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Bayerns Sieg gegen Dortmund: BVB nah am Ausgleich, da schlägt der FCB zu

FC Bayern

Am Ende taumelnd: Bayern gewinnen gegen Dortmund, wie man sie seit Jahrzehnten kennt

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    Der Moment, der die Bayern auf die Siegesstraße brachte. Gregor Kobel war gegen den Kopfball von Harry Kane machtlos.
    Der Moment, der die Bayern auf die Siegesstraße brachte. Gregor Kobel war gegen den Kopfball von Harry Kane machtlos. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Der FC Bayern dominiert weiter die Liga. Die Münchner ließen sich am Samstagabend auch vom bisher ärgsten Verfolger Borussia Dortmund nicht aufhalten und gewannen die Partie mit 2:1. Die Münchner feierten somit am siebten Spieltag den siebten Sieg. Dabei ließen sie den zuletzt so formstarken BVB eine Halbzeit lang nicht wie einen ernsthaften Anwärter auf die Meisterschaft wirken. In der zweiten Halbzeit aber entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, an dessen Ende einen Sieg feiern konnte.

    Von Beginn der Partie an setzten sie die Mannschaft von Trainer Niko Kovac unter massiven Druck. Die Dortmunder konnten sich kaum einmal geordnet des energischen Pressings entziehen und suchten so zwangsläufig ihr Glück in langen Bällen – deren Sicherung den Bayern auf beeindruckende Weise gelang.

    Bayerns Harry Kane glänzt gegen Borussia Dortmund als Multifuntionswerkzeug

    Die massive Münchner Überlegenheit überraschte insofern, als Münchens Trainer Vincent Kompany nicht auf seine Bestbesetzung zurückgreifen konnte. Neben den Langzeitverletzten Jamal Musiala, Hiroki Ito, Alphonso Davies und Josip Stanisic musste Trainer Vincent Kompany kurzfristig auch noch auf Serge Gnabry verzichten. Der derzeit so formstarke Offensivspieler leidet an Adduktorenproblemen.

    Für ihn rutschte etwas überraschend Nicolas Jackson in die Startformation und nahm dort jene Position ein, die seit etwas über zwei Jahren für Harry Kane reserviert ist. Der englische Mittelstürmer agierte aus einer zurückgezogenen Position und interpretierte sie als zentrales Multifunktionswerkzeug. Er biss sich am eigenen Strafraum in Zweikämpfe, eröffnete das Spiel mit wunderbaren Diagonalbällen und diente im gegnerischen Drittel als Initiator gefährlicher Abschlüsse. Weil in Kanes grundsätzlicher Arbeitsplatzbeschreibung aber vermerkt ist, dass er für das Erzielen von Toren zuständig ist, kam er eben dieser Aufgabe auch noch nach. In der 22. Minute köpfte er eine von Joshua Kimmich getretene Ecke zur Münchner Führung ein. Es war sein zwölfter Treffer in dieser Saison in der Liga.

    Dortmund lange chancenlos gegen Bayern München

    Die Dortmunder hatten den Bayern eine Halbzeit lang nichts entgegenzusetzen und konnten von Glück reden, dass sie nicht noch höher zurücklagen. Ein Schuss von Michael Olise touchierte den Außenpfosten (36.), weitere gute Möglichkeiten von Sacha Boey (32.) und Joshua Kimmich (40.) blieben ebenso ungenutzt. So ging der BVB immerhin mit der vagen Hoffnungen in die Kabine, mit nur einer gelungenen Aktion das Ergebnis ausgleichen zu können.

    Die doch recht zarte Hoffnung wurde bald nach der Pause genährt, als Felix Nmecha einen Kopfball nur knapp neben das Tor setzte (49.). Es war der erste Abschluss der Dortmunder in dieser Partie. Die Borussen kämpften sich nun in die Partie und waren den Münchnern ein ebenbürtiger Gegner. Sie schafften es immer wieder, das Spiel in die Hälfte der Münchner zu verlagern. Kompany reagierte und brachte für den weitgehend wirkungslosen Jackson Leon Goretzka, woraufhin Kane seinen Stammplatz im Sturm einnahm.

    Kimmichs Fehlpass bringt Dortmunds Adeyemi die Ausgleichschance

    Kurz danach aber eröffnete sich die große Chance für die Dortmunder, das Spiel nun tatsächlich auszugleichen. Nach einem ungewöhnlichen Fehlpass von Joshua Kimmich fand sich Karim Adeyemi in formidabler Abschlussposition – rutschte dann allerdings weg (65). Die Bayern reagierten so, wie man sie seit Jahrzehnten kennt: mit einem Treffer. Mitten in die Dortmunder Drangphase fuhren die Münchner den Konter zum 2:0. Einen Diagonalball Kanes verarbeite Luis Diaz hervorragend, brachte den Ball in die Mitte, wo Jobe Bellingham kurz vor der Torlinie den herangrätschenden Olise anschoss. Von dessen Fuß prallte der Ball ins Tor. (79.).

    Die Dortmunder aber gaben sich nicht geschlagen. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung schoss Julian Brandt eine präzise Flanke von Julian Ryerson sehenswert zum 1:2 aus Dortmunder Sicht ein (84.). Die Bayern taumelten nun sichtbar und wirkten den Dortmundern körperlich unterlegen. Am Ende aber retteten sie den Sieg ins Ziel.

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