Am Ende der Hauptrunde und zum Beginn der Play-offs kocht die Gerüchteküche in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) traditionell besonders heiß. Während die einen Klubs ihre Profis schon in die Sommerpause schicken und damit beginnen, die Abgänge zu vermelden, starten die anderen gerade erst in die K.o-Runde und versuchen, ihre Personalien noch unter dem Deckel zu halten. Unruhe soll in der wichtigsten Saisonphase tunlichst vermieden werden. Das klappt mal besser, mal schlechter.
Das Personalkarussell der DEL ist in Bewegung
Klar ist aber: Es ist Bewegung im Markt. Hinter den Kulissen basteln die Sportdirektoren längst an den neuen Kadern. Viele Entscheidungen sind schon gefallen, viele Verträge unterschrieben. Die Veröffentlichung von Wechseln hängt dann aber an den abgebenden Klubs. Erst, wenn die einen Spieler verabschiedet haben, meldet der aufnehmende Verein ihn als Neuzugang.
Die Panther haben am Donnerstag gleich zwölf Abgänge auf einmal gemeldet. Während einige Spieler sich bereits anderen Klubs angeschlossen hätten, wurden andere Akteure abschließend informiert, dass sie in der Fuggerstadt keine Zukunft haben werden, hieß es in einer Mitteilung. Torhüter Michael Garteig, die Verteidiger Max Renner, Thomas Schemitsch, Leon van der Linde, Moritz Wirth und David Farrance sowie die Stürmer Cody Kunyk, Anthony Louis, Riley Damiani, Jason Bast, Alexandre Grenier und Joe Cramarossa werden aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nach Augsburg zurückkehren. Noch nicht geklärt ist die Zukunft von Madison Bowey. Mit dem Verteidiger befindet sich der Klub noch in ergebnisoffenen Gesprächen. Einen Vertrag für kommende Spielzeit besitzt hingegen das 17-jährige Eigengewächs Liron Pellizzari.
Panther bedienen sich in Dresden
Für Dresden ist die Saison seit dem vergangenen Wochenende ebenfalls beendet. Die Eislöwen standen schon länger als Absteiger fest. Aus dem aktuellen Kader picken sich die DEL-Klubs nun die (vermeintlichen) Rosinen heraus. Augsburg ist sich nach Informationen unserer Redaktion mit Trevor Parkes einig, auch der Eisblog hat den Stürmer in seine Gerüchteliste aufgenommen.
Rückkehr eines alten AEV-Bekannten
Es ist die Rückkehr eines altgedienten Torjägers, mit dessen Namen die Erinnerungen an bessere Zeiten verbunden sind. 2016 war er erstmals nach Augsburg gekommen. Mike Stewart als Panther-Trainer und Manager (damals noch ein Ein-Mann-Job) hatte Parkes von den San Jose Barracudas aus der nordamerikanischen AHL geholt. Zwei Jahre blieb der kantige Torjäger, erzielte jeweils 22 Treffer und zog dann weiter zum EHC München, wo er sich finanziell mutmaßlich deutlich verbesserte. Sieben Jahre spielte er in der Landeshauptstadt und kam in seiner besten Saison 2019/20 auf 28 Tore und 18 Vorlagen. Wegen einer schweren Knieverletzung absolvierte er 2024/25 kein einziges Spiel und wechselte dann nach Dresden (11 Tore/16 Vorlagen). Jetzt, im Alter von 34 Jahren, also die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.
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