Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten
FC Augsburg
Icon Pfeil nach unten

1:2 in Heidenheim: Blutleerer FC Augsburg rutscht tiefer in die Krise

FC Augsburg

1:2 in Heidenheim: Blutleerer FCA rutscht tiefer in die Krise

  • |
  • |
  • |
  • |
    Ein Bild mit Symbolcharakter: FCA-Profi Keven Schlotterbeck zeigt sich im Spiel gegen Heidenheim verärgert.
    Ein Bild mit Symbolcharakter: FCA-Profi Keven Schlotterbeck zeigt sich im Spiel gegen Heidenheim verärgert. Foto: Harry Langer, dpa

    Gut sei die Trainingswoche gewesen. „Geil“ sogar, wie es Sandro Wagner am Donnerstag verkündet hatte. Weil die Intensität hoch gewesen sei. Weil der Lerneffekt groß gewesen sei. Aus dem 1:4 gegen den FSV Mainz 05 vom vergangenen Samstag.

    Es war eine Leistung, die Fragen an der Bundesligatauglichkeit einer Mannschaft aufwerfen kann. Die Kritik nach dem Samstag war groß. Ebenso allerdings die Hoffnung, dass in Heidenheim eine Reaktion folgt. Ein Besinnen auf die Grundlagen des Fußballs, die den FC Augsburg in seiner Bundesliga-Geschichte immer ausgezeichnet haben: Leidenschaft, Zweikampfstärke, Wille. All das wollten die Augsburger in Heidenheim zeigen. Was rauskam, wirft aber noch mehr Fragen auf für die Zukunft. Die 1:2-Niederlage war eine Fortsetzung der schwachen Leistung gegen Mainz. So hatten sich die Augsburger Verantwortlichen die Anfangszeit ihres neuen Trainers Sandro Wagner nicht vorgestellt.

    FC Augsburg befindet sich nach fünf Spieltagen im Abwärtsstrudel

    Fünf Spieltage sind absolviert, der FCA befindet sich im Abwärtsstrudel. Dem Auftakterfolg in Freiburg ließen die Augsburger keinen weiteren Zähler mehr folgen. Weil die Leistung von Woche zu Woche schwächer wurde. Von der Anfangseuphorie rund um Wagner ist nicht mehr viel übrig.

    Einen fußballerischen Leckerbissen hatte wohl keiner der 15.000 Fans am Samstag erwartet. Alleine ein Blick auf die Tabelle ließ die Aussichten auf hochklassigen Fußball schrumpfen. Beide Teams taten viel dafür, genau diese Erwartungen zu erfüllen. Es war eine Partie, die Bundesliga-Ansprüchen kaum genügte. Viele technische Unsauberheiten, viele Fehlpässe, kaum Torchancen – es war eine Herausforderung für die Fans, dem Gesehenen mit Konzentration und Leidenschaft zu folgen. Dennoch hätten die Gastgeber bereits zur Pause deutlich führen müssen. Doch Arijon Ibrahimovic (16.) und Sirlord Conteh (28.) schafften es, aus wenigen Metern freistehend den Ball weit über das Tor zu schießen. Sonst wären die Gäste bereits zur Pause in größter Not gewesen.

    Sandro Wagners Elf wirkte gehemmt und ideenlos

    Wagner hatte seine Startelf auf vier Positionen verändert. Für den verletzten Jeffrey Gouweleeuw rückte Keven Schlotterbeck ins Zentrum der Defensive. Samuel Essende verdrängte in der Offensive Mert Kömür. Zudem rückten Kristijan Jakic und Robin Fellhauer in die Anfangself. Elvis Rexhbecaj und Elias Saad blieben zunächst draußen.

    Auch, dass Samuel Essende wieder in die Startelf rückte, half dem FCA nicht.
    Auch, dass Samuel Essende wieder in die Startelf rückte, half dem FCA nicht. Foto: Harry Langer, dpa

    Von Beginn an wirkten die Gäste gehemmt. Sie fanden kaum in die Zweikämpfe, die Angriffe waren ideenlos. Und defensiv stolperten sie immer wieder gegen limitierte Heidenheimer in Verlegenheiten. Immerhin gingen sie mit einem 0:0 in die Pause. Das aber änderte sich in Minute 47, als Mikkel Kaufmann die Führung für die Gastgeber gelang. Er war schneller am Ball als Schlotterbeck. Nach einem ähnlichen Muster fiel das zweite Heidenheimer Tor. Wieder ein schneller Angriff über rechts, diesmal stand Conteh frei und traf (54.).

    Anschlusstreffer von Phillip Tietz zum 1:2 kommt zu spät

    Wagner reagierte kurze Zeit später mit einem Dreifachwechsel. Der erneut schwache Zesiger wurde von Eigengewächs Noahkai Banks ersetzt. Dem 18-Jährigen hatte Wagner offenbar einen Startelfeinsatz noch nicht zugetraut. Zudem kamen Dimitrios Giannoulis und Mert Kömür in die Partie.

    In der 60. Minute hatten die Gäste ihren ersten Abschluss aufs Tor. Heidenheims Torwart Diant Ramaj rettete gegen Fabian Rieder. Immerhin Phillip Tietz traf noch in der neunten Minute der Nachspielzeit zum 1:2 für an diesem Tag weitgehend blutleere Gäste. Der Druck auf Wagner und die Verantwortlichen jedenfalls nimmt weiter zu.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 26 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren