Newsticker
Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder und liegt jetzt bei 442,1
  1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. FC Augsburg: An diesem Detail hängt der Weinzierl-Wechsel

FC Augsburg
23.05.2016

An diesem Detail hängt der Weinzierl-Wechsel

Wann wird der Wechsel von Markus Weinzierl endlich perfekt gemacht?
Foto: Stefan Puchner (dpa)

Der Wechsel von Markus Weinzierl zum FC Schalke 04 zieht sich wie Kaugummi. Angeblich geht es nur noch um ein wichtiges Detail.

Wie lange eigentlich noch? Länger hat wohl noch nie ein vermeintlicher Wechsel gedauert, wie jener von Markus Weinzierl zum FC Schalke 04. Nimmt man das erste Werben von Schalke 04 im Juni 2015 mit ins Programm, dann buhlt Schalke mit einer kurzen Unterbrechung fast schon ein Jahr um den Trainer des FC Augsburg. Bereits im Januar dieses Jahres hat Weinzierl den Verein angeblich gebeten, seinen Vertrag bis zum Saisonende aufzulösen. Durch seinen langfristigen Vertrag (bis 2019) war es allerdings klar, dass es für ihn schwer werden würde, da herauszukommen. So schwer hätte es sich Weinzierl aber wohl nicht vorgestellt. Dennoch ging man davon aus, dass nach dem Dienstantritt von Manager Christian Heidel beim FC Schalke 04 alles ratzfatz gehen würde.

Doch seit der offiziellen Vorstellung des ehemaligen Mainzers am vergangenen Mittwoch ist noch nicht viel passiert. Zumindest nichts Spruchreifes. Auch die Sport-Journaille im Westen der Republik ist etwas ratlos. "Als Horst Heldt noch Manager war, haben wir immer früher etwas erfahren. Jetzt wird gemauert", berichtet ein Kollege etwas frustriert.

Heidel startete vor seinem Antritt einen "Versuchsballon". So wusste nur ein ganz intimer Kreis, dass Heidel den Brasilianer Naldo vom VfL Wolfsburg für den FC Schalke verpflichten würde. Dieser "intime Kreis" hat dichtgehalten. Die Medien wurden von der Verpflichtung überrascht. Heidel will diesen Weg, was Zugänge oder Abgänge betrifft, auch in Zukunft beibehalten. Augsburg kann dabei als Beispiel dienen. Auch hier herrscht Wagenburg-Mentalität und es gibt diesen kleinen, intimen Kreis.

Mit Reuter kommt möglicherweise die Entscheidung

Einer daraus, Manager Stefan Reuter, war zuletzt im Ausland. Er kommt erst am Montag zurück. Präsident Klaus Hofmann war am Wochenende zusammen mit seiner Ehefrau in Berlin beim Pokalfinale. Interview-Anfragen werden momentan zurückgewiesen. Wenn Reuter zurückkommt, dann kommt vielleicht wenigstens mal Bewegung in den Weinzierl/Schalke-Deal. Laut Informationen unserer Zeitung will der FC Augsburg unbedingt einen Spieler aus dem Revier. An diesem Detail hängt wohl auch der Trainerwechsel.

Spekulationsobjekt ist derzeit der 28-jährige Angreifer Sidney Sam. Vorstellbar wäre aber auch, dass der FCA an einem jungen Schalker Talent wie Marvin Friedrich oder Thilo Kehrer interessiert ist. Friedrich ist Innenverteidiger und Kehrer wäre ein Mann für das defensive Mittelfeld.

Dann ist immer noch offen, wer Markus Weinzierl beerben könnte. Thorsten Fink, der seinen Vertrag bei Austria Wien auflösen möchte, hat unserer Zeitung vor knapp einer Woche gesagt, er "versichere, dass es keinen Kontakt mit dem FCA gibt". Die Gerüchte um Fink halten sich dennoch hartnäckig. Andererseits besteht bei Reuter kein Druck. Bis zum Trainingsauftakt Ende Juni sollte dieses Problem noch zu lösen sein. Dann wird wohl ein Neuer auf dem Platz stehen.

Derzeit heißt der FCA-Trainer Markus Weinzierl. Wann Weinzierl beim FCA Geschichte ist, weiß aber nur ein kleiner, intimer Kreis.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

23.05.2016

Ja, diese Nachspielzeit in Sachen Trainer löst schon eine gewisse Verwunderung aus. Wenn es immer oder besser gesagt solch starke Irritationen gibt im Vertragsbereich von Trainern und Spielern, dann wird es Zeit, dass hier frische Luft reinkommt; denn was sich hier mittlerweile abspielt kann man niemanden mehr verkaufen, und warum gibt es denn überhaupt noch Verträge, wenn das bessere Waschzettel sind !??

Ein Trainer der sich langfristig vor einem Jahr an einen Verein bindet und jetzt keine Lust mehr hat aus welchen Gründen auch immer, der liegt eindeutig falsch in seiner Arbeitsauffassung.

Macht diese Lex Weinzierl Schule, dann ist es bald besser nur noch auf Zuruf einen Trainer zu verpflichten, den kann man dann besser und schneller vor die Türe setzen.

Umgekehrt ist es aber so, wenn ein Verein den Trainer lüftet, dann geht es sofort um einen Haufen Geld und im Fall des Herrn W. ist das ALLES nicht zu beachten, dass kann ja wohl auch nicht sein !!

Schade, Herr W. hatte in Augsburg eine gute Zeit, die jetzt durch diese Verfahrensweise doch einen mächtigen Beigeschmack bekommt !!

Permalink
25.05.2016

Ihrem Kommentar stimme ich zu. Wenn man denkt wie Herr Weinzierl am Anfang da stand: 1. Saison gerade den Erhalt in der 1. Bundesliga geschfft und anfangs der 2. Saison im Keller war und eigentlich erst mit Unterstützung von S. Reuter sich aufgerappelt hat. Ich bin der Meinung je schneller Weinzierl nun weg ist, desto besser für den Verein, Vorstand usw. damit endlich Ruhe einkehrt und man für die neue (hoffentlich besser verlaufende) Saison planen kann.

Permalink