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Jamal Musiala verlängert beim FC Bayern: Der teuerste Deal der Bundesliga-Geschichte

FC Bayern

Der Coup vor dem Spitzenspiel: Musiala und der Rekorddeal des FC Bayern

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    Jamal Musiala hat seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030 verlängert.
    Jamal Musiala hat seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030 verlängert. Foto: Torsten Silz. dpa

    Natürlich kann das alles auch nur Zufall sein. Also dass Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der Woche vor dem Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr, Sky) zuerst bekräftigte, dass der Rekordmeister an einer Verpflichtung von Florian Wirtz arbeitet, seines Zeichens Star des aktuellen Meisters aus Leverkusen. Denn: „Man kann ja Träume haben.“ Ein anderer Traum von Hoeneß und wohl allen anderen Angestellten und Fans der Münchner wurde am Freitagnachmittag und damit kurz vor dem Gipfeltreffen wahr: Jamal Musiala verlängerte seinen Vertrag beim FC Bayern bis ins Jahr 2030. Der neue Vertrag gilt als Statement – und als teuerster Deal der deutschen Fußballgeschichte.

    Dem Vernehmen nach wird Musiala, der bislang noch bis 2026 an die Münchner gebunden war, zusammen mit Harry Kane zum Spitzenverdiener aufsteigen: 25 Millionen Euro pro Saison soll der 21-Jährige laut Bild künftig pro Saison verdienen. Dazu gibt es eine „signing fee“, also einen Bonus für die Unterschrift. Dieser soll bei etwa 20 Millionen Euro liegen. Eine Ausstiegsklausel, wie von Spielerseite gewünscht, soll es auch geben: Für 175 Millionen Euro kann Musiala zwei Jahre vor Vertragsende, also im Sommer 2028. gehen. Ein Jahr später liegt das Preisschild für Musiala, der dann 26 Jahre alt wäre, demnach bei 100 Millionen Euro. Es ist viel Zeit, die bis dahin vergehen wird. Am Freitag feierten die Münchner aber das Hier und Jetzt. Präsident Herbert Hainer ließ sich in der Stellungnahme des Vereins wie folgt zitieren: „Wegen Jamal Musiala gehen die Menschen ins Stadion, er ist ein absoluter Ausnahmespieler, manchmal hat man das Gefühl, die Schwerkraft gilt für ihn nicht. Kompliment an unsere sportliche Leitung und den Vorstand. Heute ist ein sehr guter Tag für den FC Bayern.“ Für den Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen ist Musiala „trotz seines jungen Alters bereits eine Identifikationsfigur und verkörpert unser Mia san Mia“.

    Jamal Musiala verlängert beim FC Bayern München bis 2030: „Gesicht einer neuen Generation“

    Sportvorstand Max Eberl hatte stets betont, vor der entscheidenden Phase in Meisterschaft und Champions League Klarheit in den wichtigsten Personalien schaffen zu wollen. Das ist ihm in der vergangenen Woche mit der Verlängerung von Linksverteidiger Alphonso Davies und vor allem nun mit Musiala gelungen. Fehlt auf der dringenden To-Do-Liste nur noch die Verlängerung mit Joshua Kimmich, dessen Arbeitspapier im Sommer ausläuft. Jetzt aber eben erst mal: Musiala. „Spitzenvereine auf der ganzen Welt suchen Unterschiedsspieler – und Jamal Musiala ragt noch mal heraus. Er prägt die Gegenwart des FC Bayern, er wird auch die Zukunft prägen und ist ein Gesicht unserer neuen Generation“, so Eberl.

    Musiala, der in Stuttgart geboren ist und als Kleinkind mit seiner Familie nach England zog, wechselte als 16-Jähriger von der Chelsea-Jugend in die Nachwuchsabteilung der Münchner. Bei den Profis soll es nun weitergehen, trotz Avancen von internationalen Spitzenklubs. Gewinnen könne man schließlich mit den Bayern alles, so Musiala in der Vereinsmitteilung: „Der FC Bayern ist einer der bedeutendsten Klubs der Welt, hier habe ich meine ersten Schritte in den Profifußball gemacht, und ich bin davon überzeugt, mit diesem Verein in den nächsten Jahren Großes erreichen zu können.“ Großes bedeutet im FCB-Kontext natürlich, die Champions League zu gewinnen.

    Die 0:3-Schmach gegen Leverkusen ist fast genau ein Jahr her

    Zugleich soll aber auch die Meisterschaft nach einem Jahr der Kränkung durch Bayer Leverkusen wieder dorthin gehen, wo sie nach sämtlichen Mia-san-Mia-Maßstäben fast schon naturgemäß hingehört: zum FC Bayern. Sollten Musiala und Co. am Samstagabend in Leverkusen siegen, dürfte der Titelgewinn tatsächlich nur noch eine Formsache sein angesichts von dann elf Punkten Vorsprung.

    Ein Sieg gegen den einst eher belächelten Mitbewerber aus dem Rheinland würde zudem eine Serie beenden, die den Bayern schwer im Magen liegt: Von den letzten fünf Spielen gegen die Werkself wurde kein einziges gewonnen. Niederlagen gab es stattdessen im Pokal in dieser Saison und, besonders bitter, vor fast genau einem Jahr an selber Stelle. Am 10. Februar des Vorjahres fuhren die Bayern mit Trainer Thomas Tuchel nach Leverkusen, hätten mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen können – und wurden beim 0:3 regelrecht vorgeführt. Spannend war das Meisterschaftsrennen in der Folge nicht mehr. Das darf gerne auch in dieser Saison so sein – nur mit umgekehrten Vorzeichen, so Eberl: „Wir wollen da hinfahren und das Spiel gewinnen. Danach wird man sehen, wie die Tabelle aussieht. Das kann jeder lesen, wie es danach aussehen würde.“ Klarheit bei Musiala, vielleicht bald Klarheit in der Meisterfrage – fehlt eigentlich nur noch die Unterschrift von Wirtz. Aber dann blieben langsam keine Träume mehr übrig.

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