Die Verantwortlichen des Karlsruher SC haben mit der Verpflichtung Hyeok-kyu Kwon einen Wunsch von Trainer Christian Eichner erfüllt. Der Südkoreaner stellt einen sogenannten stehenden Sechser dar. Ohne zu tief ins Taktische abzudriften: Damit ist ein defensiver Mittelfeldspieler gemeint, der sein Augenmerk tatsächlich vor allem auf die Defensive legt und selten in der gegnerischen Hälfte zu finden ist. Ein Spielertyp, der den Karlsruhern bislang abging.
Für den KSC handelt es sich um einen Wunschtransfer, für Kwon um die Chance, sich für das größte Turnier zu empfehlen, welches der internationale Fußball zu bieten hat: die Weltmeisterschaft. Doch wie könnte Kwon zur WM kommen und gibt es weitere KSC-Spieler, die eine Chance haben, auf der größten Fußball-Bühne zu stehen?
KSC-Neuzugang will sich in Karlsruhe für die WM empfehlen
Ab 14 Jahren spielte Kwon für die Junioren-Nationalteams von Südkorea, von der U14 bis zur U23, wie Daten von transfermarkt.de zu entnehmen ist. Zuletzt nahm er 2023 an der Qualifikation für die U23-Asienmeisterschaft teil. Doch den Sprung in den Kader der A-Nationalmannschaft schaffte er in der Folge nicht. Die gute Nachricht: Noch ist es für Kwon nicht zu spät, sich für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 zu empfehlen.
„Hier in Karlsruhe sind top Voraussetzungen für mich, um den nächsten Schritt zu gehen und mich für die Fußball-WM im Sommer zu empfehlen. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bin bereit, loszulegen“, wurde Kwon in einer Pressemitteilung des KSC zitiert. Der 24-Jährige hat die WM in den USA, Kanada und Mexiko, für die sich Südkorea qualifiziert hat, also fest im Blick. Der Wechsel war daher von großer Bedeutung, beim französischen Erstligisten FC Nantes kam er zuletzt kaum mehr zum Zug. In Karlsruhe will er nun auf sich aufmerksam machen und einen Platz im Kader von Trainer Hong Myung-bo ergattern, der das Amt im Juli 2024 von Jürgen Klinsmann übernommen hat.
Welche KSC-Spieler könnten bei der WM 2026 spielen?
Neben Kwon dürfte sich auch der KSC-Profi Dzenis Burnic Hoffnungen auf WM-Einsätze machen. Der Mittelfeldspieler, dem Kwon auf seiner Position Konkurrenz machen dürfte, ist aktueller Nationalspieler von Bosnien und Herzegowina. Falls sich die Nation für die WM im kommenden Sommer qualifizieren könnte, dürfte Burnic gute Chancen auf einen Kaderplatz haben. Das ist allerdings alles andere als sicher.
Nach einem zweiten Platz in der Quali-Gruppe H wird Bosnien und Herzegowina in den Playoffs um ein Last-Minute-Ticket für die Weltmeisterschaft spielen. Im Halbfinale müssen Burnic und seine Teamkollegen in Wales gewinnen, danach bräuchte es noch einen Sieg gegen Italien oder Nordirland, wie der Spielplan der UEFA zeigt. Nicht unmöglich, aber auch nicht einfach. Vor allem gegen Italien wäre Bosnien und Herzegowina der klare Außenseiter.
Stephan Ambrosius hat ebenfalls Chancen auf eine WM-Teilnahme mit seinem Heimatland. Der Ghanaer absolvierte bislang vier Länderspiele, stand zum letzten Mal im Mai 2025 für die „Black Stars“ auf dem Rasen, wie bei transfermarkt.de nachzusehen ist. Ghana hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert, ob es Ambrosius in den Kader schafft, ist allerdings unklar. Unsicher ist auch seine Zukunft in Karlsruhe, der gebürtige Hamburger ist nämlich nur bis Juni 2026 an den KSC ausgeliehen. Danach kehrt er aller Voraussicht nach wieder zum FC St. Gallen zurück.
Mit Eymen Laghrissi, Mateo Kritzer und Rafael Pinto Pedrosa stehen drei deutsche Junioren-Nationalspieler im Aufgebot des Karlsruher SC. Eine WM-Teilnahme eines der KSC-Talente wäre allerdings eine Sensation.
Auch interessant: Hans Christian Bernat wurde in unserer neuen KSC-Rubrik zum KSC-Spieler des Monats Januar 2026 gekürt. Der Torwart war dänischer Junioren-Nationalspieler, kam für die A-Nationalmannschaft Dänemarks aber noch nicht zum Einsatz.
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