Es war ein unfassbarer Schlussakt für den TSV Schwaben Augsburg: In der Nachspielzeit der Partie gegen den TSV Buchbach gaben die Regionalliga-Fußballer einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Trotz einer vermeintlich sicheren 2:0-Führung gegen den Tabellenzehnten leisteten sich die Schwaben in der Nachspielzeit folgenschwere Patzer und kassierten in nur zwei Minuten zwei Gegentreffer, wodurch statt der erhofften drei Zähler nur mehr einer aufs Punktekonto ging. Mit 16 Punkten verbleibt die Elf von Trainer Matthias Ostrzolek damit auf dem 16. Tabellenrang.
TSV Schwaben führt scheinbar komfortabel mit 2:0
Nach 90 Spielminuten und der eigentlich beruhigenden 2:0-Führung blickte man schon in viele entspannte und zufriedene Gesichter auf der Tribüne sowie auf der Trainerbank, da alles nach dem dritten Dreier der wiedererstarkten „Violetten“ in Folge aussah. Doch die altbekannte Weisheit von Sepp Herberger, nach der ein Fußballspiel nach 90 Minuten endet, wird oftmals durch eine großzügige Nachspielzeit konterkariert. In diesem Fall genügten drei Nachspielminuten, um aus einem 2:0 ein 2:2-Unentschieden zu machen, das sich für die konsternierten Schwaben und ihre Fans wie eine Niederlage anfühlte.
„Im Moment überwiegen Wut und Enttäuschung, dass wir das Spiel in den letzten Minuten noch aus den Händen gegeben haben. Über 90 Minuten hatten wir Spiel und Gegner im Griff, doch leider gehört auch die Nachspielzeit dazu. In der Nachbetrachtung werde ich wohl vieles sehen, das wir gut gemacht haben, doch im ersten Moment ist es natürlich ein Dämpfer“, meinte ein enttäuschter Spielertrainer Matthias Ostrzolek unmittelbar nach der Partie.
TSV Schwaben kassiert zwei Gegentore in zwei Minuten
In der verflixten Nachspielzeit hatte Bahar in der 92. Spielminute per Kopf für den Anschlusstreffer der Buchbacher gesorgt und nur kurz nach Wiederanpfiff verursachte Schwaben-Torhüter Drobny nach einem Missverständnis in der Innenverteidigung einen Foulelfmeter, den Gashi zum 2:2-Ausgleich verwandelte (90.+4).
In der ersten Hälfte hatten die Schwaben noch deutliche Vorteile und waren nach einem sehenswerten Volleyknaller von Dennis Ruisinger auf Flanke von Schwarzholz früh in Führung (8.) gegangen. Weitere Chancen von Radoki (17.) und erneut Ruisinger (20.) blieben ungenutzt, doch die Schwaben-Defensive ließ hinten nichts anbrennen.
Schwaben-Keeper Drobny auf dem Posten
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Fuggerstädter weiter am Drücker. Keererom scheiterte nach feinem Solo nach an Buchbachs Keeper Zech (56.), doch die nachfolgende Ecke landete über Fackler-Stamm bei Mark Radoki, der zum 2:0 verwertete (57.). Danach investierten die Gäste aus Oberbayern mehr in ihr Offensivspiel, doch spätestens bei Iason Drobny, der Chancen von Gashi (66.) und Bahar (86.) entschärfte, war Endstation. Doch in der Nachspielzeit wurden die Hoffnungen im Schwaben-Lager jäh enttäuscht.
Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft der TSV Schwaben Augsburg bei der SpVgg Hankofen-Hailing (18.) auf einen weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.
TSV Schwaben Augsburg Drobny – Redier, Herzig (66. Della Schiava) Fackler-Stamm, Ruisinger – Schaber, Ostrzolek, Schwarzholz (84. Greisel), Heiß (90. D. Luburic) – Radoki (69. Ramser), Keererom (73. Greppmeir) Tore 1:0 Ruisinger (8.), 2:0 Radoki (57.), 2:1 Bahar (90.+2), 2:2 Gashi (90.+4/Foulelfmeter) Schiedsrichter Perl (SV Pullach) Zuschauer 385
FCA II gelingt ein kleiner Befreiungsschlag
Mit einem 1:0-Sieg bei der DJK Vilzing gelang hingegen Schwabens Ligakonkurrenten, dem FC Augsburg II, in der Regionalliga Bayern zumindest ein kleiner Befreiungsschlag. Damit konnte das Team von Trainer Markus Feulner im Kampf gegen den Abstieg den Relegationsplatz verlassen. „Es war ein verdienter Sieg für uns. Wenn wir im ersten Abschnitt unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, wäre nach der Pause im zweiten Abschnitt vieles leichter gefallen“, fasste Feulner das Geschehen zusammen. So sah es auch sein Vilzinger Kollege Thorsten Kirschbaum.
In der 36. Minute belohnten sich die Fuggerstädter mit dem Führungstreffer. Neuzugang Ryoto Onoda schloss präzise zum 1:0 ab. Auch nach der Pause ließ der FCA nur wenig zu, zumal auch Torhüter Tobias Jäger sich immer auf dem Posten zeigte. Chancen auf das zweite Tor vergaben Oliver Sorg und Kristijan Taseski (52./53.). In der Folge verteidigten die Augsburger die Führung clever und überstanden auch einige gefährliche Situationen der Gastgeber in der Schlussphase. Weiter geht’s für die Fuggerstädter bereits am Dienstag um 18 Uhr mit dem Nachholspiel beim FC Bayern München II.
FCA II Jäger – Lichtensteiger, Aigner, Lindermeir (46. Stegmiller), Taseski Taseski – Kücüksahin, Deger – Onoda (80. Yaman), Hangl (84. Hofgärtner) – Sorg, Kastanaras (80. Dreo) Tor 0:1 Onda (36.) Schiedsrichter Treiber (Zell-Bruck) Zuschauer 688. (oll/chw)
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