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Neuer FCA-Sportdirektor Benjamin Weber: Seine Ziele, seine Position und sein Wunsch

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Neuer FCA-Sportdirektor Benjamin Weber: „Ich möchte Teil der neuen Geschichten sein“

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    Benni Weber ist neuer Sportdirektor des FC Augsburg.
    Benni Weber ist neuer Sportdirektor des FC Augsburg. Foto: Ulrich Wagner

    Der FC Augsburg hat nun auch offiziell einen neuen Sportdirektor: Benjamin Weber hat seine Geschäfte beim FC Augsburg aufgenommen. In seiner ersten Pressekonferenz stellte er sich mit Geschäftsführer Michael Ströll der Öffentlichkeit.

    Pressekonferenz des FC Augsburg: Das sagt Michael Ströll...

    ...über Benjamin Weber: „Er hat einen sehr großen Erfahrungsschatz in der Branche. Er hat zusammen mit Thomas Tuchel bei Klubs gearbeitet, die in der absoluten Spitzenklasse verortet sind. Er hat dann in Paderborn in den vergangenen zweieinhalb Jahren äußerst erfolgreich gearbeitet und sich dort einen guten Ruf erarbeitet. So, wie er aktiven Fußball gefördert hat und wie sich junge Spieler entwickelt haben, sind das Parallelen, die gut zu uns passen. Deswegen bin ich froh, dass er heute hier sitzt.“

    ...zum neuen FCA-Organigramm:

    „Die Hierarchien sind relativ klar. Benjamin Weber verantwortet den gesamten Sport. Unter ihm haben wir mit Manuel Baum, Marc Lettau und Julian Baumgartlinger drei für die jeweiligen Fachbereiche.

    ...zur Verwechslungsgefahr mit Benjamin Weber, der Hertha BSC arbeitet: „Die gibt es tatsächlich. Ich habe einmal beim falschen Weber in Berlin angerufen. Aber das habe ich mit einer Umbenennung im Telefonbuch dann unmgangen.“

    ...zu Transfers: „Wir wollen unsere Leistungsträger in Augsburg halten. Unser Ziel ist, die Jungs zu halten, die für den Qualitätsunterschied gesorgt haben. Aber wenn bestimmte Dimensionen erreicht werden, muss man sich damit auseinandersetzen.“

    ...zur Geschäftsführerbesetzung: „Die Möglichkeit gibt es auch in der Zukunft, sich dazu hinzuentwickeln. Das gilt auch für Benjamin, ja.“

    Das sagte der neue FCA-Sportdirektor Benjamin Weber...

    ...zum Start: „Endlich geht es los. Ich freue mich, hier zu sein. Ich bin überzeugt von dem Verein und den Strukturen, die ich hier kennengelernt habe. Der Verein und die Personen passen sehr gut zu den Werten, die ich erlebt und von meinem Elternhaus vermittelt bekommen habe. Man kann hier authentisch sein. Ich kann hier so sein, wie ich bin. Ich möchte mich ausleben, kreativ sein und bei dem Verein mithelfen. 15 Jahre Bundesliga sprechen für sich. An mein erstes Auswärtsspiel hier mit Mainz erinnere ich mich noch, das war sehr unangenehm. Ich bin froh, dass ich helfen kann.“

    ...zum bisherigen Prozess: „Es war wichtig, einen sauberen Übergang vom SC Paderborn hierher zu schaffen. Dann gab es Gespräche im Hintergrund. Es ist wichtig, dass ich up to date bin. Michael Ströll ist der Geschäftsführer hier, der erste enge Austausch ist noch gar nicht so lange her.“

    ...zum möglichen Personal: „Die ersten Tage sind dazu da, um die Spieler kennenzulernen. Ich werde sehr eng mit allen in Kontakt stehen, um die Abläufe und die Qualität kennenzulernen. Was den Transfermarkt angeht: Im Markt gibt es drei Wellen, wir befinden uns in der zweiten. Ich sehe erst mal keine Not, wir haben sehr viel Qualität im Kader. Wir sind immer aufmerksam.“

    ...dazu, ab wann er sich mit dem FCA beschäftigt hat: „Im Januar 2023 habe ich mich erstmals mit dem FCA beschäftigt. Damals wollte der Kapitän des SC Paderborn (Anm. d. Red.: Ron Schallenberg) den Verein verlassen und zum FCA gehen. Das war unsere erste Begegnung. Ansonsten war es so, dass nach dem gescheiterten Aufstieg klar war, dass wir als Familie einen anderen Weg gehen werden. Es war klar, dass man auch andere Wege geht. Das Gefühl hat mir gesagt, dass es jetzt gepasst hat.“

    Ströll dazu: „Eigentlich wollten wir Ron Schallenberg verpflichten. Das sah lange Zeit sehr gut aus, dann ist das geplatzt. Aaron Zehnter haben wir damals eigentlich unter Wert abgegeben.“

    ...zu etwaigen neuen Spielern, die er über sein Netzwerk nach Augsburg holen könnte: „Ich habe ein Netzwerk, was die Talente betrifft. Man muss kreativ sein, schneller sein. Das ist in Paderborn so, aber auch in Augsburg. Wir haben eine Liste. Aber die Transfers werden nicht nur von mir alleine getätigt.“

    zu Aaron Zehnter, der vom FCA zu Paderborn wechselte und nun in Wolfsburg gelandet ist: „Wir haben mit ihm eine tolle Verpflichtung gehabt. Er ist jetzt in Wolfsburg gelandet, aber eine Verpflichtung gewesen, die uns sehr gut getan hat. Ich wünsche ihm, dass er einen guten Weg geht.“

    ...zu Thomas Tuchel: „Er ist hier fußballerisch groß geworden, er wünscht mir viel Glück. Ich denke, dass wir nun wieder ein bisschen enger sein werden. Seine Familie wohnt hier, deswegen ist der Kontakt nicht weit weg.“

    ...zu seinen Stationen Paris und Chelsea: „Ich kann nur jedem empfehlen, mal im Ausland zu leben. Es bringt einen menschlich weiter. Der Mehrwert ist all das neben dem Fußball, die Sprache zu lernen. Dass ich ein Sprachtalent bin, wie teilweise geschrieben wurde – da lacht sich meine Französisch-Lehrerin kaputt. Das internationale Netzwerk ist Gold wert. Kontakte sind auf beruflicher und privater Ebene sehr wichtig.“

    ...zu Sandro Wagner: „Sandro kenne ich noch als Spieler, wir haben sehr viel gemeinsame Kontakte. Es passt gut zum FC Augsburg.“

    ...dazu, wofür er stehen will: „Es ist ein Umfeld, das mir erlaubt, ich selbst zu sein. Was Transfers angeht, wollen wir mutig sein. Wir wollen aktiv sein - beim Fußball, aber auch sonst. Wir wollen immer einen Schritt voraus sein. Deswegen: wir wollen aktiv, mutig und authentisch sein.

    ...zu seiner Position während des Spiels: „Ich werde nicht auf der Bank sitzen. Ich glaube, dass die Beobachtung des Spiels von der Tribüne aus besser ist. Ich möchte keine Energie verschwenden, indem ich mit dem Schiedsrichter diskutiere. Ich möchte dem Trainer und dem Team eine Stütze sein. Ich will einen Durchblick haben, was das Spiel betrifft.“

    ...dazu, was gerade in Augsburg entsteht: “Wenn man 15 Jahre Bundesliga spielt, muss man sich weiterentwickeln. Es gibt eine Videowand, es entstehen Dinge. Der Stillstand wird keinem helfen. Es muss immer weitergehen. Man kann hier Geschichten schreiben, es ist noch nicht alles erzählt worden. Ich möchte Teil dieser Geschichten sein. Wir haben trotz dieser 15 Jahre Bundesliga immer noch eine junge Geschichte.“

    ...zur wichtigsten Zielsetzung für ihn: „Die Förderung der Jugend. Ich habe selbst zwei Kinder. Es ist wichtig, der Jugend die Entwicklung aufzuzeigen. Das kann auch mal weg von der ersten, hin zur zweiten oder dritten Liga oder ganz raus aus dem Fußball sein. Wenn wir die Quelle der besten Spieler haben, haben wir sehr viel richtig gemacht. Banks und Kömür werden immer wieder dafür genannt. Mir ist die Förderung von Jugend wichtig - im Fußball, aber auch generell.“

    ...zu der Aufgabenverteilung: „Ich kann sehr nahe am Trainer und der Mannschaft sein, weil andere die Aufgaben übernehmen. Wir werden Ressourcen nutzen, um neue Wege zu finden. Das sind viele neue Wege, die man gehen kann. Wir werden sie anstoßen. Im Trainingslager werden wir Tag und Nacht zusammen sein. Ich werde sicher mal einen ausgeben. Es ist wichtig, eine gute Zeit zu haben. Es ist wichtig, Teil dieser Truppe zu sein.“

    ...zur Wohnungssuche: „Wir haben im Umland was gefunden, es ist ein Haus geworden. Ich hoffe, es ist bald bezugsfertig.“

    ...zu seinem Ruf als leidenschaftlicher Tennisspieler und dem Wunsch nach einem Tennis-Platz: „Ich wünsche mir tatsächlich einen Padel-Tennis-Platz, das wäre legendär. Ich glaube, dass es wichtig ist, auch andere Sportarten zu trainieren. Tennis ist ein absolutes Hobby von mir, ich spiele das leidenschaftlich gerne. Mal sehen, ob sich das realisieren lässt.“

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