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EM-Prämien: Das bekommen FC Bayern und Co. für Nationalspieler

Fußball-EM

Millionenzahlung für den FC Bayern: Diese EM-Prämien kassieren die Bundesliga-Klubs

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    Solange die Bayern-Spieler Joshua Kimmich und Jamal Musiala bei der EM um den Ball kämpften, verdiente der FC Bayern mit.
    Solange die Bayern-Spieler Joshua Kimmich und Jamal Musiala bei der EM um den Ball kämpften, verdiente der FC Bayern mit. Foto: Bernd Weißbrod, dpa

    Das Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien war auf mehreren Ebenen bitter. Stichworte hierzu: Sommermärchen-Ende, nicht gegebener Handelfmeter, Spanien-Trauma. Aber auch finanziell bedeutete der verpasste Halbfinal-Einzug bei der Heim-EM einen Verlust für die deutschen Nationalspieler. Bei einem Einzug in die Runde der letzten vier Mannschaften hätte der DFB jedem Kadermitglied eine Erfolgsprämie von 150.000 Euro ausgezahlt. Eine Finalniederlage hätte eine Viertelmillion eingebracht, der Titelgewinn sogar 400.000 Euro. So blieb es bei 50.000 Euro Prämie pro Spieler für den Gruppensieg. Doch nicht nur die Spieler können bei dem Turnier kräftig mitverdienen - auch einige Vereine können mit einem Millionenregen planen.

    Denn für jeden der 624 Spieler, die an der Europameisterschaft teilgenommen haben, zahlt der europäische Verband Uefa eine Abstellungsprämie. Die Formel des Kontinentalverbands: Pro abgerechnetem Tag gibt es für einen Erstligaspieler 10.000 Euro, für einen Zweitligaprofi 7000 Euro. Startpunkt für die Berechnung sind zehn Tage vor dem Turnierstart. Gezahlt wird dann bis einen Tag nach dem Ausscheiden des Spielers. Bedeutet konkret: Jeder deutsche Nationalspieler kommt mit insgesamt 32 Tagen in die Wertung und bringt seinem Verein folglich 320.000 Euro an Abstellungsprämien.

    Der FC Bayern erhält in der Bundesliga die meisten Prämien

    In der Bundesliga stellte kein anderer Verein so viel Spieler ab wie der FC Bayern: Nimmt man Aleksandar Pavlovic in die Wertung, der wegen einer Mandelentzündung wenige Tage vor Turnierstart absagen musste und somit nur acht Tage Teil der DFB-Auswahl war, sind es zwölf Profis und damit so viele wie Real Madrid und Paris St. Germain. Nur Manchester City und Inter Mailand stellten mit jeweils 13 Profis noch mehr Personal ab. Geld bringt auch Pavlovic ein. Alleine mit den anderen fünf deutschen Auswahlspielern Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Thomas Müller, Leroy Sané und Jamal Musiala kommen die Münchner auf 1,68 Millionen Euro. Insgesamt werden die Bayern aber wesentlich mehr Prämien von der Uefa erhalten. Schon alleine bis zu den Halbfinal-Partien steht die Summe bei 3,79 Millionen Euro.

    Doch nicht nur die Bayern profitieren: Alleine nach dem Vorrunden-Ende standen Prämien in Höhe von knapp 21 Millionen Euro für die Bundesliga-Klubs fest. Leverkusen, mit zehn Profis im Rennen, kommt auf 2,92 Millionen. RB Leipzig, das elf Spieler für das Turnier abstellte, kommt bis zum Halbfinale auf 3,06 Millionen Euro. Es könnte mehr sein – wenn etwa der Niederländer Xavi Simons nicht nur ausgeliehen wäre. Seit 1. Juli ist der Offensivspieler aber wieder offiziell ein Profi von Paris St. Germain. Die Folge: RB wird nur 260.000 Euro für den 21-Jährigen von der Uefa erhalten. Bei Toni Kroos, dessen Vertrag bei Real Madrid am 30. Juni auslief und der sich nach der Niederlage gegen Spanien in die Fußball-Rente verabschiedete, werden ab dem 1. Juli keinerlei Prämien mehr fällig.

    Schlüsselspieler gegen Italien: Augsburgs Vargas.
    Schlüsselspieler gegen Italien: Augsburgs Vargas. Foto: Ariel Schalit, dpa/AP

    Der FC Augsburg verdient mit Ruben Vargas 330.000 Euro an Abstellungsprämien

    Zur Wahrheit gehört aber natürlich auch: Rund vier Millionen Euro sind für die Bayern ein nettes Zubrot – mehr aber auch nicht für einen Verein, der alleine für den französischen Flügelstürmer Michael Olise jüngst rund 50 Millionen Euro Ablöse gezahlt hat. Je kleiner der Verein, desto relevanter werden die Uefa-Prämien. Beim FC Augsburg etwa freut man sich über die 330.000 Euro, die der einzige EM-Fahrer Ruben Vargas für die Schweiz eingebracht hat. Und vielleicht hat man sich in Augsburg auch geärgert, dass der neue Torwart Nediljko Labrović mit Kroatien schon in der Vorrunde herausgeflogen ist. Wäre der Keeper noch zumindest bis in den Juli hinein aktiv gewesen, hätte sich auch das für den FCA bezahlt gemacht. Kleiner Vorteil: Dank des frühen EM-Aus von Kroatien war Labrović zum Trainingsstart in Augsburg am Montag schon im Einsatz, während Vargas noch im Urlaub weilt.

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