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FC Augsburg siegt gegen St. Pauli mit Doppelpack von Gregoritsch

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2:1 gegen St. Pauli: Gregoritsch trifft doppelt beim Arbeitssieg

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    Michael Gregoritsch (links)wurde für den FC Augsburg gegen den FC St. Pauli zum Matchwinner. Er erzielte beide Treffer zum 2:1-Erfolg.
    Michael Gregoritsch (links)wurde für den FC Augsburg gegen den FC St. Pauli zum Matchwinner. Er erzielte beide Treffer zum 2:1-Erfolg. Foto: Harry Langer, dpa

    Bedeutende Wochen warten auf den FC Augsburg. Etliche Gegner und Spiele, in denen der Fußball-Bundesligist dem erneuten Ligaverbleib nahekommen kann. Die erste dieser wegweisenden Begegnungen war das Heimspiel gegen den kriselnden FC St. Pauli. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum tat sich enorm schwer, nachdem sie eine Woche zuvor den FC Bayern München geschlagen hatte. Zumindest erfüllte sie ihre Pflicht, siegte 2:1 (1:1) und sammelte wichtige Punkte für den Ligaverbleib. Mann des Tages war Michael Gregoritsch, der beide Treffer erzielte. In einer Woche wartet die nächste bedeutungsschwangere Begegnung, diesmal beim FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr, Sky).

    Trainer Manuel Baum nahm in seiner Startelf drei Änderungen vor. Noakhai Banks kehrte nach seiner Gelb-Sperre zurück und ersetzte Cedric Zesiger. Im Angriff bekam Michael Gregoritsch seine Chance als Zielspieler. Zu einem dritten Tausch war Baum verletzungsbedingt gezwungen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte er angedeutet, dass der Einsatz von zwei Spielern fraglich sei. Zu diesen hatte Linksverteidiger Dimitrios Giannoulis gezählt, der nun wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. Ihn ersetzte Marius Wolf. Nicht im Kader stand einmal mehr Arne Maier. Nach Informationen unserer Redaktion steht er kurz vor einem Wechsel zum ungarischen Erstligisten Ujpest Budapest.

    St. Pauli tritt erstaunlich angriffslustig auf

    Anders als vermutet legten die Hamburger Gäste einen erstaunlich offensiven Anfang hin. Statt abzuwarten, erzeugten sie Druck auf Augsburgs Defensive, die ein wenig überrascht wirkte. Nach wenigen Minuten blockte Banks in höchster Not einen Schuss von Manolis Saliakas (5.). Die FCA-Abwehr sortierte sich, ohne die Gäste in den Griff zu bekommen. Vor allem der wendige Danel Sinani schlich sich wiederholt in Zwischenräume, in denen er schwerlich zu fassen war.

    So war wenig überraschend dieser Spieler an der bis dato größten Torchance beteiligt. FCA-Verteidiger Arthur Chaves verlor eine Laufduell, den Querpass musste Sinani lediglich über die Linie drücken, doch zielte er zu ungenau und ließ FCA-Torwart Finn Dahmen die Abwehrchance (14.). Augsburg wirkte lethargisch, hatte jedoch postwendend die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen. Alexis Claude-Maurice lief allein aufs Tor der Paulianer zu, schob den Ball aber an den linken Pfosten (15.). Der FCA erwachte und hatte durch Michael Gregoritsch eine weitere Gelegenheit. Seinen Freistoß aus zentraler Position parierte Gästekeeper Nikoal Vasilj (19.).

    Marius Wolf verursacht einen Strafstoß

    Die Partie wurde nun immer munterer und ereignisreicher. Chaves verlor ein weiteres Laufduell, bügelte seinen Fehler allerdings noch aus, indem er den Ball, von Ricky-Jade Jones Richtung Tor gedrückt, kurz vor der Torlinie spektakulär klärte (28.). Kurz darauf gingen die Gäste in Führung. Voraus ging eine äußerst diskutable Szene: Wolf spielte erst den Ball, traf dann aber mit gestrecktem Bein Saliakas am Schienbein. Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Strafstoß – zum Ärger der Augsburger. Wolf und Trainer Baum sahen die Gelbe Karte, Stegemann blieb aber bei seiner vertretbaren Entscheidung.

    Der Video Assistent Referee (VAR) schaltete sich nicht ein, weil es sich um keine klare Fehlentscheidung handelte. Sinani nutzte die Chance und traf aus elf Metern zum 0:1 (32.). Alexander Feuerherdt, Sprecher der DFB-Schiedsrichter-Organisation, erklärte in der Halbzeitpause auf Sky-Nachfrage, Wolfs Bewegung Richtung Schienbein sei für den Strafstoß ausschlaggebend gewesen. Die Augsburger schüttelten sich – und schlugen dann zurück. Claude-Maurice schickte den Ball per Eckstoß in den Fünfmeterraum. Dort durfte Gregoritsch unbedrängt zum 1:1 einnicken (41.). Nach einer dürftigen ersten Hälfte gingen die Augsburger zumindest mit einem Unentschieden in die Pause.

    Baum musste wechseln, den angeschlagenen Chaves ersetzte Yannik Keitel in der Innenverteidigung. An der Statik des Spiels änderte sich zunächst wenig. Augsburg investierte nun mehr in seine Offensivaktionen, wirkte aber selten durchschlagskräftig. Stattdessen bot sich den Hamburgern die Chance, erneut für einen Schockmoment unter den Augsburger Fans zu sorgen. Doch Sinani jagte den Ball übers Augsburger Gebälk (52.).

    Vorlagengeber Claude-Maurice und Torschütze Gregoritsch entscheiden die Partie

    Eine Einzelaktion sollte den FCA in die Spur bringen. Claude-Maurice ließ seine Fähigkeiten aufblitzen, indem er Gregoritsch fein mit einem Steckpass bediente. Der Österreicher tat, wofür er im Winter aus Dänemark zurück in die Bundesliga geholt worden war: Aus kurzer Distanz schob er die Kugel überlegt ins lange Eck zum 2:1 (59.). Augsburg hatte nun die Trümpfe in der Hand. Ließ aber die Souveränität vermissen, die Partie zu entscheiden. Baum stärkte die Defensive, brachte Pedersen sowie Zesiger und beorderte Keitel ins defensive Mittelfeld.

    Konzentriert und konsequent sollte der knappe Vorsprung verteidigt werden. Dieses Vorhaben gelang, weil die Augsburger die in den letzten Minuten wieder aktiver nach vorne spielten und so die Paulianer von ihrem Tor fernhielten. Und ganz am Schluss hatte der FCA auch noch das Glück auf seiner Seite, als Dahmen einen abgefälschten Torschuss festhalten konnte.

    Augsburg Dahmen - Chaves (46. Keitel), K. Schlotterbeck, Banks - Fellhauer, Massengo, Rexhbecaj (77. Zesiger), M. Wolf (77. Pedersen), Rieder (60. Kade), Claude-Maurice - Gregoritsch (84. Essende)

    Tore 0:1 Sinani (32./FE), 1:1 Gregoritsch (41.), 2:1 Gregoritsch (59.) Schiedsrichter Stegemann (Niederkassel) Zuschauer 30.660

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