Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten
FC Augsburg
Icon Pfeil nach unten
Innenstadt
Icon Pfeil nach unten

Vor dem Derby: Augsburger Bayern

Vor dem Derby

Augsburger Bayern

  • |
  • |
  • |
    Bayern-Meisterfeier 1989 mit starker Augsburger Beteiligung: Der gebürtige Augsburger Raimond Aumann hält mit Trainer Jupp Heynckes die Meisterschale, zwischen den beiden Roland Grahammer, ebenfalls aus Augsburg stammend. Rechts der damalige Bayern-Präsident Fritz Scherer, der ebenfalls starke Verbindungen nach Augsburg hatte. Noch mit auf dem Bild Hans Pflügler (links) und Roland Wohlfarth.
    Bayern-Meisterfeier 1989 mit starker Augsburger Beteiligung: Der gebürtige Augsburger Raimond Aumann hält mit Trainer Jupp Heynckes die Meisterschale, zwischen den beiden Roland Grahammer, ebenfalls aus Augsburg stammend. Rechts der damalige Bayern-Präsident Fritz Scherer, der ebenfalls starke Verbindungen nach Augsburg hatte. Noch mit auf dem Bild Hans Pflügler (links) und Roland Wohlfarth. Foto: imago

    FC Augsburg gegen FC Bayern München – das gibt es am Sonntag erstmals in der Bundesliga (17.30 Uhr/live auf Sky). Augsburger für München – das gab es in der Bundesliga schon des Öfteren. Eine Reihe von Augsburger Spielern und Funktionären haben teil an der Erfolgsgeschichte der Münchner.

    Raimond Aumannund Roland Grahammer zum Beispiel sind in München zu Stars geworden. 1980 war der junge Aumann der erste FCA-Spieler, den die Bayern holten. Das Torhütertalent setzte sich beim Renommierklub bald durch. Aumann, der aus dem Stadtwerke SV Augsburg hervorging, wurde in zwölf Bayern-Jahren sechs Mal deutscher Meister und zwei Mal Pokalsieger. Er ist heute Fanbeauftragter beim FC Bayern.

    Das ist der FC Augsburg

    Gründungsjahr: 8. August 1907. Vollständiger Name: Fußball-Club Augsburg 1907 e.V.. Rufname: FCA

    Ursprung: Der FCA ist ein Zusammenschluss des BC Augsburg und der Vertragsspielerabteilung des TSV Schwaben Augsburg.

    Vereinsfarben: Rot-Grün-Weiß

    Stadion: SGL-Arena. Fassungsvermögen: 30.660 Plätze. Architekt: Bernhard & Kögl. Spielfläche: 105 x 68 Meter auf Naturrasen. Eröffnung: 26. Juli 2009.

    Vorheriger Spielort: Rosenaustadion. Kapazität: 28.000. Eröffnung: 16. September 1951.

    Präsident: Walther Seinsch

    Trainer: Markus Weinzierl

    Ewiger Zuschauerrekord am 15. August 1973 im Münchner Olympiastadion beim Spiel gegen die Löwen: Rund 90.000 Menschen sahen die Partie.

    Bekannteste Spieler: Ulrich Biesinger: Fußball-Weltmeister 1954 in der Schweiz, A-Nationalspieler

    Helmut Haller: Vizeweltmeister 1966 in England, Teilnahme an der WM 1962 in Chile, Teilnahme an der WM 1970 in Mexiko.

    Bernd Schuster: Europameister 1980 in Italien, Spanischer Meister mit dem FC Barcelona und Real Madrid.

    Armin Veh: Deutscher Meister als Trainer mit dem VfB Stuttgart im Jahr 2007.

    Karlheinz Riedle: Weltmeister 1990 in Italien. Deutscher Meister, Champions-League-Sieger, Weltpokal-Sieger mit Borussia Dortmund.

    Roland Grahammer feierte 1982 beim FCA sein Zweitliga-Debüt. Die Bayern hatten die Nachwuchshoffnung, dessen Heimatverein die SpVgg Bärenkeller ist, bereits als Jugendspieler auf ihrem Wunschzettel stehen. Doch Grahammer zog zunächst zum Club nach Nürnberg. Von dort wechselte er 1988 zusammen mit Stefan Reuter doch nach München. Mit dem FC Bayern feierte er drei Meistertitel.

    Die Bayern profitierten aber nicht nur von Augsburger Spielern. Über viele Jahre gab ein Augsburger den Kurs des Vereins vor. Fritz Scherer, ein gebürtiger Augsburger, der beim BCA Fußball gespielt hatte, war von 1979 bis 1985 Schatzmeister des Vereins und dann bis 1994 sogar Präsident.

    Scherer, der als Professor an der Fachhochschule Augsburg lehrte, war eine der treibenden Kräfte, als die Bayern 1991 mit dem FCA einen Kooperationsvertrag abschlossen. Der damalige FCA-Vereinschef Peter Bircks hatte die Pläne schon länger in der Schublade liegen, klopfte bei Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln an, stieß allerdings auf keine Gegenliebe. Anders bei den Bayern. „Ich habe den damaligen Manager Uli Hoeneß bei einem A-Jugend-Spiel angesprochen. Wir haben sofort einen Termin vereinbart“, erinnert sich Bircks. Hoeneß wollte verhindern, dass Kicker aus der Augsburger Talentschmiede wie vorher Bernd Schuster, Armin Veh oder Karl-Heinz Riedle zu anderen Klubs wechselten.

    Das ist der FC Bayern München

    Der FC Bayern München ein Fußball-Club aus der 1. Bundesliga. Gegründet wurde der Verein am 27. Februar 1900. Seit 2002 ist die Profimannschaft aus dem Hauptverein ausgegliedert.

    Rekordmeister: Der FC Bayern ist mit 23 Meistertiteln Rekordhalter der deutschen Bundesliga. Die Bayern wurden Meister in den Jahren 1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013.

    Die Champions League haben die Münchner insgesamt fünf Mal (1974, 1975, 1976, 2001, 2013) gewonnen, fünf weitere Male waren die Bayern im Finale (1982, 1987, 1999, 2010 und 2012).

    Franz Beckenbauer ist die "Lichtgestalt" des FC Bayern. Er spielte von 1964 bis 1977 als Libero und war gleichzeitig Kapitän. Der "Kaiser" war später auch Interimstrainer bei seinen Bayern und holte in dieser Position einen Meistertitel (1994) sowie den UEFA-Cup 1996. Von 1994 bis 2009 war Beckenbauer Präsident des FC Bayern. Seither ist er Ehrenpräsident.

    Seit Mai 2005 ist die Allianz-Arena im München Norden das Heimstadion des FC Bayern. Lokalrivale 1860 München spielt ebenfalls in diesem Stadion. Vorherig Spielstätten des FC Bayern waren das Grünwalder Stadion (1925 bis 1972) und das Olympiastdion (1972 bis 2005). Spielt der FC Bayern, ist die Außenfassade der Allianz-Arena rot beleuchtet.

    Mannschaftshymnen: Der FC Bayern hat mehrere Hymnen, darunter "FC Bayern, Stern des Südens" (komponiert von Kabarettist und Liedermacher Willy Astor) und "FC Bayern, forever number one". Inoffizielle Fan-Hymne ist "Mir san die Bayern."

    Hohn und Spott gibt es genug für den FC Bayern: Meist singen gegnerische Fans "Zieht den Bayern die Lederhosen aus". Oft wird der Verein aufgrund seiner Extravaganz auch als "FC Hollywood" bezeichnet.

    Vereinsführung: Präsident des FCB ist seit 2009 Uli Hoeneß, der zuvor lange Jahre Manager war. Vorstandsvorsitzender ist Karl-Heinz Rummenigge.

    Zu den bekanntesten Ex-Spielern des Vereins gehören Gerd Müller und Lothar Matthäus. "Der Bomber der Nation" Müller erzielte in 15 Jahren beim FC Bayern 398 Tore (453 Spiele). Rekordnationalspieler Lothar Matthäus spielte insgesamt zwölf Jahre beim FCB und kam in 302 Partien auf 85 Tore.

    Einen unvergessenen Auftritt lieferte der Italiener Giovanni Trapattoni bei seiner zweiten Amtszeit als Trainer der Bayern (1996 bis 1998). In der legendären Pressekonferenz vom 10. März beklagte er sich auf seine feurige italienische Art über die schlechte Arbeitshaltung einiger Bayern-Spieler. "Was erlaube Struuuunz?", "Spiele schlecht wie Flasche leer!" und "Ich habe fertig!" gehören seitdem zum deutschen Fußball-Jargon.

    Spielrekorde: Den höchsten Heimsieg feierte der FC Bayern hatte den gegen Borussia Dortmund (11:1, Saison 1971/1972) der höchste Auswärtssieg gelang gegen den FC St. Pauli (1:8, Saison 2010/2011).

    Die Bayern nahmen in der Folgezeit einige Augsburger Talente unter Vertrag, zahlten dafür wesentlich mehr als die eigentlich übliche Ablöse. Der FCA profitierte in Marketingfragen sowie im medizinischen Bereich. Zudem kamen die Bayern bis zum Ende der Zusammenarbeit im Jahre 1996 zu Freundschaftsspielen ins Rosenaustadion. Die Einnahmen blieben beim FCA. „Das tat unserer Kasse gut“, blickt Bircks, heute Aufsichtsratschef beim FCA, zurück.

    Andreas Mayer war der erste Augsburger Nachwuchsakteur, der 1991 im Zuge der Zusammenarbeit an die Säbener Straße wechselte. Das aus Röfingen (Kreis Günzburg) stammende Talent kickte ein Jahr bei den Bayern-Amateuren, erhielt dann einen Profivertrag. 100 000 Mark sollen auf das Augsburger Konto überwiesen worden sein. Nach zwei Jahren war sein Gastspiel beendet, Mayer spielte dann u. a. beim norwegischen Meister Rosenborg Trondheim. Zuletzt trainierte er den württembergischen Landesligisten SV Reinstetten.

    1992 unterschrieb Dieter Frey einen Profivertrag in München. Der aus Wiggensbach im Allgäu kommende Nachwuchsnationalspieler avancierte unter Trainer Franz Beckenbauer zum Stammspieler. 1996 wechselte Frey zum SC Freiburg und spielte anschließend für Werder Bremen und den 1. FC Nürnberg. Heute lebt er mit seiner Familie in Nürnberg.

    1994 holten die Bayern den aus Kempten stammendenFranz Gerster. Er kam bis 1998 vorwiegend im Amateurteam zum Einsatz. Acht Bundesliga-Begegnungen stehen in seiner Statistik zu Buche. Angeblich soll der FCA für ihn 200 000 Mark kassiert haben. Zuletzt arbeitete er als Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Wolfgang Gerstmeier spielte von 1992 bis 1994 für die Bayern-Amateure (43 Einsätze).

    Chef der Nachwuchsabteilung der Münchner war von 1995 bis 1998 dann Heiner Schuhmann. Der ehemalige FCA-Spieler, -Trainer und -Funktionär war maßgeblich am Aufbau eines durchgängigen Förderkonzeptes beteiligt. Der ehemalige Lehrer ist heute als Talentscout für Borussia Dortmund tätig.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden