Manuel Baum konnte am Freitagabend weitgehend zufrieden sein. Zu einem Sieg reichte es dennoch nicht.Foto: Harry Langer, dpa
Unterhaltsam war der Freitagabend. Ein wildes Bundesliga-Spiel lieferten der FC Augsburg und die TSG Hoffenheim. Dass jedes Team beim 2:2 hinterher einen Punkt behielt, mag sich vor allem auf Gastgeberseite ungerecht angefühlt haben. Eine 2:0-Führung und ein später Elfmeter schienen die besten Voraussetzungen für einen Erfolg. Unkonzentriertheiten und ein schwach, weil weit übers Tor geschossener Strafstoß von Alexis Claude-Maurice aber verhinderten den Sieg und damit das Erreichen einer besonderen Marke.
Augsburg verpasst 35-Punkte-Ziel gegen Hoffenheim
35 Punkte hätten die Augsburger am Freitagabend in ihrer Bilanz stehen haben können. Ein Ziel, das Trainer Manuel Baum am Donnerstag ausgegeben hatte. Weil er weiß, dass schon sehr viel schiefgehen müsste, sollten die am Ende nicht zum souveränen Klassenerhalt reichen. Auch die 33 gesammelten Zähler sind ein gutes Polster. Dennoch treten die Augsburger ein wenig auf der Stelle.
Fünf Partien in Folge sind sie ohne Sieg, was angesichts hochkarätiger Gegner wenig verwunderlich sein muss. Zwischenzeitlich schwache Leistungen hatten allerdings wieder Gedanken an die vergangenen Jahre aufkommen lassen. Als die Mannschaft nach Feststehen des Klassenerhalts nicht mehr bedingungslos gewillt schien, weiterhin alles zu versuchen, um Spiele zu gewinnen. Diese Befürchtungen hat der FCA vertrieben. Durch eine klare Steigerung vor einer Woche beim 1:1 in Hamburg. Aber noch mehr durch das Auftreten am Freitag gegen Hoffenheim.
Baum muss die Nachlässigkeiten in den Griff kriegen
Die Augsburger waren bissig und zielstrebig. Sie hatten einen klaren Plan, wie dem strauchelnden Gast aus dem Kraichgau beizukommen ist. Anders noch als im Hinspiel, als Sandro Wagners naives Offensivspiel ins Verderben geführt hatte. Manuel Baum ist es gelungen, die Mannschaft zu stabilisieren und ihr Vertrauen zu vermitteln. Was er noch nicht geschafft hat, ist ihr Nachlässigkeiten auszutreiben. Wie etwa bei den Gegentoren zu erkennen, als Hoffenheim wenig selbst dafür tun musste, um zu den beiden Treffern zu gelangen.
Sollte Baum auch diese Problematik noch in den Griff bekommen, sollten in den fünf ausstehenden Partien noch einige Punkte hinzukommen. Womöglich fällt dann sogar die berühmte 40-Punkte-Marke.
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