Es ist keine Schande, als FC Augsburg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfB Stuttgart auszuscheiden. Und der FCA hat sich auch keineswegs blamiert, sondern gut verkauft. Gegen einen Klub, der andere Ressourcen und Ansprüche als die Augsburger hat. Alleine der Marktwert des Kaders beträgt beim VfB 333 Millionen Euro. Bei FCA sind es gerade mal 93 Millionen. Und es stimmt eben nicht, dass Geld keine Tore schießt. Der VfB ist Vizemeister.
VfB Stuttgart wirkte im DFB-Pokal nicht souverän
Trotzdem macht es den Reiz des Pokals aus, dass der Kleinere den Großen in einem Spiel eins auswischen kann. Der VfB war einer dieser Kandidaten nach drei Niederlagen. Selbst mit dem 1:0 im Rücken wirkte der VfB nicht sehr souverän. Der FCA konnte diese Unsicherheit nicht nützen.
Der FC Augsburg verliert diszipliniert
Man kann den FCA-Spielern nicht vorwerfen, dass sie nicht gekämpft hätten. Was aber in der Schlussphase gefehlt hat, war dieses Anarchische, dieses Chaotische. FCA-Trainer Jess Thorup hatte zwar personell auf Offensive gesetzt, doch seine Spieler nicht richtig von der Leine gelassen. Man spielte weiter diszipliniert. So verlor der FCA ein 50:50-Spiel nur mit 0:1. Es ist in der Liga legitim, wenn jeder Punkt zählt, so auf einen Lucky Punch zu hoffen. Doch in einem Pokalspiel, in dem es nur Weiterkommen oder Ausscheiden gibt, gab es am Ende nicht dieses, losgelöst von allen taktischen Zwängen, nach vorn stürmen. Der FCA ist mit gerade mal zwei Chancen ausgeschieden. Das ist keine Schande, aber es war schade.
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