Der Vertrag des FCA über den Bau einer Stadionfassade und der Ausstieg des Vereins daraus sorgt nicht nur in unserem Forum für heiße Diskussionen. Was jetzt klar ist: Die momentane Stimmung im Stadtrat zeigt bereits, dass der FCA wahrscheinlich aus dem Vertrag entbunden wird. Allerdings soll es dafür bestimmte Auflagen geben.
Unsere Leser diskutieren immer noch: Soll die Stadt nun doch auf das vertraglich zugesicherte Recht bestehen? Oder ist ihr Entgegenkommen, aufgrund des großen Erfolgs des Vereins, in Ordnung?
Nobby Stimme der Rosenau sieht den Imagegewinn für die Stadt durch den Vorstoß in die erste Liga als großen Quantensprung für die Schwabenmetropole und schreibt weiter: "Sollte in der Stadtratssitzung der 'Fassaden-Passus' gestrichen, bzw. eine einvernehmliche Lösung getroffen werden, dann hat die Stadt Augsburg endgültig bewiesen, dass sie modern und flexibel ist und nicht 'schwäbisch' verbiestert." Für derLandsberger dagegen hat das Stadion eher etwas von einem "Rohbau" und ist "kein positives Aushängeschild für den Verein und die Stadt". "Innen hui - außen pfui", findet er.
Für Hochzoller ist die Fassade schlichtweg unwichtig. Er nennt das Volksparkstadion und das Westfalenstadion als Beispiel für fassadenlose Arenen und findet auch die Stadien in Köln, Düsseldorf und Kaiserslautern so hässlich, dass auch eine Außenverkleidung nichts verbessern könnte. Er schießt gegen die Vertragsverfechter: "Wenn man keine Lust auf ein Fussballstadion in der eigenen Stadt hat, dann wird man es immer hässlich finden".
Ein Vertragsverfechter ist auch da Grantla. "Hier schafft die Stadt einen Präzedenzfall, auf den sich künftig jeder beruft, der halt dummerweise mal einen Vertrag unterschrieb, ohne zu wissen ob und wie er diesen erfüllen kann. Rechtschaffenes kaufmännisches Handeln, dass Herr Rettig so gerne für sich in Anspruch nimmt, sieht anders aus", befürchtet er. Quälgeist findet den Kompromiss eines Aufschubs der Baufrist für den Verein sehr positiv, da die Stadt schließlich auch vom Verein profitiert. "Ich wäre trotzdem froh wenn auch die Optik nicht zu kurz kommt", schreibt er.