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DFB-Pokal: FC Augsburg trifft auf Energie Cottbus und steht vor schwerem Los

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Warum Cottbus für den FCA ein unangenehmes Pokal-Los ist

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    Claus-Dieter Wollitz ist das Gesicht von Energie Cottbus. Derzeit aber hat er mit Schulterproblemen zu kämpfen.
    Claus-Dieter Wollitz ist das Gesicht von Energie Cottbus. Derzeit aber hat er mit Schulterproblemen zu kämpfen. Foto: Jens Niering, dpa

    Freudensprünge wird man beim FC Augsburg am frühen Samstagabend sicher nicht gemacht haben. In der ARD-Sportschau loste Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin die erste Runde im DFB-Pokal aus, das Dortmunder Fußball-Museum schien ein idealer Ort. Aytekin zog Kugel nach Kugel. Irgendwann war der FC Augsburg an der Reihe und hätte sich wahrscheinlich gerne einen anderen Gegner gewünscht. Denn zuvor hatte Aytekin Energie Cottbus aus dem großen Behälter der Amateurvereine geholt – eine unangenehme Aufgabe aus mehreren Gründen.

    Die Anreise könnte sich schwierig gestalten. Beinahe 600 Kilometer trennen die beiden Städte. Der nächste große Flughafen in der Nähe von Cottbus ist Berlin-Brandenburg. Die Fahrt von dort dauert noch rund eine Stunde. Es braucht also viel Zeit, um nach Cottbus und damit fast an die polnische Grenze zu kommen.

    Aber auch sportlich dürfte die Erstrunden-Partie zu einer echten Herausforderung für den FCA und Trainer Manuel Baum werden. Energie Cottbus hat den Aufstieg in die Zweite Bundesliga geschafft, was für eine gewisse Qualität spricht. Nach nunmehr zwölf Jahren sind die Lausitzer zurück in der zweithöchsten deutschen Fußball-Liga. Allerdings auch verbunden mit einigen Aufgaben, die der Klub in diesem Sommer erledigen muss.

    Der FCA hat gegen Cottbus eine positive Bilanz

    Im Stadion müssen die Flutlichtanlage ebenso renoviert werden wie die Auswechselbänke und das Podest für die Führungskamera des Fernsehens. Und dann geht es darum, einen schlagkräftigen Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Schon in Liga 3 soll Energie mit etwa zehn Millionen Euro Etat zu den finanzschwächsten Teams gezählt haben, da der Klub den Spiel- und Vereinsbetrieb als Ganzes finanzieren musste. Der Aufstieg allerdings sollte Energie für neue Sponsoren interessant gemacht haben, weshalb eine Erhöhung des Budgets als nicht ausgeschlossen gilt.

    Gesicht des Vereins ist und bleibt Claus-Dieter Wollitz. Der Trainer arbeitet bereits zum dritten Mal für Energie. Seine erste Zeit dauerte von 2009 bis 2011. In diese Jahre fielen auch die Zweitliga-Duelle mit dem FC Augsburg. Vier Partien gab es, zwei gewannen die Augsburger, eine Cottbus, eine endete unentschieden.

    Wollitz hätte damals Cottbus zurück in Liga 1 führen sollen, das misslang allerdings. Nach der Hinrunde der Saison 2011/12 kam es zur Trennung. Wollitz aber kehrte zurück. Im April 2016 saß er wieder auf der Trainerbank bei Energie. Sein Ziel diesmal: den Abstieg aus der dritten Liga zu verhindern. Er schaffte es nicht. Zwei Jahre später gelang immerhin der Wiederaufstieg. Der Aufenthalt in Liga drei war aber nur von kurzer Dauer. Zum 1. Januar 2020 folgte die erneute Trennung, Energie war da Tabellenführer der Regionalliga Nordost.

    Wollitz hat mit Schulterproblemen zu kämpfen

    Es war nicht das letzte Wirken von Wollitz in der Lausitz. Im Mai 2021 wurde er als neuer Coach für die Saison 2021/22 vorgestellt. In der Saison 2023/24 gelang der Aufstieg in die dritte Liga, in der abgelaufenen Runde nun die Rückkehr in Liga 2. Wollitz liebt und lebt den Fußball. Er ist leidenschaftlich und emotional. Er polarisiert aber auch sehr.

    Gerade schlägt sich der 60-Jährige mit Schulterproblemen herum und der schwierigen Frage, ob operieren oder vorerst nicht. Die Schmerzen hat Wollitz seit Monaten, eigentlich war die Operation direkt nach dem Saisonende geplant. Allerdings hätte die eine mehrmonatige Pause zur Folge. Auch deshalb zögert Wollitz wohl die Entscheidung noch weiter hinaus. Weil er weiß, dass das auch eine Umbesetzung auf der Trainerposition zur Folge haben könnte. Wollitz aber ist sportlich und emotional ein wichtiger Faktor für den Zweitliga-Aufsteiger.

    Es bleibt also spannend, ob der 60-Jährige im Pokal gegen den FCA auf der Bank sitzen wird. Die erste Runde ist für den 21. bis 24. August angesetzt.

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