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FC Augsburg: 3:2 - FCA holt Big Points im Abstiegskampf gegen den VfL Wolfsburg

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3:2 - FCA holt Big Points im Abstiegskampf gegen den VfL Wolfsburg

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    Rodrigo Ribeiro (Mitte) erzielte das zwischenzeitliche 1:1, am Ende siegte der FC Augsburg in Wolfsburg.
    Rodrigo Ribeiro (Mitte) erzielte das zwischenzeitliche 1:1, am Ende siegte der FC Augsburg in Wolfsburg. Foto: Swen Pförtner, dpa

    Vor Anpfiff beherrschten zwei Themen die Gesprächsrunden im Stadion des VfL Wolfsburg. Einerseits kündigte sich ein Negativrekord bezüglich der Zuschauerzahl an, andererseits wurde darüber diskutiert, ob Daniel Bauer der richtige Trainer für den Fußball-Bundesligisten ist. Beides dokumentierte, dass die Saison der Wolfsburger nicht nach Wunsch läuft. Und nun kam der FC Augsburg, der sich durch gute Ergebnisse Selbstbewusstsein geholt hatte. Für den VfL ein gefährlicher Gegner, weil er zwar nicht den Namen aber die Mittel mitbrachte, für einen weiteren unschönen Spieltag zu sorgen. Unangenehm und eklig in den Zweikämpfen, weniger auf Glanz denn auf Effektivität bedacht.

    Diesmal allerdings waren die Rollen lange umgedreht. Der FCA zeigte spielerisch eine ansprechende Leistung, während die Gastgeber effektiv waren. Am Ende siegte der FCA mit 3:2 (0:1) und holte Big Points im Abstiegskampf. Augsburg hat einen direkten Konkurrenten nicht nur auf Distanz gehalten und kann im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr, Sky) den nächsten riesigen Schritt Richtung Ligaverbleib machen.

    Augsburgs Trainer Manuel Baum hatte seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Erwartungsgemäß kehrte der Grieche Dimitrios Giannoulis auf die Linksverteidigerposition zurück. Robin Fellhauer wechselte auf die rechte Seite, Anton Kade nahm auf der Bank Platz. Den zweiten Wechsel nahm Baum im Angriff vor, dort ermöglichte er das Startelfdebüt des Portugiesen Rodrigo Ribeiro, der Michael Gregoritsch ersetzte. Mit dieser Umstellung verdeutlichte Baum die taktische Herangehensweise: mit kompakter Defensive, Balleroberungen und Umschaltmomenten wollte der Trainer Erfolg haben.

    FC Augsburg zeigt eine ordentliche Anfangsphase

    Der Spielverlauf war allerdings zunächst ein anderer. Die selbstbewussten Augsburger schoben sich den Ball zu, die verunsicherten Wolfsburger waren äußerst zurückhaltend in ihrem Pressing und ließen die Gäste gewähren. Ribeiros Kopfball stellte Wolfsburgs Torhüter Kamil Grabara vor keinerlei Probleme (5. Minute). Mehr Mühe hatte der Mann mit Maske bei einem scharfen Schuss von Han-Noah Massengo aufs kurze Eck (10.). Anschließend bugsierte VfL-Kapitän Yannick Gerhardt den Ball ans äußere Lattenkreuz (11.).

    Die Augsburger bestimmten das Spiel, verbuchten Ballbesitz und Eckstöße, ohne dass sich daraus weitere Torgefahr ergab. Wolfsburg suchte weiter nach seiner Linie, aus dem Nichts hatte der VfL die Chance zur Führung. Lovor Majer schickte den Ball übers FCA-Tor, nachdem ihn Christian Eriksen bedient hatte (28.). Das Spiel seiner Mannschaft war wenig erwärmend, dennoch entledigte sich Wolfsburgs Trainer Bauer seiner dicken Jacke. Wolfsburg war nun in der Partie angekommen, Eriksen schoss über die Latte (35.). Auf der anderen Seite verfehlte Mert Kömür knapp einen Treffer (37.). Mit Schüssen aus der Distanz näherten sich die Teams einem Treffer, FCA-Torwart Finn Dahmen benötigte beide Fäuste nach einem Gewaltakt von Denis Vavro (40.).

    VfL Wolfsburg geht kurz vor der Pause in Führung

    Wolfsburg nutzte das aufkeimende Momentum – und ging sogleich in Führung. Eriksen schlug nach Dahmens Tat die Ecke, Kömür kam nicht an den Ball und FCA-Kapitän Keven Schlotterbeck gegen Gerhardt zu spät. Dieser nickte aus kurzer Distanz die Kugel zum 1:0 ins Netz (41.). Die Augsburger hatten aus ihrer guten Anfangsphase zu wenig Kapital geschlagen und erhielten dafür kurz vor der Pause die Quittung.

    Der FCA war nun in der Bringschuld, musste seine defensive Haltung aufgeben und in die Offensive investieren. Als Alexis Claude-Maurice im Wolfsburger Strafraum zu Boden ging, forderten die Augsburger einen Elfmeter. Der Pfiff von Schiedsrichter Daniel blieb aber aus. Augsburg war wieder aktiv wie zu Beginn des Spiels, nur dieses Mal belohnte es sich. Nach einer weiteren gefälligen Kombination in des Gegners Hälfte zerschnitt Claude-Maurice mit dem finalen Pass die VfL-Abwehr. Ribeiro hatte bei seinem Abschluss ein wenig Glück, tunnelte aber Grabara zum 1:1 (59.). Der eingewechselte Marius Wolf hatte die Augsburger Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp (69.).

    Mitten hinein in diese aussichtsreiche Phase platzierte Wolfsburg seinen zweiten Treffer. Augsburg ließ sich auskontern, den leicht in den Rücken gespielten Querpass von Mohamend Amoura brachte Kento Shiogai im FCA-Tor zum 2:1 unter (71.). Die Augsburger allerdings bewiesen einmal mehr in dieser Saison, dass sie sich von einem Rückstand erholen können. Dabei half ihnen Wolfsburgs Abwehrchef Vavro, der eine Flanke mit ausgestreckter Hand abwehrte. Den fälligen Strafstoß verwandelte der eingewechselte Gregoritsch sicher zum 2:2 (87.). Und in der Nachspielzeit kam es noch besser. Der ebenfalls eingewechselte Elvis Rexhbecaj traf auf Vorlage von Claude-Maurice zum Sieg (90.+3).

    Mit drei Punkten im Gepäck flogen die Augsburger am Samstagabend nach Hause.

    Augsburg Dahmen - Banks, Schlotterbeck, Zesiger - Fellhauer (79. Ogundu), Massengo (68. Rexhbecaj), Jakic, Giannoulis (68. Wolf) - Kömür (57. Rieder), Claude-Maurice - Ribeiro (79. Gregoritsch)

    Tore 1:0 Gerhardt (41.), 1:1 Ribeiro (59.), 2:1 Shiogai (71.), 2:2 Gregoritsch (87./HE), 2:3 Rexhbecaj (90.+3) Schiedsrichter Schlager (Gernsbach) Zuschauer 19.631

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