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Fußball: Schock bei FC Heidenheim gegen FCA: Fan stürzt vom Zaun und verletzt sich schwer

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Schock bei FC Heidenheim gegen FCA: Fan stürzt vom Zaun und verletzt sich schwer

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    Ein medizinischer Notfall überschattete den Heidenheimer Sieg gegen den FC Augsburg.
    Ein medizinischer Notfall überschattete den Heidenheimer Sieg gegen den FC Augsburg. Foto: Harry Langer, dpa

    Es war eine Szene, die dem ganzen Stadion den Stecker zog: In der Schlussphase des Spiels zwischen dem FC Heidenheim und dem FC Augsburg stürzte ein FCH-Fan über den Zaun in den Innenraum des Stadions. Schnell war klar, dass mehr passiert war: Mit Fahnen und Bannern deckten die Heimfans den gestürzten Anhänger ab, um einen Sichtschutz zu bieten. Die Stimmung in dem Spiel sank augenblicklich auf Null - selbst der wichtige 2:1-Sieg der Heidenheimer gegen den FCA änderte das nicht mehr. Wie es dem Mann geht, ist bislang unklar. Sicher ist nur: Ein Hubschrauber landete auf dem Spielfeld, um den offenbar schwer Verletzten ins Krankenhaus zu bringen.

    Als die Nachspielzeit lief, eskalierte die Situation beinahe: Als FCA-Torwart Finn Dahmen einen Abstoß schnell ausführen wollte, eilte er zu den Heidenheimer Fans, die sich gerade hinter seinem Tor um den Verletzten kümmerten. Als der Ball zuerst nicht kam, forderte Dahmen den Ball von einem Balljungen, um ihn wieder ins Spiel zu bringen. Das fassten einige FCH-Fans als Provokation auf, einer musste sogar von anderen Anhängern und Ordnern davon abgehalten werden, das Spielfeld zu stürmen.

    Die Situation drohte in der Schlussphase zu eskalieren

    Dahmen selbst bat nach dem Spiel um Verständnis: „Ich habe die Situation nicht erfasst, weil ich auf das Spiel konzentriert war.“ Als Provokation sollte seine Aktion nicht aufgefasst werden. „Ich hoffe, dass nichts Schlimmeres passiert ist.“ Auch nach dem Spiel kochten die Emotionen hoch, Spieler beider Vereine und Ordner mussten die Emotionen schlichten. Der Abtransport des Fans gestaltete sich schwierig: Erst rund eine Stunde nach dem Spielende startete der Helikopter wieder aus dem Heidenheimer Stadion. Auch dem Heidenheimer Profi Tim Siersleben war nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft nicht zum Feiern zumute: „So etwas überschattet alles. Meine Gedanken sind bei dem Fan und seiner Familie.“

    Auch die Pressekonferenz nach dem Spiel stand im Zeichen des Unfalls. In einer Stellungnahme sendeten beide Vereine Kraft an den Mann. FCA-Trainer Sandro Wagner sagte zu dem Vorfall: „Von meiner Seite alles erdenklich Gute an den jungen Mann und seine Familie.“ Heidenheims Trainer Frank Schmidt fügte an: „Es gibt Wichtigeres als den Fußball.“ Schmidt dankte auch den Fans des FC Augsburg, die wie die Heidenheimer Anhänger auf Anfeuerzungsrufe verzichtet hatten. „Wenn ein Hubschrauber im Stadion landet, weiß man, dass es nicht nur eine Lappalie ist.“

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