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FC Augsburg setzt wohl auf Gregoritsch und beendet Ducksch-Gerüchte

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FCA sagt Ja zu Gregoritsch und Nein zu Ducksch und Ibrahimovic

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    Michael Gregoritsch  will mit Österreich bei der WM für Furore sorgen. Zuvor soll aber seine berufliche Zukunft geklärt sein.
    Michael Gregoritsch will mit Österreich bei der WM für Furore sorgen. Zuvor soll aber seine berufliche Zukunft geklärt sein. Foto: WITTERS

    Als Michael Gregoritsch am Donnerstag mit der österreichischen Nationalmannschaft den Flug Richtung USA und damit Richtung Weltmeisterschaft antrat, hatten der 32-Jährige und seine Teamkollegen turbulente Tage hinter sich. Der 1:0-Härtetest gegen Tunesien im Wiener Ernst-Happel-Stadion bot die volle Palette an Hiobsbotschaften. Erst verletzte sich Christoph Baumgartner beim Aufwärmen schwer am Oberschenkel und fällt für das gesamte Turnier in Nordamerika aus. Dann musste Kapitän David Alaba zur Halbzeit angeschlagen in der Kabine bleiben. Zu allem Überfluss sah Konrad Laimer in der 36. Minute wegen eines Handspiels als letzter Mann auch noch die Rote Karte.

    Nur gut, dass die eigentlich geplante Generalprobe im Rose Bowl Stadium von Los Angeles gegen Guatemala vor kurzem durch den Gegner abgesagt worden war. So kann sich das ÖFB-Team in Ruhe auf den Turnierstart am 14. Juni gegen Jordanien vorbereiten.

    Bis dann wird sich wohl auch Gregoritsch, wie von ihm gewünscht, voll auf das Turnier konzentrieren können. Denn der FCA wird aller Wahrscheinlichkeit nach nächste Woche die Kaufoption ziehen und den Österreicher für 500.000 Euro vom dänischen Erstligisten Brøndby IF verpflichten.

    Gerüchte über Marvin Ducksch und Arijon Ibrahimovic sind nicht mehr als Gerüchte

    Dann werden wohl auch die Spekulationen um weitere Neuzugänge in der Sturmzentrale erst einmal zurückgehen. Denn mit der festen Verpflichtung von Gregoritsch wäre die Personalplanung in der Sturmmitte erst einmal abgeschlossen. Zuletzt wurde der FCA mit Marvin Ducksch und Arijon Ibrahimovic in Verbindung gebracht. Der Ex-Werderaner Ducksch, der beim englischen Zweitligisten Birmingham City unter Vertrag steht, war intern beim FCA zu keinem Zeitpunkt ein ernsthaftes Thema.

    Ein Transfer von Arijon Ibrahimovic wäre eine Nummer zu groß für den FCA

    Ebenso substanzlos präsentieren sich die Spekulationen rund um eine Verpflichtung von Arijon Ibrahimovic. Das 20-jährige Sturmtalent war vom FC Bayern München an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen und hat dort überzeugt. Ein möglicher Transfer hat mittlerweile eine finanzielle Dimension erreicht, die eine Nummer zu groß für das Budget des FCA wäre. Das heißt jetzt nicht, dass der FCA bei einem Schnäppchen auch in dieser Personalabteilung schwach werden würde, doch dringender Handlungsbedarf besteht dort mit dem Trio Gregoritsch, Rodrigo Ribeiro und Uchenna Ogundu nicht mehr.

    Michael Gregoritsch zeigt sich bei seinem zweiten Anlauf beim FCA gereift

    Denn der Österreicher präsentierte sich in seinem zweiten Anlauf beim FCA enorm gereift. Er hat sich mit der Rolle als Teilzeit-Stürmer arrangiert, der nicht zwingend in jeder Partie von Beginn an auf dem Platz steht. Trotzdem erzielte er nach seiner Leihe im Winter sechs Treffer. Er stellt sein Ego in den Dienst der Mannschaft und ergänzt das taktische Portfolio mit den beiden jungen Wilden.

    Die jungen Wilden im FCA-Sturm: Rodrigo Ribeiro und Uchenna Ogundu

    Ribeiro, das portugiesische Sturmjuwel, wurde für fünf Millionen Euro fest von Sporting Lissabon verpflichtet. Während der 21-Jährige mit seiner enormen Schnelligkeit, Dynamik und dem tiefen Spiel die gegnerischen Ketten übersprintet, fungiert Gregoritsch als physischer Zielspieler.

    Rodrigo Ribeiro hat beim FC Augsburg überzeugt.
    Rodrigo Ribeiro hat beim FC Augsburg überzeugt. Foto: Harry Langer, dpa

    Er bindet die Innenverteidiger, schafft durch sein starkes Festmachen von Bällen Räume. Uchenna Ogundu, der 20-jährige Nigerianer, den der FCA seit dem Winter an die Bundesliga herangeführt hat, bringt zusätzliche Wucht, Zug in die Tiefe und ein extremes Tempo über die Außenbahnen oder das Zentrum ein. Dazu hätte der FCA ja auch noch Leihspieler Steve Mounié (Alanyaspor) in der Hinterhand.

    Trainerwechsel bei Brøndby IF war nicht gut für Michael Gregoritsch

    Warum Brøndby IF und Gregoritsch trotz Vertrags bis 2028 keinen Wert mehr auf eine Zusammenarbeit legen, erklärt Ole Hoffskov von Tipsbladet mit taktischen und strategischen Gründen: „Nach ein paar Spielen verpflichtete Brøndby im September einen neuen Trainer, Steve Cooper. Er bevorzugte eine andere Art von Stürmer, einen schnellen Stürmer, was nicht die Stärke von Michael ist.“ Cooper wurde Ende Mai entlassen.

    Sturmtalent Jacob Ambæk benötigte Spielpraxis

    Zudem kollidierte Gregoritsch mit der Philosophie des dänischen Clubs. Brøndbys Strategie sei es, so Hoffskov, junge Spieler auszubilden und gewinnbringend zu verkaufen. Das größte Sturmtalent des Vereins ist derzeit der 18-jährige Jacob Ambæk, der konsequent Spielpraxis erhielt. Da Brøndby mit nur einer einzigen Sturmspitze agierte, wurde Gregoritsch zum Leidtragenden dieses Jugendkonzepts. Der FC Porto soll an Ambæk interessiert sein. Brøndby soll eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro für das dänische Juwel aufgerufen haben. Da ist Gregoritsch ein wahres Schnäppchen.

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