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So eng ist der Bezirksliga-Aufstiegskampf

Fußball-Nachlese

Aufstiegskampf spitzt sich zu: So eng ist es in der Bezirksliga

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    Lagerlechfeld und die Vier-Mann-Abwehrkette sind mittendrin im Abstiegskampf, während Florian Kohler (weißes Trikot) und Bobingen noch um den Aufstieg spielen.
    Lagerlechfeld und die Vier-Mann-Abwehrkette sind mittendrin im Abstiegskampf, während Florian Kohler (weißes Trikot) und Bobingen noch um den Aufstieg spielen. Foto: Hieronymus Schneider

    Nachdem der TSV Bobingen durch das 0:0 gegen Lagerlechfeld vorletzte Woche auf Rang drei zurückgefallen war, sah es um die Aufstiegschancen der Singoldstädter nicht mehr so gut aus. Da dann am Samstag gegen Wiggensbach ein weiteres Unentschieden folgte, dürften die Bobinger Köpfe wohl tiefer gehangen haben. Doch Fortuna will es in der Bezirksliga weiter spannend haben, denn Spitzenreiter Kaufering holte ebenfalls nur einen Punkt und der zweitplatzierte Mering hat verloren. So steht Bobingen plötzlich wieder auf Rang zwei.

    Auch im Tabellenkeller ist es eng. Königsbrunn und Langerringen haben noch Chancen auf den direkten Klassenerhalt. Richtungsweisend für Spitze wie Keller dürfte das Derby zwischen Bobingen und Langerringen am Sonntag sein, brauchen doch beide dringend den Sieg. Und auch Lagerlechfeld hat noch eine bedeutungsvolle Partie vor der Brust, denn mit einem Erfolg gegen Kaufering könnten sie Bobingen Schützenhilfe leisten.

    Kurioser Platzverweis: Schiedsrichter erklärt seine Entscheidung

    Keine Erholung gibt es für den Landesligameister Schwabmünchen. Nach dem sonntäglichen Erfolg gegen Jetzendorf steht bereits am Mittwochabend das Nachholspiel gegen Illertissen an (18.30 Uhr, Siegmund-Arena, Schiedsrichter Hirad Aurahman, FC Puchheim). Für die Gäste ist der Klassenerhalt sicher, die Chance auf den zweiten Rang aber recht theoretisch. Dass die Partie kein Selbstläufer wird, davon ist Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum überzeugt: „Jetzt will jeder den Meister schlagen.“ Zumal sich die Schwabmünchner noch Ziele gesetzt haben. Dazu zählt der Plan, mehr Punkte als Gundelfingen im Vorjahr zu holen. Dieser würde mit einem Erfolg in Erfüllung gehen. Auch für Schwabmünchens zweites Team läuft es in der Kreisklasse momentan. Das Team feiert im Abstiegskampf den dritten Sieg in Folge. Beim 4:0 gegen Suryoye Assyrer Augsburg standen sechs Landesliga-Spieler aus der ersten Mannschaft auf dem Platz.

    Mustafa Cavusoglu (Mitte) leitete das B-Klasse-Topspiel
    Mustafa Cavusoglu (Mitte) leitete das B-Klasse-Topspiel Foto: Hieronymus Schneider

    Beim B-Klasse-Topspiel zwischen FC Königsbrunn III und FC Kleinaitingen II gab es mit einer gelb-roten Karte eine Schlüsselszene, die Schiedsrichter Mustafa Cavusoglu im Nachhinein erklärt: „Der Königsbrunner Dennis da Silva foult seinen Gegenspieler ungefähr 25 oder 30 Meter vor dem Tor. Er ist der vorletzte Feldspieler. Aus meiner Sicht ist das ein taktisches Foul und deshalb eine gelbe Karte.“ Allerdings war dem Schiedsrichter zu dem Zeitpunkt nicht ganz klar, dass der Spieler schon verwarnt war. „Er ist zu mir gekommen und hat mich gebeten, ihm eine Zeitstrafe zu geben.“ Cavusolglu habe sich gewundert und nachgeschaut, erzählt er. Dann sah er, dass er ihn bereits verwarnt hatte und zeigte Gelb-Rot. „Ich habe dem Spieler gesagt, dass man sich das nicht aussuchen kann, und ich ihn leider vom Platz stellen muss.“ Zeitstrafen seien für andere Situationen, wenn sich die Gemüter erhitzen, gedacht, sagt er. Ansonsten sei das Topspiel aber sehr fair gewesen und auch vor dem Ausgleichstreffer habe es keinen Zusammenprall gegeben, wie es vorher den Anschein machte. Der Torhüter habe sich bei seiner Parade an der Schulter verletzt. (pibo)

    Das kürzeste Fußballspiel findet auf dem Lechfeld statt

    Rekordverdächtig: Ganze zweieinhalb Minuten dauerte das Duell zwischen der SG Lechfeld und dem FC Königsbrunn II in der A-Klasse Süd. Dann war es auch schon wieder vorbei. Was war passiert? Die Gäste reisten lediglich mit sieben Spielern an. Als sich dann ein Akteur „verletzte“ war der Schiedsrichter gezwungen, die Partie, die mit 2:0 für die Lechfelder gewertet wurde, abzubrechen. Freuen konnte sich niemand, denn alle hatten bei bestem Fußballwetter Lust, zu spielen, und die rund 100 Zuschauer waren ebenfalls enttäuscht. „Es hat uns einfach gewundert. Schade, wir hätten gerne gespielt und uns sportlich die drei Punkte geholt“, so Klosterlechfelds Abteilungsleiter Matthias Ballatz. Die Gäste, die viele Verletzte haben, hatten am Freitagabend zwar um eine Verlegung gebeten, spielten aber parallel mit der Dritten in der B-Klasse, was Verwunderung bei der SG hervorrief. Das gute Wetter wurde dann einfach für einen gemütlichen Nachmittag am Sportplatz genutzt. Immerhin: Chefcoach Marco La Spina bekam vom Team noch ein Trikot seines Lieblingsvereins Juventus Turin zum 50. Geburtstag überreicht und sorgte anschließend für Freigetränke. (sry-)

    Die entscheidende Szene nach rund drei Minuten: Beim Zweikampf mit Lechfelds Ali Iyier verletzte sich angeblich Königsbrunns Kapitän Christian Santanna Silva und musste runter. Damit waren die Gäste nur noch zu sechst und das Spiel wurde abgebrochen.
    Die entscheidende Szene nach rund drei Minuten: Beim Zweikampf mit Lechfelds Ali Iyier verletzte sich angeblich Königsbrunns Kapitän Christian Santanna Silva und musste runter. Damit waren die Gäste nur noch zu sechst und das Spiel wurde abgebrochen. Foto: Vanessa Di Marco

    Etwas länger wurde in Bobingen gespielt. Das Spiel in der A-Klasse Augsburg-Süd zwischen dem SSV Bobingen und der zweiten Mannschaft des SV Schwabegg wurde am Sonntag beim Stande von 0:1 abgebrochen. Benedikt Rehm hatte in der 28. Minute per Foulelfmeter die Führung der Schwabegger erzielt. Der Grund für den Spielabbruch war aber kein Skandal oder eine Schlägerei, sondern eine schwere Verletzung. Ein Schwabegger Spieler erlitt bei einem Pressschlag einen Schienbeinbruch. „Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis der Rettungswagen den Verletzten ins Krankenhaus bringen konnte. Danach wollte keiner unserer Spieler mehr weiterspielen und auch die Spieler und die Vereinsführung des SSV Bobingen waren mit dem Spielabbruch einverstanden“, teilte Stefan Götz, der Trainer der Schwabegger Reserve, auf Nachfrage mit. (rony)

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