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Das sagt Eishockey-Bundestrainer Kreis über Alexander Blank von den Augsburger Panthern

Eishockey

Harter Kampf um wenige WM-Plätze bei den Länderspielen in der Region

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    Cheftrainer Harold Kreis verfolgt den Auftritt der Nationalspieler während des Trainings in Augsburg.
    Cheftrainer Harold Kreis verfolgt den Auftritt der Nationalspieler während des Trainings in Augsburg. Foto: Dietrich, City-Press

    Harold Kreis leitet in Augsburg nicht alle Drills selbst. Der Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft lässt am Mittwochvormittag oft seine Assistenten die Übungen ausführen und schaut aus der zweiten Reihe zu. So hat Kreis mehr Zeit, um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen. In den beiden Testspielen gegen die Slowakei, die in den nächsten Tagen anstehen, geht der Coach ins Detail. „Wir haben uns das ​Offensivzonenspiel ​der ​Slowaken ​angeschaut. Entsprechend lag der Fokus auf unserer Defensivzone und dem Überzahlspiel“, sagt der 67-Jährige nach der Trainingseinheit in Augsburg.

    Den Gegner kennt Kreis bestens. Die Slowaken sind seit Jahren Gast beim Deutschland Cup oder einer der Gegner bei Weltmeisterschaften. Zuletzt warfen die Osteuropäer im Februar die deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Olympischen Spiele von Mailand mit einem deutlichen 6:2-Erfolg aus dem Turnier. Im Halbfinale scheiterten die Slowaken am späteren Olympiasieger USA mit 2:6.

    Eishockey-Länderspiele in Augsburg und Kaufbeuren

    In der Weltrangliste bewegen sich beide Mannschaften hinter den Top-Nationen auf ähnlichem Niveau. Kreis erwartet ein enges, hart umkämpftes Spiel. „Auch wenn sich ihr Kader genau wie unserer noch verändern wird, erwarte ich von den Slowaken eine ​sehr ​aggressive ​Spielweise. Sie checken ​hart vor ​und ​versuchen, ​Zeit ​und ​Raum ​vom Gegner wegzunehmen. ​Das ​heißt, ​wir ​müssen ​eine ​saubere ​Ausführung ​haben ​in ​unserem ​Aufbau, ​gut ​mit ​der ​Scheibe ​umgehen und auch ​ein ​gutes Forecheck ​lancieren.“

    Das Eis ist bereitet für die deutsche Nationalmannschaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sponsoren der DEB-Auswahl sind in den Bullypunkten eingelassen. Die lokalen Werbepartner in der Arena in Kaufbeuren und im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion wurden überklebt. Statt der bekannten Schriftzüge steht in Augsburg: „Für uns. Für euch. Für Deutschland.“

    Der Weg ist noch lang bis zur Weltmeisterschaft, die vom 15. bis 31. Mai in Zürich und Fribourg steigt. Zur zweiten Phase kommt die DEB-Auswahl zum Training in Augsburg zusammen und bestreitet die beiden Länderspiele gegen die Slowakei am Donnerstag in Kaufbeuren (20 Uhr) und im Curt-Frenzel-Stadion am Samstag um 17 Uhr.

    Einsatz von Leon Draisaitl ist kein Thema für die WM

    Für Kreis geht es darum, den bestmöglichen Kader zu finden. Im WM-Aufgebot werden lange nicht so viele NHL-Profis wie noch bei Olympia stehen. In Nordamerika läuft die heiße Schlussphase der Saison. Ausnahmekönner wie Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers oder der Augsburger Nico Sturm von den Minnesota Wild werden nicht nach Europa kommen können. Das Gesicht der deutschen Nationalmannschaft wird sich dennoch stark verändern. Von den im Meisterschaftsrennen ausgeschiedenen Halbfinalisten München und Köln ebenso wie von den Endspiel-Kontrahenten Berlin und Mannheim werden noch mindestens 15 Spieler auf den WM-Zug aufspringen. Das bedeutet: Wer aus dem aktuellen Nationalteam eine WM-Chance haben will, muss jetzt in Kaufbeuren und Augsburg starke Auftritte hinlegen.

    Auf internationalem Niveau wird noch einen Tick schneller gespielt als in der Deutschen Eishockey-Liga. Die Zeit, um mit oder ohne Puck die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist knapper bemessen als im Ligaalltag. Zudem verlangt Bundestrainer Kreis, insbesondere von den Stürmern, eine konsequente Defensivarbeit. Nur vor dem gegnerischen Tor zu zaubern, reicht nicht für ein WM-Ticket. Wer als Angreifer nicht schnell genug auch den Rückwärtsgang findet, hat schlechte Chancen auf Weltmeisterschafts-Einsätze. In der Abwehr wird auf internationalem Niveau körperbetonter gespielt als im Klub.

    Pantherstürmer Blank glänzt mit einem Torerfolg gegen Tschechien

    Alexander Blank glänzte bereits als Torschütze in den beiden Testspielen in Karlsbad gegen Tschechien (3:5 und 1:4). Der Bundestrainer sagt über den 24-jährigen Topscorer der Augsburger Panther: „Alex ​ist ​ein ​sehr ​intelligenter ​Spieler, ​der ​​auch ​immer ​mit ​dem ​Kopf ​nach ​oben spielt. Das ​heißt, ​​er ​kann ​sehen, ​wer ​frei ​ist, ​er ​bewegt ​die ​Scheibe ​sehr ​gut, ​hat ​gute ​Instinkte ​und ​das ​zeigt ​er ​jetzt ​auch ​hier ​bei ​uns.“ In den Tschechien-Spielen lief Blank in der zweiten Sturmreihe mit dem Deutsch-Kanadier Samuel Dove-McFalls aus Nürnberg und dem Iserlohner Daniel Fischbuch auf. Der Block erhielt gute Kritiken und erzielte zwei der vier deutschen Tore gegen die stark eingeschätzten Tschechen.

    An den beiden Spieltagen sind auch die deutschen Frauen jeweils gegen die Schweiz im Einsatz. In Kaufbeuren beginnt das Frauen-Match am Donnerstag um 16.30 Uhr. In Augsburg wird der Puck am Samstag um 13.30 Uhr eingeworfen.

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