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FC Augsburg: Tietz bringt nach Wechsel neue Impulse für Mainz

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Phillip Tietz zum Wiedersehen mit dem FCA: „Natürlich ist es etwas Besonderes“

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    Phillip Tietz ist nach seinem Wechsel zum FSV Mainz 05 schnell angekommen. Nun trifft der Stürmer auf seinen Ex-Klub FC Augsburg.
    Phillip Tietz ist nach seinem Wechsel zum FSV Mainz 05 schnell angekommen. Nun trifft der Stürmer auf seinen Ex-Klub FC Augsburg. Foto: Torsten Silz, dpa

    Phillip Tietz, 28, ist ein geradliniger Typ. Einer, der sich mit seiner direkten Art schnell in einer neuen Umgebung zurechtfindet. Der wenig Eingewöhnungszeit benötigt. Entscheidend dafür, wie schnell ein Neuzugang in einem anderen Verein ankommt, ist aber auch, ob er vom ersten Tag an Erfolg hat. Tietz bringt derzeit also einiges mit, warum er beim FSV Mainz 05 als echte Verstärkung gilt. Mit drei Vorlagen und einem Treffer hat er dazu beigetragen, dass die Mainzer im Kampf um den Klassenerhalt als Mannschaft der Stunde gelten. Drei Siege hat die Mannschaft von Trainer Urs Fischer seit Jahresbeginn in der Fußball-Bundesliga geholt. Davor war es in der gesamten Saison nur einer: das 4:1 beim FC Augsburg.

    Tietz stand damals auf dem Rasen. Allerdings noch im Trikot des FCA. Wenn beide Klubs nun in der Rückrunde aufeinandertreffen (Samstag, 15.30 Uhr, Sky), bedeutet das für Tietz ein schnelles Wiedersehen mit dem Ex-Klub, für den er zweieinhalb Jahre spielte. „Natürlich ist es etwas Besonderes, weil ich vor gut anderthalb Monaten noch in Augsburg war“, betonte der Angreifer jüngst im Kicker. In Augsburg hat er unter vier unterschiedlichen Trainern gearbeitet. Freundschaften haben sich entwickelt, speziell zu Torhüter Finn Dahmen und Verteidiger Cedric Zesiger pflegt er ein enges Verhältnis.

    Beim FC Augsburg erlebt Phillip Tietz schwierige Monate

    Tietz hatte in Augsburg gute Phasen, die letzte zählte nicht dazu. Weder unter Sandro Wagner noch unter Manuel Baum war der Strafraumstürmer ein Faktor. Tietz beschreibt diese Monate als schwierig, hegt aber keinen Groll. Er hätte sich mit der Situation arrangiert. Zugleich sagte er im Interview: „Ich will mich natürlich von meiner besten Seite zeigen.“

    Die Entscheidung, im Winter zu wechseln, reifte bei Tietz früh. Auch der Trainerwechsel in Augsburg änderte nichts mehr. Sein Entschluss, gehen zu wollen, sei schon zuvor gefallen. Außerdem hätte der Spieler nicht den Eindruck gehabt, dass der FCA ihn unbedingt halten wollte. Beide Seiten sahen in der Trennung letztlich wohl eher einen alltäglichen Vorgang im Profigeschäft. Dazu passt Baums Aussage vor dem Spiel. Auf Tietz angesprochen erklärte er: „Die Entscheidung ist so getroffen worden, das war eine beidseitige Thematik. Ich habe auf ihn keinen Einfluss mehr. Das Allerwichtigste ist, dass wir uns auf die Spieler konzentrieren, die da sind.“

    In Mainz dagegen passte für Tietz schnell vieles zusammen. Kontakte zu Augsburgs Ligakonkurrent bestanden bereits vor der Verpflichtung von Trainer Urs Fischer. Tietz berichtete von mehreren Optionen, auch der FC Toronto aus der amerikanischen Major League Soccer (MLS) hatte Interesse. Nach dem Anruf seines Beraters und dem Telefonat mit FSV-Sportdirektor Niko Bungert hat sich Tietz schnell entschieden. Jetzt habe er wieder „extrem viel Spaß und Freude am Fußball“. Mit Nationalspieler Nadiem Amiri hat er in seinem neuen Team bereits einen engen Freund gefunden.

    Phillip Tietz spürt die Erwartung, die mit der hohen Ablösesumme verbunden ist

    Dass der FCA Tietz keine Steine in den Weg legte, bedingte sich vor allem in der hohen Ablösesumme. Vier Millionen Euro erhielt Augsburg, durch Bonuszahlungen kann sich die Summe noch um maximal 750.000 Euro erhöhen. Vom SV Darmstadt kam Tietz im Sommer 2023 für rund die Hälfte zum FCA. Die mit der Summe verbundenen Erwartungen auszublenden, sei nicht einfach, meinte Tietz. Er versuche aber, die Debatte von sich fernzuhalten.

    Sportlich hat Mainz zuletzt gepunktet, Fischers Plan greift. Der Schweizer gilt als Trainer, der Stabilität über Spektakel stellt. Man sei keine Übermannschaft, so Tietz. Aber: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Jeder kämpft für den anderen.“ Man sei „ein eingeschworener Haufen“. Mainz hat sich im Winter verstärkt, hat neben Tietz unter anderem für die Offensive Silas (VfB Stuttgart/Ablöse 150.000 Euro) und Sheraldo Becker (CA Osasuna/Leihe) geholt. Während Tietz in Augsburg ein Opfer des Konkurrenzkampfes war, hat er in Mainz bislang jedes seiner fünf Spiele von Beginn an als Stammkraft absolviert.

    Für den Stürmer, der in Augsburg in der Hierarchie zuletzt nach hinten gerutscht war, bedeutete der Wechsel eine Chance, seine ins Stocken geratene Karriere wieder in Schwung zu bringen. Bislang ist ihm dies absolut gelungen. Sein Vertrag läuft bis 2028 und beinhaltet eine Option. Persönliche Ziele wie Torquoten steckt er sich öffentlich nicht, Priorität genießt der Erfolg mit der Mannschaft und der Klassenerhalt. Punkte gegen den Ex-Verein würden helfen. Vor und nach dem Spiel wird er mit manchem ehemaligen Kollegen scherzen, während der Partie wird sich Tietz seiner Spielart entsprechend zerreißen.

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