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Olympia 2026: Biathlet spricht über Seitensprung: TV-Geständnis sorgt für viel Wirbel

Olympia 2026

Biathlet spricht über Seitensprung: TV-Geständnis sorgt für viel Wirbel

Marco Scheinhof
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    Sturla Holm Laegreid überraschte mit einem Geständnis im norwegischen Fernsehen.
    Sturla Holm Laegreid überraschte mit einem Geständnis im norwegischen Fernsehen. Foto: Hendrik Schmidt, dpa

    Der Zeitpunkt war womöglich nicht der beste. Auch der gewählte Ort scheint zumindest fragwürdig. Gerade war das Biathlon-Einzel-Rennen der Männer über 20 Kilometer bei Olympia in Antholz zu Ende, mit einem Olympiasieger, der seine Emotionen kaum verbergen konnte. Johan-Olav Botn weinte nach seinem Triumph hemmungslos. Und plötzlich hatte sein Landsmann Sturla Holm Laegreid eine ganz besondere Idee.

    Botn hatte schon in der letzten Runde nur noch an seinen verstorbenen Freund Sivert Guttorm Bakken denken können. Kurz vor Weihnachten hatte er seinen Teamkollegen tot im Hotelzimmer gefunden. Ein schwerer Schicksalsschlag. Am Dienstag meldete sich Botn sportlich zurück. Er kämpfte sich durch, mit den Gedanken bei Bakken. Als er über die Ziellinie fuhr, reckte der Olympiasieger den Finger in Richtung Himmel.

    Ein besonderer Tag. Ein Moment für die olympische Geschichte. Im Anschluss daran aber raubte ausgerechnet ein Teamkollege die Aufmerksamkeit. Weil es Sturla Holm Laegreid für angebracht hielt, direkt nach dem Rennen live im norwegischen TV einen Seitensprung zu gestehen. Laegreid hatte Bronze gewonnen, er hätte sich darüber freuen und den Moment seinem Teamkollegen überlassen können. Laegreid aber hatte eine eigene Idee.

    Olympia-Biathlet Sturla Holm Laegreid will seine Freundin zurückgewinnen

    Er erzählte davon, dass er seiner Partnerin vor drei Monaten untreu gewesen sei. Und dass er das bereue. „Ich habe es ihr vor einer Woche gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens“, erzählte er. Zumal sie die „Liebe meines Lebens“ sei. Immerhin sechs Monate hatten sich die beiden schon gekannt, sind jetzt aber wieder getrennt. Mit seiner Offenheit wolle er sie zurückgewinnen, das war der Plan. Stand jetzt geht er nicht auf. „Es ist schwer zu vergeben. Selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt“, schrieb die Frau, die anonym bleiben will, an die norwegische Zeitung Verdens Gang.

    So oder so, herauskam ein skurriler Olympia-Moment, der ihm viel Kritik einbrachte. Zum Beispiel von Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö: „Er hat falsch gehandelt. Wir haben einen reumütigen Jungen dort stehen sehen, aber leider sind sowohl Ort als auch Zeitpunkt völlig falsch.“

    Dass er womöglich nicht ideal gehandelt hatte, hat der 28-Jährige mittlerweile auch erkannt. „Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt“, erklärte er. Schon während der Pressekonferenz war ihm am Dienstag aufgefallen, dass sich etwas in eine falsche Richtung entwickle. „Ich kann nur sagen, dass ich hoffe, dass ich Johan nicht den Tag verdorben habe“, hatte Laegreid gesagt. Und: „Es ist Johans Tag, und es war etwas schade, dass ich so viel Aufmerksamkeit bekommen habe.“ Dass hätte er sich wahrscheinlich besser vor seinem TV-Geständnis überlegt.

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