Ich traf den YouTuber Max Schön aus Lauingen bereits in meinem zweiten Monat bei der Donau Zeitung, aber bis heute ist das Treffen mit ihm eine meiner liebsten Erinnerungen als Lokaljournalistin. Wir machten es uns auf einer Bank direkt an der Donau gemütlich – ganz anders sahen aber die Themen aus, über die wir sprachen. Max erzählte mir von seiner Leukämie-Diagnose, wie es ist, im Koma zu liegen, alles neu lernen zu müssen. Und dann zwei Jahre später die erste große Reise allein durchzuziehen. Er ging den Jakobsweg.
Nachdem ich mich von ihm verabschiedet hatte und zurück in die Redaktion nach Dillingen fuhr, wusste ich genau, warum ich Journalistin werden wollte. Hinter unserem Job steckt viel Verantwortung: Wo hake ich nach, wo ziehe ich Grenzen – für mich und manchmal sogar noch wichtiger: für das Gegenüber – und mit welchen Worten drücke ich die Nuancen eines Menschen aus, den ich gerade erleben durfte? Die Begegnung mit Max Schön hat mir gezeigt, dass ich diese Verantwortung gerne trage.
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