Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres und werden im Pariser Stade Roland Garros ausgetragen. Anders als die übrigen drei Majors wird hier auf Sand gespielt. Der Belag ist langsamer als Hartplatz oder Rasen, die Ballwechsel dauern länger, und gefragt sind eher Geduld und Beinarbeit als ein schneller Aufschlag.
Eine Eigenheit unterscheidet Roland Garros 2026 zusätzlich von den anderen Grand-Slam-Turnieren: Während Australian Open, Wimbledon und US Open inzwischen vollständig auf elektronische Linienkontrolle umgestellt haben, setzt Paris weiterhin auf menschliche Linienrichter. Auf Sand lässt sich ein Aufschlagabdruck im Boden überprüfen – das macht den Schiedsrichter, der vom Stuhl steigt und den Abdruck begutachtet, zu einer Szene, die es so nur hier noch gibt.
Wo werden die Partien der French Open 2026 vom 24. Mai bis zum 7. Juni übertragen? Wer nimmt teil? Um welches Preisgeld geht es? Das alles erfahren Sie hier.
French Open 2026: Übertragung im Free-TV und Stream
Die Übertragungsrechte für die French Open liegen bei der Discovery‑Gruppe, wodurch das Turnier umfassend auf den Eurosport‑Sendern und den digitalen Angeboten des Unternehmens zu sehen ist. Im frei empfangbaren Fernsehen laufen die Matches auf Eurosport 1, einige Begegnungen werden zusätzlich über den Pay-TV-Kanal Eurosport 2 ausgestrahlt. Parallel dazu stehen alle Spiele im Livestream zur Verfügung. Die vollständige Berichterstattung ist zudem über die Streamingplattform discovery+ abrufbar, auf der Eurosport seine Inhalte ebenfalls live und in voller Länge bereitstellt.
Die Teilnehmer bei den French Open 2026
Die Liste der Spielerinnen und Spieler hat bereits heftige Spekulationen ausgelöst, die wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten möchten. Die Kollegen von eurosport.de haben unmittelbar nach den Masters in Rom einen Blick in die Glaskugel riskiert, der natürlich durch die Fakten sehr schnell getrübt werden kann: „Die French Open stehen vor der Tür: Die Sandplatz-Saison nähert sich ihrem prestigeträchtigen Schlusspunkt. Aufgrund der Absage von Carlos Alcaraz steuert Jannik Sinner in Roland-Garros vermeintlich unaufhaltsam seinem fünften Grand-Slam-Titel entgegen. Doch auch ohne seinen Erzrivalen wird es Stolpersteine geben.“ Alcaraz musste übrigens wegen seiner Handgelenksverletzung nicht nur Paris, sondern auch Wimbledon absagen.
Trotzdem - bereits im vergangenen Jahr las sich die Teilnehmerliste zu den French Open wie das „Who-is-who?“ der Tenniswelt. Das ist 2026 kaum anders:
Dies sind die ersten 45 Männer auf der Teilnehmerliste:
- Jannik Sinner — Italien
- Alexander Zverev — Deutschland
- Novak Djokovic — Serbien
- Felix Auger‑Aliassime — Kanada
- Ben Shelton — USA
- Daniil Medvedev — (Nation nicht angegeben)
- Taylor Fritz — USA
- Alex De Minaur — Australien
- Alexander Bublik — Kasachstan
- Flavio Cobolli — Italien
- Andrey Rublev — (Nation nicht angegeben)
- Jiri Lehecka — Tschechien
- Karen Khachanov — (Nation nicht angegeben)
- Luciano Darderi — Italien
- Casper Ruud — Norwegen
- Valentin Vacherot — Monaco
- Learner Tien — USA
- Frances Tiafoe — USA
- Cameron Norrie — Großbritannien
- Alejandro Davidovich Fokina — Spanien
- Arthur Rinderknech — Frankreich
- Tomás Martín Etcheverry — Argentinien
- Tommy Paul — USA
- Francisco Cerúndolo — Argentinien
- Jakub Mensik — Tschechien
- Rafael Jodar — Spanien
- Joao Fonseca — Brasilien
- Tallon Griekspoor — Niederlande
- Corentin Moutet — Frankreich
- Brandon Nakashima — USA
- Ugo Humbert — Frankreich
- Alejandro Tabilo — Chile
- Alexander Blockx — Belgien
- Denis Shapovalov — Kanada
- Zizou Bergs — Belgien
- Jaume Munar — Spanien
- Tomas Machac — Tschechien
- Alex Michelsen — USA
- Mariano Navone — Argentinien
- Adrian Mannarino — Frankreich
- Marin Cilic — Kroatien
- Miomir Kecmanovic — Serbien
- Gabriel Diallo — Kanada
- Ethan Quinn — USA
- Nuno Borges — Portugal
Und hier dasselbe für die Damen:
- Aryna Sabalenka — Nation: nicht angegeben
- Elena Rybakina — Kasachstan
- Iga Swiatek — Polen
- Coco Gauff — USA
- Jessica Pegula — USA
- Amanda Anisimova — USA
- Elina Svitolina — Ukraine
- Mirra Andreeva — Nation: nicht angegeben
- Victoria Mboko — Kanada
- Karolina Muchova — Tschechien
- Belinda Bencic — Schweiz
- Linda Noskova — Tschechien
- Jasmine Paolini — Italien
- Ekaterina Alexandrova — Nation: nicht angegeben
- Marta Kostyuk — Ukraine
- Naomi Osaka — Japan
- Iva Jovic — USA
- Sorana Cirstea — Rumänien
- Madison Keys — USA
- Liudmila Samsonova — Nation: nicht angegeben
- Clara Tauson — Dänemark
- Anna Kalinskaya — Nation: nicht angegeben
- Elise Mertens — Belgien
- Leylah Fernandez — Kanada
- Diana Shnaider — Nation: nicht angegeben
- Hailey Baptiste — USA
- Marie Bouzkova — Tschechien
- Anastasia Potapova — Österreich
- Jelena Ostapenko — Lettland
- Ann Li — USA
- Cristina Bucsa — Spanien
- Xinyu Wang — China
- Jaqueline Cristian — Rumänien
- Maya Joint — Australien
- Sara Bejlek — Tschechien
- Katerina Siniakova — Tschechien
- Emma Raducanu — Großbritannien
- Alexandra Eala — Philippinen
- Emma Navarro — USA
- Elisabetta Cocciaretto — Italien
- Janice Tjen — Indonesien
- Barbora Krejcikova — Tschechien
- Tereza Valentova — Tschechien
- Dayana Yastremska — Ukraine
- Laura Siegemund — Deutschland
Hier zur Übersicht die vollständige Liste der deutschen Teilnehmer:
Männer:
- Alexander Zverev
- Yannick Hanfmann
- Daniel Altmaier
- Jan-Lennard Struff
An der Qualifikation für die Hauptrunde nahm teil:
- Tom Gentzsch
Frauen:
- Laura Siegemund
- Tatjana Maria
- Eva Lys
- Tamara Korpatsch
- Ella Seidel
An der Qualifikation für die Hauptrunde nahmen teil:
- Noma Noha Akuge
- Mona Barthel
- Anna-Lena Friedsam
Wie hoch ist das Preisgeld bei den French Open 2026?
Bei den French Open steigt das Preisgeld auf den Rekordwert von 61,7 Millionen Euro – ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelchampions (Männer wie Frauen) erhalten jeweils 2,8 Millionen Euro, rund 9,8 Prozent mehr als zuvor. Damit liegt Paris beim Siegerpreisgeld über den Australian Open, aber hinter Wimbledon und den US Open.
Trotz Rekord-Preisgeld wächst laut kicker.de unter Top-Profis der Unmut über die Verteilung der Einnahmen. Spielerinnen wie Aryna Sabalenka sollen kritisiert haben, dass die Athleten nur rund 15 Prozent des Umsatzes erhielten und damit deutlich unter der geforderten Quote von 22 Prozent lägen. Sie habe sogar angedeutet, ein Boykott könne nötig werden, um mehr Einfluss zu erlangen. Auch Jannik Sinner soll betont haben, die Profis gäben „weit mehr, als sie zurückbekämen“, während frühere Spieler wie Philipp Kohlschreiber den Vergleich zu anderen Sportarten ziehen, in denen deutlich höhere Beteiligungen üblich sind. Besonders für Athleten außerhalb der Spitze bleibe Tennis finanziell riskant, da viele ohne Grand-Slam-Einnahmen kaum kostendeckend arbeiten könnten.
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