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Handball-EM: Torwart Wolff wächst gegen Norwegen über sich hinaus

Handball-EM

Torwart Wolff wächst gegen Norwegen über sich hinaus – jetzt wartet Dänemark

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    Handball-Torwart Andreas Wolff war der überragende Spieler gegen Norwegen. Auch im Duell mit den Dänen wird es auf den Schlussmann ankommen.
    Handball-Torwart Andreas Wolff war der überragende Spieler gegen Norwegen. Auch im Duell mit den Dänen wird es auf den Schlussmann ankommen. Foto: Sina Schuldt/dpa

    Die Jyske Bank Boxen ist ein Sehnsuchtsort für Handballer, vor allem für die dänischen. Denn in der 15.000 Zuschauer fassenden Arena in Herning werden Superstar Mathias Gidsel und seine Kollegen nicht nur gefeiert, sondern verehrt. Sie sind Nationalhelden. Und haben einen klaren Auftrag: Nach vier WM-Titeln in Folge und dem Olympiasieg 2024 soll nun endlich auch der EM-Fluch enden. 2012 holten die Skandinavier zuletzt diesen Titel. Es wird also mal wieder Zeit.

    Doch ausgerechnet die Deutschen können für das dänische Starensemble zum Problem werden. Am Montag (20.30 Uhr/ARD) geht die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit 6:0 Punkten in das Duell mit den Dänen (4:2 Punkte). Mit einem Sieg stünde das Team von Bundestrainer Alfred Gislason vorzeitig im Halbfinale. Der Druck liegt also bei den Skandinaviern, die bei einer Niederlage das Weiterkommen nicht mehr in der eigenen Hand hätten. Deutschland könnte hingegen auch noch das Weiterkommen gegen Frankreich (4:2) am Mittwoch (18 Uhr/ZDF) sichern.

    „Das ist eine Traumkonstellation für uns“, sagte Kapitän Johannes Golla. Er weiß: Sein Team hat zwei Matchbälle im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde. Das fühle sich „super an“, meinte Bundestrainer Gislason. Andererseits ist ihm auch der Haken an der Sache bekannt: „Es warten die zwei weltbesten Mannschaften auf uns. Eine müssen wir schlagen. Also ist die Ausgangslage wie vorher. Leider.“

    Sieg gegen die Dänen wäre eine Sensation

    Um für eine Sensation gegen Dänemark zu sorgen, wird die DHB-Auswahl deutlich besser als beim 30:28-Sieg am Samstag über Norwegen spielen müssen. Denn den Erfolg hatte das Team einem einzigen Spieler zu verdanken: Andreas Wolff. Der Torwart überragte. Wieder einmal. Diesmal mit 22 Paraden. „Er war phänomenal“, lobte Gislason ihn einmal mehr. Allerdings trug auch der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Marko Grgic mit sieben Treffern maßgeblich zum Erfolg bei. Aus dem Sorgenkind wurde plötzlich ein Matchwinner. Auch das gehört irgendwie zur Geschichte des Turniers dieser Mannschaft, in der sich immer wieder ein neuer Held findet.

    Gegen die Dänen wird der Olympia-Zweite aber alle Spieler in Topform, eher am Leistungslimit brauchen. Vielleicht sogar darüber hinaus. „Wir müssen ein ganz anderes Gesicht zeigen. Wir müssen jetzt schon anfangen mit der Vorbereitung auf dieses Spiel, weil das ist die beste Mannschaft – vielleicht in der Geschichte“, sagte Wolff unmittelbar nach seiner nächsten Wunderleistung und wirkte dabei durchaus unzufrieden mit dem, was gegen Norwegen passiert war. Man konnte ihn verstehen. Denn 45 Minuten lang spielte er gefühlt allein.

    Die Deutschen wollen der Spielverderber sein

    Klar ist: Die Deutschen gehen als Außenseiter in das Duell und werden den Hexenkessel von Herning komplett gegen sich haben. Doch genau darauf freut sich Rückraum-Linkshänder Renars Uscins. „Da hatte ich schon in Frankreich ein geiles Spiel“, erinnert er sich mit einem Leuchten in den Augen an die Olympischen Spiele 2024. Damals warf das DHB-Team im Viertelfinale vor 27.000 Zuschauern in Lille sensationell die Mannschaft des Gastgebers aus dem Wettbewerb. Nun bietet sich erneut die Chance, ein Spielverderber zu sein.

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