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Portrait: Jos Luhukay - Mann mit Prinzipien

Portrait

Jos Luhukay - Mann mit Prinzipien

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    Jos Luhukay wurde am Anfang der Saison unterschätzt. Dann schaffte er den Klassenerhalt. Nun ist er weg
    Jos Luhukay wurde am Anfang der Saison unterschätzt. Dann schaffte er den Klassenerhalt. Nun ist er weg Foto: Andreas Gebert

    Jos Luhukay ist kein Lautsprecher in einer Zunft, in der Selbstvermarktung und Selbstdarstellung manchmal wichtiger erscheinen als die fachliche Qualifikation. Luhukay tritt freundlich, bescheiden auf. Wenn man mit ihm über Fußball spricht, doziert er nie von oben herab, er gibt seinem Gesprächspartner das Gefühl, dass man sich auf Augenhöhe unterhält.

    Luhukay wurde unterschätzt

    Doch Luhukay ist auch ein Mann, der Prinzipien hat. Und diesen auch treu ist. Privat und beruflich. Charaktereigenschaften, die möglicherweise nun auch dazu beigetragen haben, dass er nicht mehr Trainer des FCA ist. Schließlich spielte die Hängepartie um die auslaufenden Verträge seiner Co-Trainer wohl auch eine Rolle bei der nun getroffenen Entscheidung.

    Das ist Jos Luhukay

    Geboren am 13. Juni 1963 in Venlo

    Jos Luhukay ist Sohn eines Indonesiers und einer Holländerin

    Jos Luhukay ist verheiratet und Vater zweier Kinder

    Als Spieler agierte Luhukay im Mittelfeld und war hauptsächlich im semiprofessionellen Bereich tätig

    Stationen als Trainer:

    1998 - 2000 SV 19 Straelen

    2000 -2002 KFC Uerdingen 05

    2002 - 2005 Co-Trainer beim 1. FC Köln

    2005 - 2006 SC paderborn 07

    2007 - 2008 Borussia Mönchengladbach (erst als Co-Trainer, später Cheftrainer)

    Seit 2009 beim FC Augsburg

    Größte Erfolge: Aufstiege mit Gladbach und Augsburg in die erste Bundesliga.

    Früher wurde Luhukay häufiger unterschätzt, dabei hat er genaue Vorstellungen vom Spiel seiner Mannschaften. Es ist das Kurzpassspiel, das Barcelona bis zur Perfektion verfeinert hat, gepaart mit Leidenschaft, Einsatz und Wille. Dazu liefert der Perfektionist die passende Strategie. Das funktioniert aber nur im Kollektiv. Wenn er dies gefährdet sieht, kann der Mann mit der freundlichen Stimme, die sonst nie Schärfe enthält, ungemütlich werden. Dann scheut er auch keine unangenehmen Personalentscheidungen.

    Luhukay machte den FCA wettbewerbsfähig

    Luhukay, der Sohn eines Indonesiers und einer Holländerin, hat in drei Jahren in Augsburg aus einem Fast-Zweitliga-Absteiger einen wettbewerbsfähigen Bundesligisten geformt. In Gladbach haben sie keine Geduld mit ihm gehabt. Und ihn nach dem Aufstieg nach sechs Niederlagen in sieben Spielen entlassen.

    In Augsburg hat er seine Vorstellungen in Ruhe verwirklichen können. Das hat ihm den Respekt der ganzen Branche eingebracht. Daran ändert auch sein Abschied vom FC Augsburg nichts.

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