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Deutschland - Luxemburg: Warum ein Sieg alleine nicht reicht

Nationalmannschaft

Gegen Luxemburg geht es für die Nationalelf um diese fünf Themen

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    Für Bundestrainer Julian Nagelsmann geht es gegen Luxemburg nicht nur um einen Sieg - dem DFB-Tross stellen sich gleich mehrere Aufgaben.
    Für Bundestrainer Julian Nagelsmann geht es gegen Luxemburg nicht nur um einen Sieg - dem DFB-Tross stellen sich gleich mehrere Aufgaben. Foto: Federico Gambarini, dpa

    Kaum zu glauben, aber von den bisherigen 13 Spielen zwischen Deutschland und Luxemburg endeten tatsächlich nicht alle mit einem Sieg des mittlerweile viermaligen Weltmeisters. Am 26. März 1939 gab es einen 2:1-Erfolg des kleinen Nachbarn zu sehen. Ist aber auch schon eine Weile her. Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Freitagabend in Sinsheim gegen Luxemburg antritt (20.45 Uhr, live in der ARD), ist ein Sieg der DFB-Auswahl - es wäre der 13. im 14. Spiel - natürlich fest eingeplant. Für den DFB-Tross geht es in der Partie aber dennoch darum, mehrere Aufgaben zu lösen - ein Sieg alleine reicht nicht.

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    Wer steht denn jetzt im Tor?

    Darum, wer denn nun im deutschen Kasten stehen soll, gibt es nahezu stündlich neue Wortmeldungen. Fakt ist: Eine klare Nummer eins hat Deutschland derzeit nicht. Marc-Andre ter Stegen hätte es eigentlich sein sollen, allerdings scheinen sich sämtliche kosmische Kräfte gegen den 33-Jährigen verschworen zu haben: Zuerst war er verletzt, dann in Barcelona auf dem Abstellgleis, aktuell erholt er sich wieder von den Folgen einer OP. Oliver Baumann, der derzeit die Nase vorn hat, und Alexander Nübel sind überdurchschnittliche Torhüter, mehr aber auch nicht. Der Ruf nach dem zurückgetretenen, aber wieder in Topform spielenden Manuel Neuer wird immer lauter - nicht zuletzt von Experten wie Matthias Sammer. Der sendete eine süffisante Spitze an Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Wenn wir es uns leisten können, auf die Besten zu verzichten, dann sollten wir nicht den WM-Titel ausgeben.“ Die Diskussion wird auch nach dem Luxemburg-Spiel weitergehen - denn wer auch immer am Freitag im Kasten steht, wird kaum die Chance haben, sich auszuzeichnen.

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    Die Flügel lahmen mal wieder

    Die defensiven Außenbahnen sind seit langer Zeit eine Problemstelle beim DFB. Experimentiert wird in den Randzonen des Spielfelds dafür ebenso traditionell viel. Für die aktuellen Länderspiele ließ Nagelsmann den bei der EM noch gesetzten Maximilian Mittelstädt zuhause, weswegen David Raum auf der linken Seite erstmal ohne große Konkurrenz zu sein scheint. Auf der rechten Seite war Joshua Kimmich bei der EM Stammkraft. Der Kapitän wäre die mit Abstand beste Lösung auf der Position, darf nun aber wieder in der von ihm geliebten Mittelfeldzentrale walten, die er auch beim FC Bayern einnimmt. Deswegen könnte gegen Luxemburg die Stunde von Ridle Baku schlagen. Der Leipziger ist nach vier Jahren Pause überraschend nominiert worden, für ihn spricht nicht zwingend die Formkurve, sondern eher der Mangel an Alternativen. Gegen Luxemburg können die beiden Leipziger zeigen, ob sie dem DFB-Spiel Flügel verleihen können.

    Florian Wirtz kommt beim FC Liverpool noch nicht in die Gänge.
    Florian Wirtz kommt beim FC Liverpool noch nicht in die Gänge. Foto: Federico Gambarini, dpa
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    Seelenmassage dringend benötigt

    Dass sich Spieler, die sich im Verein schwertun, gerne zur Nationalmannschaft reisen, weil sie dort das Vertrauen spüren - das kennt man eher von kleineren Nationen. Im Fall von Florian Wirtz ist aber genau das der Fall. Beim FC Liverpool hat der Rekordtransfer noch große Anpassungsprobleme. Auf der Insel wird der 22-Jährige als „007“ verspottet - schließlich sammelte er bislang 0 Tore und 0 Vorlagen in 7 Spielen. Im DFB-Trikot sieht das etwas anders aus. Zumal gegen Luxemburg durchaus eine Torbeteiligung möglich sein sollte, mit der sich der Ex-Leverkusener das zuletzt sichtlich geschrumpfte Selbstvertrauen zurückholen könnte.

    Nick Woltemade (links) will gegen Luxemburg erstmals im Trikot der A-Nationalmannschaft treffen.
    Nick Woltemade (links) will gegen Luxemburg erstmals im Trikot der A-Nationalmannschaft treffen. Foto: Federico Gambarini, dpa
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    Kann Woltemade auch Nationalmannschaft?

    Anders als bei Wirtz läuft es bei Nick Woltemade seit seinem Wechsel auf die Insel: Für Newcastle kommt er auf vier Treffer, ist schon Fanliebling. In der Nationalmannschaft wollte es aber bislang noch nicht klappen für den Zwei-Meter-Mann: Die bisherigen vier Auftritte in der A-Nationalmannschaft waren höchst durchwachsen, bei der Niederlage gegen die Slowakei gab es sogar Pfiffe gegen den Angreifer. Gegen Luxemburg soll es nun klappen mit dem Premierentreffer. Woltemade kam wegen eines grippalen Infekts später zum DFB-Tross. Spielen wird er wohl trotzdem. Für ihn geht es darum, endlich den Knoten platzen zu lassen.

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    Ein hoher Sieg ist wertvoll

    Überhaupt: Mit Toren sollte die Nationalmannschaft am Freitagabend nicht geizen. Denn nach der Pleite gegen die Slowakei deutet vieles auf ein Fernduell mit den Osteuropäern um den Gruppensieg hin. Nur der erste Platz in der Qualifikationsgruppe garantiert die Teilnahme an der WM. Und sollten zwei Teams am Ende bei den Punkten gleichauf liegen, zählt zuerst die Tordifferenz. In dieser Hinsicht ist die Slowakei (+3) derzeit klar vor Deutschland (0). Dass die Slowakei gegen Luxemburg „nur“ 1:0 gewonnen hat, ist eine Vorlage, die das deutsche Team bei Möglichkeit nutzen sollte. Allerdings sind die Zeiten, in denen Luxemburg ein Sparringspartner war, auch vorbei: Die letzte hohe Niederlage war ein 0:9 gegen Portugal aus dem September 2023.

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