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Randbemerkung: FCA: Wie die sieben Geißlein

Randbemerkung

FCA: Wie die sieben Geißlein

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    Fussball, 1. Bundesliga, 8. Spieltag, Borussia Dortmund - FC Augsburg, Samstag (01.10.11), Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Augsburgs Sascha Moelders (l.) reklamiert in Richtung des Schiedsrichterassistenten, waehrend Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller neben ihm einen Mitspieler anbruellt.
    Fussball, 1. Bundesliga, 8. Spieltag, Borussia Dortmund - FC Augsburg, Samstag (01.10.11), Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Augsburgs Sascha Moelders (l.) reklamiert in Richtung des Schiedsrichterassistenten, waehrend Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller neben ihm einen Mitspieler anbruellt. Foto: Juergen Schwarz

    Wer aber hereinkam, das war der Wolf. Sie erschraken sich und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen ...

    Auszug aus „Der Wolf und die sieben Geißlein“

    (Gebrüder Grimm)

    Die älteren mitgereisten Augsburger mussten sich am Samstag unweigerlich an ihre früheste Kindheit erinnert haben. Das Mitleid mit dem FCA hielt sich aber wahrscheinlich nur deshalb in Grenzen, weil auf dem Dortmunder Rasen keine aufgescheuchten sieben Geißlein herumhüpften und sich verstecken wollten, sondern elf ausgewachsene Männer. Die Leistung des Neulings FC Augsburg beim 0:4 in Dortmund war erbärmlich und eine einzige Bankrotterklärung. Natürlich wäre es sehr verwegen gewesen, wenn man ausgerechnet beim deutschen Meister etwas Zählbares einkalkuliert hätte, aber es war ja letztlich auch nicht die hohe Niederlage, die Angst macht, sondern die Art und Weise. Der Boulevard schreibt schon vom „miesesten Aufsteiger aller Zeiten“.

    Dabei hat sich Augsburg in den vorherigen sieben Partien zumindest einen kleinen Sympathie-Bonus erspielt. Nach dem Motto „Wir sind zwar fußballerisch ziemlich limitiert, aber wir kämpfen bis zum Umfallen“ konnte der FCA zwar nicht unbedingt begeistern, aber wenigstens noch gefallen, und der Applaus des Publikums war fast jedem einzelnen Spieler noch gewiss. Nun, prinzipiell können Fans auch einmal eine grottenschlechte Partie verschmerzen, aber das wird meist dann schwierig, wenn es auch für viele Lobreden zuvor keine Punkte gab.

    Allheilmittel Trainerwechsel?

    Doch was ist zu tun? Im Prinzip nichts. Fehler, die bei der Personalplanung begangen wurden, kann der FCA vor der Winterpause nicht mehr reparieren. Bleibt nur das angebliche Allheilmittel Trainerwechsel. Internet-Nutzer in den FCA-Foren, die jetzt das große „Luhukay raus“ anstimmen, haben in diesen schlechten Zeiten natürlich Hochkonjunktur.

    Doch warum den Trainer wechseln? Zumal der Verein auch Jos Luhukay vor der Saison Spieler mit Qualität versprach und ihn dann – um es milde auszudrücken – veräppelte. Außerdem muss der Trainer kein viertägiges Seminar abhalten, um dort die Frage „Wie schieße ich einen Elfmeter richtig?“ zu erklären. In Dortmund hat sich der FCA, wie schon zuvor gegen Hoffenheim, den Luxus erlaubt, vom Elfmeterpunkt nicht zu treffen.

    Eigentlich sollten die üblichen Mechanismen im Fall Luhukay ohnehin nicht greifen, zumal der auch noch das Wort seines Präsidenten Walther Seinsch („Luhukay darf auch 34 Spiele verlieren“) im Rücken hat. Verlassen sollte man sich aber darauf lieber nicht.

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