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Kanu: Klaus Pohlen geht, Thomas Apel übernimmt: Wie sich die Kanu-Nationalmannschaft neu ausrichtet

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Klaus Pohlen geht, Thomas Apel übernimmt: Wie sich die Kanu-Nationalmannschaft neu ausrichtet

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    Die Kanu-Schwestern Emily Apel (links) und Elena Lilik bekommen einen neuen Cheftrainer. Es ist ihr Vater Thomas Apel (rechts).
    Die Kanu-Schwestern Emily Apel (links) und Elena Lilik bekommen einen neuen Cheftrainer. Es ist ihr Vater Thomas Apel (rechts). Foto: Fred Schöllhorn

    Mit Beginn des neuen Jahres wird Bundestrainer Kajak, Thomas Apel, neuer Cheftrainer im Kanuslalom. „Mit ihm bekommen wir eine hohe praxisorientierte Fachkompetenz und Expertise in die Rolle des Cheftrainers. Der DKV erhofft sich davon insbesondere einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Trainernachwuchses“, sagt Jens Kahl, Sportdirektor im Deutschen Kanu-Verband (DKV).

    Klaus Pohlen will mit dem Rad die Alpenpässe erkunden

    Der bisherige Cheftrainer, Klaus Pohlen, wechselt zum Ende 2025 in den Ruhestand. „Alles hat einen Anfang und alles hat ein Ende“, sagte Pohlen nach der WM in Australien, nachdem die letzten Wettkämpfe über die Bühne gegangen waren. Zukünftig „werde ich mich auch einmal wieder ein bisschen um mich selbst kümmern, auch selbst Sport machen. Das ist immer meine Leidenschaft gewesen“, insbesondere Radfahren. „Ich sage immer: Ich habe noch 27 Alpenpässe, die ich noch gerne machen möchte. Von daher“, so sagte er mit einem Lächeln, „ich werde nicht ins Uferlose fallen“.

    Sechs olympische Medaillen

    2020 hatte der heute 65-Jährige den Job übernommen. Sportdirektor Jens Kahl würdigte seine Arbeit: „Sechs olympische Medaillen in Tokio und Paris in seiner Zeit als Cheftrainer sind die Indikatoren für eine erfolgreiche Arbeit. Der große Verdienst von Klaus als Cheftrainer war es aber auch, dass er sehr viel zur Umsetzung einer potentialorientierten Förderung beigetragen und somit unseren Verband für eine erfolgreiche Zukunft fit gemacht hat.“

    Klaus Pohlen trainierte die Augsburger Olympiasieger Elisabeth Micheler, Oliver Fix und Thomas Schmidt

    Pohlen betrieb bis zu seinem 22. Lebensjahr den Kanuslalomsport selbst. Anschließend arbeitete er als Trainer. Von 1989 bis 2003 war der gebürtige Kölner Bundestrainer Kajak. In dieser Zeit betreute er Athleten bei drei Olympischen Spielen.

    Bundestrainer Klaus Pohlen geht in den Ruhestand.
    Bundestrainer Klaus Pohlen geht in den Ruhestand. Foto: Ulrich Wagner

    Die Ausbeute: fünf Medaillen, darunter Gold für Elisabeth Micheler (1992), Oliver Fix (1996) und Thomas Schmidt (2000). 16 Jahre, bis 2019, war der Sportwissenschaftler Leiter des Olympiastützpunktes Bayern.

    Thomas Apel rückt vom Bundestrainer zum Cheftrainer auf

    Ab 2026 übernimmt nun der langjährige, erfahrene und erfolgreiche Trainer Thomas Apel das Amt des Cheftrainers. Mehrere Olympia- und WM-Medaillen seiner erfolgreichen Sportler wie Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Elena Lilik (KS Augsburg) und Hannes Aigner (Augsburger KV) gehen auf sein Konto als Trainer. „Ich habe mehr als 25 Jahre am Wasser gestanden. Mittelfristig werde ich das nicht mehr tun. Jetzt habe ich Bock, etwas Themenrelevantes aufzubauen“, sagt der 52-jährige Vater von Elena Lilik (geborene Apel) und Emily Apel. So gelte es zum einen, den Spagat zwischen Kanuslalom und Kajak Cross hinzubekommen. „In der Vergangenheit ging das immer, aber mit der Professionalisierung der anderen Nationen wird es zunehmend schwieriger“, erklärt er. Das zweite Thema sei, „eine Medaillenperformance über alle Altersstrukturen herzustellen. Dazu bin ich bereit, mein Know-how zur Verfügung zu stellen.“ Bereits jetzt habe er dazu wöchentlich Online-Meetings mit den U18- und U23-Bundestrainern Michael Trummer und Lena Stöcklin.

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