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FC Augsburg sucht Trainer: Hasenhüttl, Hütter und Rose als Kandidaten

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Hasenhüttl, Hütter oder Rose? Wer folgt auf Wagner?

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    Ralph Hasenhüttl war zuletzt Trainer beim VfL Wolfsburg. Nun ist er ein möglicher Nachfolger von Sandro Wagner beim FC Augsburg.
    Ralph Hasenhüttl war zuletzt Trainer beim VfL Wolfsburg. Nun ist er ein möglicher Nachfolger von Sandro Wagner beim FC Augsburg. Foto: Tim Groothuis, Witters

    Gut vernetzt zu sein, das schadet nie. Benjamin Weber genießt in der Fußballbranche den Ruf, ein ziemlich guter Netzwerker zu sein. Über die Jahre ist der 42-Jährige in seinem Business viel herumgekommen. Er arbeitete in Mainz, Dortmund, Paris und London, in Paderborn und jetzt in Augsburg. Reichlich Gelegenheiten also, Menschen kennenzulernen, Nummern zu tauschen und Kontakte zu pflegen. Das hilft Weber an seinem aktuellen Arbeitsplatz ungemein.

    Seit Sommer leitet er den sportlichen Bereich des FC Augsburg. Jetzt, ein knappes halbes Jahr später, muss er in dieser Funktion eine erste weitreichende Entscheidung treffen. Sandro Wagner hatte Geschäftsführer Michael Ströll hauptverantwortlich von einem Engagement in Augsburg überzeugen können. Hypothetisch, ob Weber den streitbaren Trainer ebenfalls verpflichtet hätte. Wagner jedenfalls war schon da, ehe Weber kam. Wagner ist in Augsburg Geschichte und so stellt sich die Frage, wen Weber nun als dessen Nachfolger an die Seitenlinie holt.

    Nur wenige Namen kursieren in der Gerüchteküche

    Durch die Installation von Manuel Baum als Überganstrainer hat sich der Fußball-Bundesligist Zeit verschafft. Erst im neuen Jahr soll der künftige Coach seine Arbeit aufnehmen. Zugleich ist der Handlungsrahmen eng gesteckt. Noch vor Weihnachten wollen die Verantwortlichen Vollzug melden. Und im Winter ist der Trainermarkt nicht üppig mit heißer Ware bestückt. Wohl ein Grund, warum wenige Namen kursieren, wer künftig den FCA betreut. Genannt wird wiederholt Ralph Hasenhüttl. Der 58-jährige Österreicher ist seit rund einem Jahr ohne Job, damals musste er vorzeitig beim VfL Wolfsburg gehen. Wie zu hören ist, soll Hasenhüttl nicht ganz oben auf der Augsburger Kandidatenliste stehen, er könnte aber aus Mangel an Alternativen noch erste Wahl werden.

    Sportdirektor Weber möchte sich nicht an Spekulationen beteiligen. Nach dem Spiel in Frankfurt beschrieb er lediglich den Prozess, der die Findungsphase begleitet. „Es ist nicht kompliziert, weil wir eine Ausrichtung haben. Entsprechend ist jedem klar, was zu uns passen könnte und wie wir uns aufzustellen haben. Wir handeln in der Strategie des Vereins.“ Gesucht wird folglich ein Trainer, der den eingeschlagenen Weg fortsetzt. Der junge Spieler weiterentwickelt und mit der Mannschaft eine attraktive Spielweise praktiziert. Wagner übertrieb es mit seinem Ansatz des aktiven Verteidigens, doch in angepasster Version soll der neue Trainer an dieser Spielphilosophie festhalten.

    Pellegrino Matarazzo zieht es wohl nach Spanien

    Diese Anforderungen hätten zu Pellegrino Matarazzo gepasst. Die Verantwortlichen des FCA haben seit jeher eine hohe Meinung vom 48-Jährigen mit italienischen und amerikanischen Wurzeln. In Stuttgart und später in Hoffenheim vertraute Matarazzo einem System mit Dreierkette und offensiven Außenbahnspielern. Auf dieser Grundordnung basiert aktuell auch die Augsburger Herangehensweise. Matarazzo allerdings steht unmittelbar vor einem Engagement beim spanischen Erstligisten Real Sociedad. Laut Sportzeitung Marca haben sich der Klub und der bis dato vereinslose Trainer bereits mündlich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Als Augsburger Coach scheidet Matarazzo somit aus.

    Für den Arbeitsplatz in San Sebastian soll sich auch Marco Rose interessiert haben. Im März war er bei RB Leipzig entlassen worden, davor hatte er in der Bundesliga die Borussias aus Mönchengladbach und Dortmund angeleitet. Fernab von Gehaltsvorstellungen dürfte sich Rose die Frage stellen, ob der FCA sich mit seinem Selbstverständnis verträgt. Gleiches gilt für Adi Hütter. Der 55-Jährige dirigierte zuletzt im Fürstentum Monaco und führte die dortige AS zurück in die nationale Spitze und Champions League. Ob der FC Augsburg eine Station auf dem Karriereweg ist? Fraglich. Zugleich können die Trainer derzeit ebenso wenig wählerisch sein wie die Klubs.

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