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Arne Slot muss Liverpool verlassen: Was denken sich die Klubs eigentlich?

Fußball

Eine irre Idee: Haltet an den Trainern fest!

Tilmann Mehl
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    Arne Slot muss den FC Liverpool nach zwei Spielzeiten verlassen.
    Arne Slot muss den FC Liverpool nach zwei Spielzeiten verlassen. Foto: Peter Byrne/PA Wire, dpa

    Spielerberater müsste man sein. „Teilweise gibt es für drei Mittagessen zehn Millionen, das kann es nicht sein“, echauffierte sich Uli Hoeneß vor wenigen Monaten. Selbst wenn es noch zwei weitere Mittagessen benötigt, um eine Vertragsverlängerung oder einen Spielerwechsel auszuhandeln, scheint der Beruf des Spielerberaters sehr lukrativ zu sein. Der FC Bayern hat in der Saison 2024/25 knapp 50 Millionen Euro an die von Hoeneß mäßig gelittene Berufsgruppe überwiesen. Das ist selbst für den Münchner Krösus viel Geld und der Ärger des an und für sich sparsamen Vereinspatrons daher verständlich.

    Die Münchner könnten sich natürlich entschließen, den Beratern kein allzu großes Stück vom sehr großen Kuchen zu servieren. Dann würden sie aber wohl eher nicht mehr Spieler wie Harry Kane oder Michael Olise bekommen und müssten wahrscheinlich kleinere Kuchen backen.

    Der FC Bayern hat aus seinen Fehlern anscheinend gelernt

    Eine andere Möglichkeit ist es, die Ausgaben an anderer Stelle zu minimieren. Hier sind die Bayern auf einem guten Weg. Immerhin geht Trainer Vincent Kompany in wenigen Wochen in seine dritte Saison in München. Letztmals gelang es beim Rekordmeister Pep Guardiola, länger als zwei Jahre seinen Job zu behalten. Das war zwischen 2013 und 2016 der Fall. Hernach fielen immer wieder Abfindungen an, unter anderem für Carlo Ancelotti, Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel.

    Der FC Bayern scheint nun mit Kompany sein Glück gefunden zu haben. Anders als der FC Liverpool, die AC Milan oder SSC Neapel. Arne Slot, Massimo Allegri und Antonio Conte haben ihre Jobs in den vergangenen Tagen verloren. Der VfL Wolfsburg wird bald den vierten Trainer binnen eines Jahres vorstellen. Ausgesucht übrigens von Dieter Hecking, der im vergangenen Jahr mit Bochum abgestiegen ist und in diesem Jahr den Gang in die zweite Liga als Wolfsburg-Coach nicht verhindern konnte.

    Etliche erfolgreiche Trainer haben vor allem eines gebraucht: Zeit

    Die Trainerwechsel stehen dem bei jedem Trainerwechsel vorgetragenen Vorhaben, zusammen etwas aufbauen zu wollen, gegenüber. Mikel Arteta benötigte über sechs Jahre, um mit dem FC Arsenal Meister zu werden und den Klub ins Finale der Champions League zu führen. Jürgen Klopp, Frank Schmidt und Christian Streich waren auch deshalb so erfolgreich, weil ihnen Zeit eingeräumt wurde.

    Zeit ist im Profifußball ein kostbares Gut. Statt es in drei Mittagessen mit Beratern einzusetzen, ist es möglicherweise sinnvoller in inhaltliche Überlegungen mit Trainern zu investieren. Nun wird jeder Sportdirektor sagen, dass er selbstverständlich in permanentem Austausch mit seinem Trainer ist. Daran wiederum schließt die Frage an, wie intelligent tatsächlich die Überlegungen und Gespräche waren.

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