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FC Augsburg: Blick in den Abgrund

FC Augsburg

Blick in den Abgrund

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    Die Augsburger brauchen einen Sieg gegen die Hertha sonst sind die Aussichten düster.
    Die Augsburger brauchen einen Sieg gegen die Hertha sonst sind die Aussichten düster. Foto: dpa

    In der vergangenen Saison marschierten der FC Augsburg und Hertha BSC Berlin noch einträchtig Seite an Seite durch die zweite Bundesliga und schafften als Meister (Hertha BSC) und Vizemeister (FCA) den Sprung ins Oberhaus. Auch in dieser Spielzeit sind die beiden Klubs in der Tabelle nicht weit voneinander entfernt. Allerdings nicht in der Spitzengruppe, sondern im düsteren Keller der ersten Bundesliga. Wenn sich der FCA und die „alte Dame“ aus der Bundeshauptstadt am Samstag (15.30 Uhr/SGL-Arena) gegenüberstehen, dann steht für beide Kontrahenten sehr viel auf dem Spiel. Ein Endspiel sagen viele, besonders für den FCA.

    Beiden Vereinen droht der tiefe Fall in die Zweitklassigkeit, ein Szenario, das sie unbedingt vermeiden wollen. In Berlin setzen die Verantwortlichen dabei auf den neuen Trainer Otto Rehhagel. Der Altmeister, 73 Jahre, soll die Talfahrt stoppen und will die Wende schon in Augsburg einläuten.

    Nur drei Punkte trotz ordentlicher Leistungen

    Er trifft dabei auf einen Gastgeber, der ebenfalls die Erwartungen nach der Winterpause nicht erfüllen konnte. Drei magere Pünktchen sind – trotz einiger ordentlicher Leistungen – die Ausbeute. Viel zu wenig, um die Hoffnungen, im Kampf gegen den Abstieg zu bestehen, zu erhöhen. Bundesliga-Vorschau: 23. Spieltag Aufwand und Ertrag stehen, wie schon im Herbst, in keinem Verhältnis. Dass sich deshalb, trotz der nach wie vor guten Stimmung im Stadion, Enttäuschung im Umfeld des Vereins breitmacht, das versteht Andreas Rettig. „Auch wir sind im Moment unzufrieden“, so der Manager selbstkritisch, kann jedoch einen „generellen Unmut“ unter den Anhängern des Neulings nicht ausmachen.

    Wegen Otto: Kameramann aus Dubai in Augsburg

    Zurück zum Sportlichen. Dass sich die Augsburger Profis von „König Ottos“ Bundesliga-Comeback beeindrucken lassen, glaubt FCA-Trainer Jos Luhukay nicht. „Ich gehe davon aus, dass sich meine Spieler von dem großen Medieninteresse freimachen. Hertha erhofft sich natürlich Erfolg und den Klassenerhalt von Otto Rehhagel.“ Dass es am Samstag dagegen im Pressebereich Platzprobleme geben wird, davon ist der niederländische Fußball-Lehrer überzeugt. Bis aus Dubai hat sich ein Kamerateam angesagt.

    „Es gibt im Vorfeld kein Erfolgsrezept, es zählt nur ein Sieg. Dafür werden wir alles tun“, kündigt Augsburgs Chefcoach Luhukay an und ist überzeugt, dass die Mannschaft ihre ureigenen Eigenschaften wie Wille und Einsatz in die Waagschale wirft. Gegenüber der 1:4-Schlappe in Leverkusen vor Wochenfrist kann er auf den im Westen Gelbgesperrten Daniel Baier bauen. Auf der Verletztenliste stehen allerdings immer noch Dawda Bah, Jan Moravek, Marcel de Jong und Nando Rafael.

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