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FC-Augsburg-Geschäfsführer Michael Ströll: „Wir müssen den Turnaround schaffen“

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FCA-Boss Ströll: „Wir müssen den Turnaround schaffen“

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    Präsident Markus Krapf (von links), Geschäftsführer Michael Ströll und Sportdirektor Benjamin Weber stellten sich beim Neujahrsempfang den Fragen von Moderator Michael Leopold.
    Präsident Markus Krapf (von links), Geschäftsführer Michael Ströll und Sportdirektor Benjamin Weber stellten sich beim Neujahrsempfang den Fragen von Moderator Michael Leopold. Foto: FC Augsburg

    Michael Ströll spazierte von Tisch zu Tisch. Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört. Der Geschäftsführer des FC Augsburg wollte mit vielen Menschen in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen. Der Fußball-Bundesligist hatte am Dienstagabend im Augsburger Kesselhaus zum Neujahrsempfang geladen.

    Zuversicht, obwohl Klassenerhalt für den FC Augsburg in Gefahr scheint

    Wichtige Partner und Sponsoren saßen in der Event-Location an festlich geschmückten Tischen. Die Stimmung war entspannt, auch in den Gesprächsrunden auf der Bühne. Dabei gäbe es durchaus Grund, sich um den FC Augsburg zu sorgen. Der Klassenerhalt in der Bundesliga scheint in Gefahr, was sich an Rang 15 in der Tabelle ablesen lässt. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, vier auf die beiden Abstiegsränge. Kein wirklich beruhigendes Polster.

    Ströll aber ging es an diesem Abend auch darum, Zuversicht auszustrahlen. „Den Grundoptimismus darf man sich nie nehmen lassen“, sagte der Geschäftsführer. In diesem Moment stand er weit oben über seinen Gästen. Auf einer Galerie blickte er auf die Festgesellschaft hinab. Dort saßen auch Trainer Manuel Baum, Sportdirektor Benjamin Weber und die Spieler Finn Dahmen, Jeffrey Gouweleeuw, Keven Schlotterbeck und Michael Gregoritsch.

    Der FCA hat seine Leistungen stabilisiert

    Sie alle mischten sich unter die Gäste. Mussten darüber sprechen, was in dieser Saison bislang schiefgelaufen ist. Warum der Trainerwechsel von Sandro Wagner zu Manuel Baum nötig war. Und wie ein weiteres Jahr Fußball-Bundesliga gesichert werden soll. Jeder sei sich der Lage bewusst, betonte Sportchef Weber. „Es wird nichts schöngeredet. Es gibt aber viele gute Dinge, auf denen wir aufbauen wollen“, meinte er.

    Natürlich sei ihm bewusst, dass Punkte fehlen. Zuletzt aber hätten sich mit Ausnahme der 0:4-Niederlage in Mönchengladbach die Leistungen stabilisiert. „Wir haben gegen gute Gegner mitgehalten“, sagte er. Der Punktezuwachs aber war dürftig, was den Druck in den kommenden Wochen erhöht. „Wenn wir so weitermachen und das nötige Glück haben, werden wir mehr Punkte haben“, zeigte sich Weber überzeugt. Das mit den Punkten aber könnte noch dauern, steht doch am Samstag die Partie beim FC Bayern an. Wenngleich Weber sagte: „Wir fahren auch nach München, um zu punkten und nicht nur ein Gast zu sein.“

    Seit fünf Partien warten die Augsburger auf einen Sieg. Trotz dieser Serie bewerten sowohl Ströll als auch Weber den Wechsel von Wagner zu Baum als positiv. „Die Spieler fühlen sich aktuell in einer guten Verfassung“, sagte Weber. Und Ströll ergänzte: „Wir bewerten auch die Leistungen.“ Und die seien mit Ausnahme Mönchengladbach besser geworden.

    Was bleibt, ist Tabellenplatz 15. Und womöglich ein verlorenes Jahr, weil sich die erhofften Entwicklungen nicht umsetzen ließen? Da widersprach Weber. „Jedes Jahr bringt Erfahrungen. Im gesamten Verein entwickeln sich gute Dinge“, sagte der Sportchef. Jetzt gehe es darum, möglichst schnell Planungssicherheit zu schaffen. Mit dem Erreichen des Klassenerhalts. Sollte der geschafft sein, ließe sich die Planung für die nächste Saison angehen. „Je früher wir planen können, desto wahrscheinlicher ist es, auch nächste Saison erfolgreich sein zu können“, sagte Weber.

    Momentan aber stehen noch die personellen Weichenstellungen für die restlichen Partien in dieser Saison an. Nach wie vor sucht der FCA einen Innenverteidiger, in den nächsten Tagen könnte Arthur Chaves verpflichtet werden. Auch Abgänge sind noch möglich. Zudem laufen im Sommer einige Verträge aus, wie etwa von Jeffrey Gouweleeuw, Arne Maier oder Elvis Rexhbecaj. Auch hier finden Gespräche statt. Auf die Inhalte aber wollte Weber nicht eingehen.

    Wirtschaftlich ist der FCA kerngesund

    Der FCA befindet sich im Kampf gegen den Abstieg. Das sei jedem klar, versicherte Ströll. „Da müssen wir uns wehren und uns von hinten absetzen“, sagte der Geschäftsführer. Der Augsburger Vorteil sei, solche Situationen zu kennen. „Jetzt müssen wir wieder den Turnaround schaffen“, so Ströll.

    Wirtschaftlich werden die Augsburger die Runde mit einem großen Minus beenden. Das hatte Ströll bereits bei der Mitgliederversammlung angekündigt. Das bestätigte er nun. „Das ist kalkuliert. Trotzdem haben wir die Möglichkeit, noch einmal personell nachzulegen“, betonte der Geschäftsführer, „da wir in der Vergangenheit gut gewirtschaftet haben, können wir uns auch Jahre ohne Gewinn leisten.“

    Zumal zuletzt vor allem durch die eigenen Nachwuchsspieler Mert Kömür und Noahkai Banks Spielerwerte generiert wurden. „Um die wirtschaftliche Stabilität des Klubs muss sich keiner Sorgen machen“, sagte Ströll. Um den Klassenerhalt schon eher. „Der ist die Basis von allem“, sagte Ströll. „Im ersten Schritt ist es wichtig, dass wir uns so früh wie möglich von hinten entfernen. Dann schauen wir, wie weit es gehen kann“, sagte er. Optimismus strahlte er an diesem Abend zweifelsfrei aus.

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