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Olympia 2026: Deutsches Team hat Luft nach oben

Olympia 2026

Deutsches Team hat Luft nach oben

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    Emma Aicher hat mit ihrer Silbermedaille für einen der Höhepunkte in Woche eins gesorgt.
    Emma Aicher hat mit ihrer Silbermedaille für einen der Höhepunkte in Woche eins gesorgt. Foto: Michael Kappeler, dpa

    Olympia zieht. Momentan sogar mehr als der Fußball, wie der Blick auf die Einschaltquoten zeigt. So interessierten sich am Freitag deutlich mehr Zuschauerinnen und Zuschauer für die Wettbewerbe in Mailand und Cortina als für das bei RTL übertragene Bundesligaspiel zwischen Dortmund und Mainz. Schon am Mittwoch hatten die Doppelsitzer der Männer im Rodeln die Oberhand vor dem Pokalduell des FC Bayern München gegen Leipzig.

    Deutschland fiebert mit den Wintersportlern. Vor allem mit den Biathletinnen und Biathleten. Aber auch bei den Wettbewerben im Eiskanal. Weil hier die Medaillenaussichten am besten sind. Und weil die Rodler, Bobfahrer und Skeletonfahrer zuverlässig liefern. Aus Sicht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eine gute Nachricht. Ist doch die Hoffnung nach wie vor groß, dass die Bilanz von vor vier Jahren in Peking erneut erreicht wird.

    27 Medaillen waren es damals in China am Ende. Ob diese Zahl in diesem Jahr wieder erreicht wird, ist allerdings zweifelhaft. Weil sich Woche 1 durch Höhen und Tiefen auszeichnete. Überraschungen gab es durch Philipp Raimund im Skispringen und Emma Aicher in der Abfahrt. In anderen Sportarten dagegen enttäuschten die deutschen Starterinnen und Starter. Allen voran im Biathlon, wo mit der Bronzemedaille in der Mixed-Team-Staffel die Zwischenbilanz überschaubar ist.

    In Woche zwei muss nachgelegt werden

    Rang drei im Medaillenspiegel ist das Ziel der deutschen Mannschaft. Weil sich das deutsche Team nach wie vor in der Weltspitze des Wintersports sieht. „Der Rest der Welt wird uns das aber schwer machen“, sagte Olaf Tabor, der Chef de Mission im deutschen Team, am Sonntag. Er wird Recht behalten. Die Konkurrenz ist groß. Vor allem Italien und Frankreich haben sich im Medaillenspiegel stark entwickelt. Die Italiener als aktuelle Ausrichter und die Franzosen als Gastgeber in vier Jahren. Förderung und Unterstützung verstärken sich, wenn Olympia im eigenen Land zu Gast ist. Da will sich keiner blamieren.

    Um die Ziele zu erreichen, muss die zweite Olympiawoche aus deutscher Sicht beinahe perfekt laufen. Neben den Ausreißern nach oben gibt es momentan allerdings viel Mittelmaß. Zumal bei Olympia die Plätze außerhalb der Top drei keinen wirklichen Wert haben. Nur die Medaillen zählen. Bei den Sportlern selbst, aber natürlich auch in der Öffentlichkeit. Damit nicht irgendwann das öffentliche Interesse nachlässt, wenn die Erfolgsaussichten schwinden. In der zweiten Woche gilt es also, nachzulegen.

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