und Kirchenmusik und ihr liegt viel an einer einladenden und geistlichen Ausstrahlung der Kirchengebäude und Räume der Gemeinden. Den Religionsunterricht und die kirchlichen Kindertagesstätten sieht sie als große Chance dafür, auch Kinder und Jugendliche für den Glauben zu begeistern.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren