Es sind schockierende Nachrichten, die den FC Augsburg und seine Fans aus Österreich erreichen: Torwart Alexander Manninger, der von 2012 bis 2016 beim FCA unter Vertrag stand und in dieser Zeit zum Publikumsliebling der Augsburger Fans wurde, ist bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Salzburg ums Leben gekommen. Manninger wurde nur 48 Jahre alt.
Offenbar erlitt der ehemalige Profispieler bei einem Unfall der Salzburger Lokalbahn am Donnerstagmorgen so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort starb. Wie die Kronenzeitung berichtet, saß Manninger am Steuer eines Autos, das mit der Lokalbahn zusammenstieß. Das Auto wurde mehrere Meter mitgeschleift, für den Ex-Profi sei jede Hilfe zu spät gekommen. Warum Manninger mit der Lokalbahn zusammenstieß, ist noch nicht bekannt. Die knapp 25 Fahrgäste der Lokalbahn sowie der Fahrer der Bahn blieben unverletzt. In seiner Heimat hatte sich Manninger nach dem Ende seiner Spielerkarriere, die er 2017 nach einem Jahr beim FC Liverpool beendet hatte, niedergelassen.
Ein Elfmeter machte Manninger bei den FCA-Fans zum Helden
Manninger war als Keeper quer durch Europa unterwegs: Nach seinem Start in der Salzburger Jugend ging es nach England zum FC Arsenal, nach Italien zu Florenz, Brescia, Siena und Juventus. In Turin erhielt er im Sommer 2012 keinen Vertrag mehr, war vereinslos. Da meldete sich der FC Augsburg. Beim FCA, bei dem damals frisch Markus Weinzierl übernommen hatte, war der damals schon 35-jährige Manninger erst einmal als Ersatz eingeplant - und eroberte sich im Laufe der Saison dennoch einen Stammplatz.
Unvergessen ist bis heute für viele FCA-Fans die Leistung von Alexander Manninger am letzten Spieltag der Saison 2012/13: Bei dem Heimspiel gegen Greuther Fürth, das Augsburg gewinnen musste, hielt der Österreicher einen Strafstoß der Franken, der nach fünf gespielten Minuten verhängt wurde. Damit wurde er bei den Fans endgültig zum Helden.
Manninger war immer wieder zu Gast beim FC Augsburg
Manninger hielt Augsburg damals im Spiel - und nach einem 3:1-Sieg stand der zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt der Rot-Grün-Weißen fest. Unserer Redaktion sagte er zu diesem Spiel: „Es hat so sollen sein. Das war etwas Einzigartiges.“ Insgesamt 38 Pflichtspiele bestritt der Österreicher für Augsburg. 2022 wurde Manninger dann in der Arena von den Augsburger Fans verabschiedet. Bis zuletzt war Manninger immer wieder zu Gast beim FC Augsburg, etwa beim Abschiedsspiel von Daniel Baier und zuletzt beim Treffen der Europapokal-Mannschaft, die 2016 gegen den FC Liverpool gespielt hatte.
Der FC Augsburg trauert um Manninger: „Schwer zu glauben“
Beim FC Augsburg sitzt der Schock tief, wie Geschäftsführer Michael Ströll sagte: „Wir sind zutiefst bestürzt über das Ableben unseres ehemaligen Spielers und Freundes Alexander Manninger.“ Dieser sei nicht nur ein erstklassiger Torhüter gewesen, „sondern auch ein über die Grenzen hinweg geschätzter und herausragender Mensch, der mit seiner Art unsere Mannschaft und unseren gesamten Klub bereichert hat“, so Ströll. „Es ist schwer zu begreifen, dass Alex nicht mehr unter uns weilt, gerade da er noch vor Kurzem bei uns war.“ Der FC Augsburg sei in dieser schweren Zeit in Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen.
Auch in seiner Heimat Österreich ist der Schock groß. Denn Manninger war über Jahrzehnte einer der bekanntesten Sportler. In der Nationalmannschaft kommt der Schlussmann auf 33 Einsätze für Österreich. Bei der Heim-Europameisterschaft 2008 war er der Stellvertreter von Stammkeeper Jürgen Macho.
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