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FCA-Trainer Thorup will gegen Berlin Blut an den Knien sehen – und reagiert auf das Sandro-Wagner-Gerücht

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Thorup will gegen Union Blut an den Knien sehen – und reagiert auf Wagner-Gerücht

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    Gegen den VfB Stuttgart ging der FC Augsburg zuletzt mit 0:4 unter. FCA-Trainer Jess Thorup will zuhause gegen Union Berlin nun ein versöhnliches Saisonende erreichen.
    Gegen den VfB Stuttgart ging der FC Augsburg zuletzt mit 0:4 unter. FCA-Trainer Jess Thorup will zuhause gegen Union Berlin nun ein versöhnliches Saisonende erreichen. Foto: Tom Weller, dpa

    Die Rückrunde ist für den FC Augsburg zuletzt nicht mehr so gelaufen, wie es sich Trainer Jess Thorup und die Verantwortlichen gewünscht hätten. Nach der langen Serie von ungeschlagenen Spielen, geriet der FCA zuletzt ins Stolpern. Durch drei Niederlagen in Folge hat das Team nichts mehr mit dem europäischen Geschäft zu tun. Die 0:4-Klatsche zuletzt gegen den VfB Stuttgart war für die Stimmung ein weiterer Dämpfer. Zum Saisonende soll deshalb ein Sieg her.

    Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison trifft der FCA am Samstag auf Union Berlin (15.30 Uhr, Sky). Während es Gerüchte darüber gibt, dass Sandro Wagner als Trainer in Augsburg übernehmen könnte, will Thorup erstmal ein versöhnliches Saisonende. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union sprach Thorup am Donnerstag ...

    ... über das Spiel des FC Augsburg gegen Stuttgart:

    „Rückblick auf das Spiel in Stuttgart: Was für mich sehr unglücklich gelaufen ist, war das frühe Gegentor und danach die Rote Karte. Wir hatten uns eigentlich stabilisiert, ordentlich mitgespielt in der ersten Halbzeit, aber dann kam das zweite Gegentor am Anfang der zweiten Halbzeit. Da war das Spiel mehr oder weniger zu Ende leider.“

    ... über das Abschlussspiel gegen Union Berlin:

    „Jetzt gucken wir nach vorne. Wir haben unser letzten Spiel gegen Union Berlin und da ist unser Ziel natürlich mit unseren tollen Fans im Rücken ein bestmöglicher Abschluss zuhause. Ein Sieg, eine gute Leistung auf den Platz zu bringen, sodass wir hoffentlich nach dem Spiel zusammen feiern können.“

    ... über die Personalsituation beim FCA:

    „Noahkai Banks ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen nach seiner Verletzung. Er ist eine Möglichkeit für den Kader. Mergim Berisha hat das leider nicht geschafft und deshalb keine Möglichkeit für das Spiel am Samstag. Samuel Essende und die Rote Karte: Wenn ich mir die Situation nochmal anschaue, ist es es eigentlich unglücklich. Es war keine Absicht. Ich weiß, dass Samuel persönlich Kontakt hatte mit Stiller (der Stuttgart-Profi verletzte sich bei dem Foul, Anm. d. Red.) und sie sich ausgetauscht haben. Samuel hat sich auch bei der Mannschaft entschuldigt.“

    ... über die Höhe der Strafe für Essende (vier Spiele Sperre):

    „Ob es zu viel ist, weiß ich nicht. Es ist für mich viel. Es bedeutet, dass er die ersten drei Spiele der neuen Saison fehlt. Das ist schon viel. Auf der anderen Seite gibt es Regeln. Wenn das so ist, dann ist vier wohl am Ende okay. Es ist schade für Samuel und die Mannschaft.

    In den sechs sieben Wochen Vorbereitung muss man immer überlegen: Pokal kann er spielen, die ersten drei Spiele in der Liga aber nicht. Wie plant man das? Ich weiß, wie wichtig das ist, von Anfang an gut in die Saison reinzukommen. Es ist schade, aber passiert ist es. Für die Planung wird es nicht so einfach.“

    ... über die unglückliche Ausleihe von Mergim Berisha:

    „Ich habe das bereits auf PKs gesagt: Ich hoffe jeden Tag, dass es Neuigkeiten gibt, dass er endlich im Mannschaftstraining dabei ist. Es ist total unglücklich gelaufen. Er war dabei, hatte einen Einsatz, hatte sogar einen Pfostenschuss, jeder hat geglaubt, jetzt kommt er – und dann hat er sich wieder verletzt. Es ist natürlich erstmal für Mergim sehr schade, aber auch für uns. Die Hoffnung war da, dass er uns im Offensivbereich helfen kann.

    Wir müssen uns nach der Saison zusammensetzen für die Planung: Was bedeutet das, wo steht Mergim, was denkt der Verein? Was ich sagen kann: Wenn ich Mergim im Training gesehen habe, habe ich die Qualität gesehen. Das hat jeder gesehen und gehofft, jetzt kommt er und kann der Mannschaft helfen. Aber man muss das natürlich auch auf den Platz bringen am Samstag oder Sonntag und das ist wohl das Problem im Moment. Aber Qualität hat er unbedingt und jetzt müssen wir sehen, wie es weiter läuft.“

    ... ob das Spiel gegen Berlin die Stimmung drehen kann, wie in der Hinrunde:

    „Ja, das wäre wohl für uns alle perfekt. Wenn wir gute Leistungen wie in Berlin bringen, ein 2:0-Sieg war es damals. Es war der erste Auswärtssieg der Saison, danach sind wir in den Lauf gekommen. Das wäre für mich hoffentlich ein guter Abschluss dieser Saison.“

    ... über die Spekulationen über Thorups eigene Position:

    „Ich denke nicht so viel über diese Spekulationen nach. Ich denke darüber nach, der Mannschaft und den Einzelspielern bestmöglich zu helfen, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen und dadurch hoffentlich die drei Punkte zu holen. Für uns alle, für die Fans, für den Sommer – und das ist mein Fokus.“

    ... darüber, wie die Leistung am Samstag „sexy“ werden könnte:

    „Ich habe nie das Wort ‚sexy‘ in den Mund genommen. Für mich geht es nicht um eigene Worte für das Spiel, sondern gute Leistung. Und mit guter Leistung ist die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg höher. Und deshalb ist mein Fokus nicht ‚sexy oder nicht‘, sondern Leistung, Punkte, einen guten Abschied und von der letzten Saison in die neue Saison mit einem guten Erlebnis reinzukommen, mit einem guten Gefühl.

    Wenn wir nach dem Spiel in der Kabine sitzen und jeder hat alles gegeben, Trikots sind schmutzig, Blut irgendwo auf den Knien, dann weiß ich auch, dann werden die Fans auch zufrieden sein, weil jeder alles gegeben und versucht hat. Und wir hoffen natürlich mit diesen Basics, Fighting Spirit, Kampf, dass wir damit auch ein gutes Ergebnis bekommen.“

    ... über das Gefühl am Saisonende – als Spieler und Trainer im Vergleich:

    „Ich denke schon, dass es ein bisschen anders ist als Trainer als als Spieler. Auf der anderen Seite haben wir in letzter Zeit viel darüber gesprochen, dass wir gar nicht so viel nachdenken darüber, was nach der Saison kommt. Als Trainer denkt man natürlich auch schon über Planungen nach. Meine Hoffnung ist einfach, dass wir alle zusammen – Mannschaft, Staff, Fans – kämpfen bis zur letzten Sekunde für das bestmögliche Ergebnis. Das Ergebnis werden wir mit in den Urlaub nehmen. Als Spieler war das für mich damals wichtig, aber natürlich jetzt auch als Trainer, um in die Planung hereinzugehen. Und ich glaube für die Fans ist es auch sehr wichtig. Du wirst immer das letzte Spiel in Erinnerung haben.“

    ... über positive Aspekte in dieser FCA-Saison:

    „Nach dem Saisonende gehen wir mit dem Staff für ein paar Tage in die Evaluierung und schauen tief in das letzte Jahr. (...) Ich habe schon mehr positive Dinge, aber ich bin im Moment nicht beim Evaluieren, sondern mein Fokus ist beim Spiel gegen Union. Und über die Evaluierung können wir danach sprechen.“

    ... über das Gerücht, dass Sandro Wagner Nachfolger von Thorup werden könnte:

    „Gerüchte gibt es wohl immer. Soweit ich weiß, habe ich einen Vertrag bis 2026 und ich plane damit, den auszufüllen. Ich weiß nicht, ob du mehr weißt, Dominik (Schmitz, Pressesprecher des FCA, d. Red.), aber ich nicht.“

    ... darüber, ob er den FCA eher auf Platz 6 (Rückrunde) oder 12 (Hinrunde) sieht:

    „So in der Mitte, glaube ich. Ich glaube jeder hofft, dass wir näher an der 6 dran sind als an der 12. Auf der anderen Seite müssen wir auch realistisch bleiben und da würde ich sagen, so ungefähr in der Mitte. Es ist klar: Die Hinrunde war nicht das, was wir erhofft haben, die Rückrunde war für mich aber sehr gut. Eine sehr gute Entwicklung. Jetzt hoffe ich auf ein sehr gutes Spiel am Ende, dann wäre die Rückrunde sogar noch besser.“

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