Auf seine Erfahrung kommt es jetzt an: Panther-Trainer Bill Peters.Foto: Siegfried Kerpf
Was ist mit den Panthern in der Länderspielpause passiert? Seit Mitte November läuft nicht mehr viel zusammen in Augsburg. Sechs Niederlagen und zwei Siege lautet die ernüchternde Zwischenbilanz. Noch erschreckender als die Zahlen war der Auftritt gegen Dresden. Die Sachsen spielten genau so, wie es der letzte Tabellenplatz vermuten lässt – eine überalterte Mannschaft, die spielerisch wenig auf die Reihe bringt. Die Augsburger schafften es, noch schwächer aufzutreten und 2:4 zu verlieren.
Zwar verzeichneten die Panther fast doppelt so viele Torschüsse wie die Eislöwen (39:24). Doch wie schon beim 1:5 gegen Nürnberg fehlte die Effizienz. Fatal: Inzwischen lässt sich Torhüter Michael Garteig von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken. Ebenfalls unerklärlich: Noch in Iserlohn lieferte die Mannschaft ein souveränes Auswärtsspiel ab und gewann hochverdient 4:1. Vier Tage später gegen das DEL-Schlusslicht war das Team nicht wiederzuerkennen.
Augsburger Panther hatten in der Vergangenheit viel Glück
Anders als in den vergangenen drei Jahren, als die Augsburger nur mit viel Glück oder Schützenhilfe von DEL-2-Klubs den Klassenerhalt feiern durften, steckt im aktuellen Kader mehr Qualität. Das hat die Mannschaft in einer sieben Spiele anhaltenden Siegesserie im Herbst bewiesen. Inzwischen steckt der Wurm drin. Die Panther wirken mit dem Kopf nicht bei der Sache und leisten sich teils haarsträubende Abspielfehler. Statt als Einheit aufzutreten, läuft jeder gefühlt seine eigenen Wege.
Während des sich abzeichnenden Debakels gegen Dresden packte Trainer Bill Peters mehrmals hinter der Bande die Taktiktafel aus und erklärte den Spielern die Laufwege. Ohne Erfolg. Auf den Trainer und seinen Stab wird es in den nächsten Tagen und Wochen ankommen, um die Wende zu schaffen. Das Problem der Panther steckt nicht in den Beinen, sondern in den Köpfen.
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