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FCA
30.10.2018

Pokalfight mit Happy-End: Caiuby erlöst den FC Augsburg

Welt, lass dich umarmen: Der Brasilianer Caiuby traf in der Verlängerung zum Siegtreffer für den FC Augsburg. Der 30-Jährige war zuletzt vor allem außerhalb des Platzes aufgefallen.
Foto: Jan Huebner/martin

Der FCA leistet sich beim 3:2 gegen Mainz ungewohnte Schwächen in der Defensive. Nach großem Kampf sorgt der Brasilianer für Jubel. Nur eine Sache stört.

Spiele zwischen dem FC Augsburg und dem FSV Mainz scheinen in dieser Saison eine große Portion Dramatik zu beinhalten. So war es im Ligaspiel im September, als alle drei Tore in den Schlussminuten fielen – und so war es auch am Dienstagabend, als beide Teams im DFB-Pokal aufeinandertrafen. Diesmal setzte sich aber der FCA durch: Mit einem 3:2 nach Verlängerung zogen die Augsburger ins Achtelfinale ein. Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Caiuby, der zuletzt vor allem außerhalb des Platzes von sich reden gemacht hatte.

FCA-Trainer Manuel Baum hatte einigen seiner Stammkräfte eine Pause gegönnt. Kapitän Daniel Baier war nicht im Kader, Alfred Finnbogason saß auf der Bank. Neu in der Startelf waren Jan Moravek, Raphael Framberger, Michael Gregoritsch und eben der zuletzt suspendierte Caiuby. Viele Zuschauer lockte das erste Pokalheimspiel seit drei Jahren nicht ins Stadion: Nur 15.561 Menschen waren gekommen – das ist Negativ-Rekord seit dem Bundesliga-Aufstieg 2011. Die wenigen, die gekommen waren, sahen einen motivierten, aber fahrigen Start der Augsburger.

In der ersten Halbzeit lud der FCA die Mainzer zum Toreschießen ein

Die Mannschaft von Manuel Baum leistete sich viele Unkonzentriertheiten und Fehlpässe – und lud die offensivschwachen Mainzer (nur fünf Tore in neun Ligaspielen) förmlich zur Führung ein. Alexandru Maxim ließ André Hahn auf Höhe des Strafraums aussteigen. Den Schuss des Rumänen wehrte Andreas Luthe auf Philipp Max ab. Vom Bauch des Linksverteidigers prallte der Ball ab, so dass Philipp Mwene aus zwei Metern nur noch einzuschieben brauchte – ein Slapstick-Tor (20.).

Der FC Augsburg bemühte sich, bekam aber vor allem im zentralen Mittelfeld, wo Daniel Baier schmerzlich vermisst wurde, wenig Zugriff auf das Spiel. Gefährlich wurde es stattdessen über die Außenspieler. Caiuby vergab eine Großchance zum Ausgleich (25.). Über die linke Seite fiel das Tor jedoch: Eine scharfe Hereingabe von Philipp Max lenkte der Mainzer Kapitän Stefan Bell ins eigene Tor (40.). Schon da hatte es so ausgesehen, als ob Caiuby zuletzt am Ball gewesen war.

In den ersten 45 Minuten brachte Mainz 15 Schüsse auf das FCA-Tor

Wer geglaubt hatte, dass dieses Tor dem FCA Sicherheit geben würde, sah sich jedoch getäuscht. Baums Mannschaft präsentierte sich in der Defensive ungewohnt löchrig. Dazu passte, dass selbst der sonst souveräne Jeffrey Gouweleeuw die erneute Führung der Gäste einleitete. Eine verunglückte Klärung des Niederländers landete bei Robin Quaison. Der schwedische Stürmer zog aus 18 Metern ab und traf – 2:1 (45.). Bis zur Halbzeit hatten die sonst so ungefährlichen Gäste 15 Schüsse auf das FCA-Tor gebracht.

Nach dem Wechsel beschränkten sich die Mainzer weitestgehend aufs Kontern. Der FCA bemühte sich, kam gegen die Defensive der Gäste aber kaum zu Gelegenheiten. Die erste richtig gute Chance nach dem Seitenwechsel gab es in der 78. Minute zu sehen: Ein Kopfball von Michael Gregoritsch ging am Mainzer Tor vorbei. Die Beharrlichkeit des FC Augsburg sollte sich aber auszahlen: Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit machte Gregoritsch doch noch sein Tor – abermals war Max der Vorbereiter. Der FCA war jetzt am Drücker.

Die Verlängerung schien zu einem Privatduell zwischen Marco Richter und Mainz-Keeper Zentner zu werden: Vier Schüsse gab er auf das Tor ab, einer landete auf der Latte (94.). Die Schlusspointe gehörte aber Caiuby, der sich für seinen Einsatz belohnte: Eine Flanke von Finnbogason nickte er zum umjubelten Siegtreffer ein (105.).

Hier lesen Sie die Stimmen zum Spiel.

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