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AEV

03.01.2018

Panther-Stürmer Trevor Parkes trifft am häufigsten

Meist ganz vorne: Trevor Parkes (Zweiter von rechts) feiert einen Sieg mit seinen Panther-Teamkollegen (von links) Mike Davies, Mark Cundari und Gabe Guentzel.
Bild: Siegfried Kerpf (Archiv)

Trevor Parkes ist mit 18 Treffern der beste Panther-Torjäger. Über seine Zukunft hat er nicht entschieden, aber es gibt Angebote. Die Silvesterfeier verlief anders als in Kanada.

Nach dem Ende der Trainingseinheit am Donnerstagvormittag ist für Trevor Parkes noch nicht Schluss. Während die AEV-Center wie Evan Trupp und Drew LeBlanc noch Bully (Anspiel) üben, schießt Parkes aufs Tor. Das kann der Kanadier mit bisher 18 Saisontreffern zwar so gut wie kein Zweiter in der Mannschaft, aber er will in Form bleiben.

Um Torjäger zu sein, braucht man zwar auch Instinkt, aber es ist in erster Linie Wille und harte Arbeit. Trevor Parkes weiß, was er zu tun hat. "Ich mag auch die dreckigen Tore, die Abpraller", sagt der 26-Jährige, der seine zweite Saison in Augsburg spielt.

In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) rangiert der Kanadier gemeinsam mit dem Iserlohner Jack Combs (ebenfalls 18 Treffer) auf dem geteilten dritten Platz der Torjäger-Statistik. Nur Berlins Sean Backman (22) und der Mannheimer Chad Kolarik (19) trafen öfter. Parkes ist auf dem Weg, seine überragende Vorjahresbilanz mit 25 Toren und 25 Vorlagen einzustellen.

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Stürmer wie Parkes sind auch bei russischen und Schweizer Vereinen begehrt

Stürmer seiner Kategorie sind nicht nur in der DEL, sondern auch bei zahlungskräftigen Schweizer Klubs oder in der russischen KHL gefragt. Bislang habe er jedoch noch nirgends unterschrieben. "Ich konzentriere mich darauf, mit dem Panthern in die Play-offs zu kommen. Den Rest übernimmt mein Agent", sagt der wuchtige Außenstürmer. Bereits zu Saisonbeginn waren Gerüchte aufgekommen, dass er in Köln einen Vertrag unterzeichnet habe.

"Das war komplett falsch", kommentiert die Nummer 84 der Augsburger Panther die Meldungen. Aktuell liegen offenbar zwei Angebote von DEL-Konkurrenten vor, aber der Kanadier lässt sich noch alle Optionen offen. Mike Stewart schätzt die Mischung aus Treffsicherheit, dosierter Härte und Disziplin im Spiel des Außenstürmers. "Er fährt seine Checks zu Ende. Dann fährt er vor das gegnerische Tor und er liebt es dort zu sein", lobt der AEV-Trainer.

Panther-Stürmer Trevor Parkes kann nicht nur abstauben

Zwar muss man als Stürmer zwischen den Bullykreisen Schläge der Verteidiger auf Arme, Beine und noch schmerzhaftere Stellen einstecken, aber dort spielt auch die Musik. Dort prallen die Pucks vom Torwart ab, die Parkes zu gern verwertet. Oder er kann die Scheibe mit der Kelle abfälschen. Aber der 26-Jährige hat bereits mehrfach bewiesen, dass er mehr als nur abstauben kann.

Sobald Trevor Parkes die Scheibe erobert hat, schirmt er sie mit seinem 1,90 Meter großen und 97 Kilogramm schweren Körper perfekt ab. Zuletzt gegen Berlin demonstrierte der Angreifer seine feine Stocktechnik mit einem verwandelten Penalty gegen den Eisbären-Torwart Petri Vehanen.

Parkes rechnet sich nur geringe Olympia-Chancen aus

Zu Saisonbeginn absolvierte der 26-Jährige einige Einsätze im Trikot mit dem Ahornblatt. Da die National Hockey League (NHL) für die Olympischen Spiele vom 9. bis 25. Februar keine Pause einlegt, suchen die Kanadier ihr Personal in Europa. Der AEV-Profi erhielt eine Einladung zu einem Turnier in St. Petersburg. Doch zuletzt wurde er nicht mehr berücksichtigt. "Um ehrlich zu sein, ich glaube, dass meine Olympia-Chancen nur noch sehr klein sind. Aber ich bin stolz, das Trikot getragen zu haben."

Positiver Nebeneffekt: Über die Feiertage blieb ihm mehr Zeit für die Angehörigen. Seine Mutter und seine Lebenspartnerin Rachel besuchten den Profi. Er genoss die Feiertage. Die Silvesterparty feierte die Mannschaft gemeinsam mit den Frauen im Ratskeller. Gewöhnungsbedürftig sei es für ihn gewesen, dass die Menschen zu Mitternacht auf die Straße gehen, um Feuerwerk zu zünden oder anzusehen.

"Das kennen wir aus Nordamerika gar nicht. Da wird in den Fernseher geschaut." Im neuen Jahr warten die Heimspiele am Mittwoch gegen Bremerhaven und am Freitag gegen Wolfsburg. Mit seinen Toren will Trevor Parkes beitragen, dass die Panther noch ihr großes Ziel erreichen: "Wir wollen in die Play-offs und wir glauben noch daran."

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