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Formel 1: Hamilton stänkert gegen Ferrari

Formel 1

Hamilton verliert mehr und mehr die Geduld

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    Lewis Hamilton fühlt sich bei Ferrari offenbar noch nicht so richtig wohl.
    Lewis Hamilton fühlt sich bei Ferrari offenbar noch nicht so richtig wohl. Foto: Rebecca Blackwell, dpa

    Auf einen alten Bekannten kann sich Lewis Hamilton verlassen. Auf einen, den der Formel-1-Rekordweltmeister schon lange kennt. Gemeinsam haben sie erfolgreich bei Mercedes gearbeitet, Toto Wolff kennt die Fähigkeiten des Briten bestens. Also sprach der Mercedes-Teamchef vor dem Rennen am Sonntag in Miami: „Es ist nicht so, dass man die Magie in einem Rennen hat und verliert sie dann plötzlich im nächsten. Ich glaube fest daran, dass sie noch da ist.“

    Hamilton wird das gerne gehört haben. Am Sonntag aber erlebte er ein weiteres bitteres Rennen für Ferrari. Von wegen Magie. Beim Sieg von Oscar Piastri im McLaren wurde Hamilton nur Achter, noch hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc. Die nächste Enttäuschung für den 40-Jährigen und seinen neuen Rennstall. Hamilton und Ferrari – das passt noch nicht.

    Bei Hamilton ist die Unzufriedenheit mehr und mehr zu spüren. In Miami war er genervt von seinem Rennstall. Als es ihm mit einer Strategie-Entscheidung während des Rennens nicht schnell genug ging, motzte er über das Teamradio: „Macht doch eine Teepause, wenn ihr schon dabei seid“. Harte Worte, die er mit stressigen Momenten während eines solchen Rennens erklärte. „Im Eifer des Gefechts wird man nie die friedlichsten Durchsagen machen“, sagte der siebenmalige Weltmeister.

    Ferrari-Kommandostand lässt sich mit Entscheidung viel Zeit

    Was war passiert? Hamilton und sein Kollege Leclerc fuhren verschiedene Rennstrategien und versuchten, Mercedes-Youngster Kimi Antonelli einzuholen, um sich zumindest noch Rang sechs zu schnappen. Dabei wollten sie sich abwechseln, was einen vom Kommandostand verordneten Platztausch benötigte. Der aber kam aus Hamiltons Sicht zu spät. „Mensch Leute, das ist kein gutes Teamwork“, funkte Hamilton, der beteuerte, ein gutes Verhältnis zu seinem Kollegen zu haben. „Ich habe keine Probleme mit Charles, wir können es aber besser“, sagte der Brite.

    Hamilton tut sich mit der Eingewöhnung in den roten Renner schwer. Anders als Charles Leclerc, der seit Jahren an der Entwicklung des Ferrari-Boliden beteiligt ist und so seine Vorlieben miteinfließen lassen kann. Für Hamilton aber ist vieles neu nach zwölf Jahren bei Mercedes. Selbst ein Champion wie er benötigt Zeit, um sich zurechtzufinden und vor allem schnell Rennen zu fahren.

    Hamilton verdeutlichte, dass er auf keinen Fall seinen Ehrgeiz verloren habe. „Ich brenne noch immer. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, ein Kämpfer zu sein. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich es immer noch will“, sagte er trotzig. Er träumt noch davon, Ferrari irgendwann zum Titel zu führen. In dieser Saison aber wird es wohl nichts werden, wenngleich ein Großteil der Rennen noch ansteht. Die Konkurrenz aber scheint bereits enteilt, allen voran die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris, die erneut einen Doppelsieg feierten. Noch vor zwei Jahren war der McLaren in Miami das langsamste Auto im Feld. Seitdem geht die Entwicklung rasant nach vorne.

    Oscar Piastri unterstreicht seine Ambitionen eindrucksvoll

    Piastri hat mit dem erneuten Sieg seine Ambitionen auf den WM-Titel unterstrichen. Vor allem beeindruckte sein Zweikampf mit Max Verstappen, an dessen Ende der Weltmeister als Verlierer dastand. Der Niederländer wurde nur Vierter, noch hinter Mercedes-Pilot George Russell. Daran änderte auch ein Einspruch Red Bulls nicht. Der Weltmeister-Rennstall wollte gesehen haben, das Russell trotz geschwenkter Gelber Flaggen sein Tempo nicht reduziert habe. Die Rennkommissare lehnten den Einspruch als unbegründet ab.

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