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Lothar Matthäus rät den Bayern zum Schlotterbeck-Transfer - falls eine Konstellation eintritt

Fußball

Bayern gegen den BVB: Für Matthäus können die Bayern am Samstag alles entscheiden

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    Für Lothar Matthäus wäre mit einem Sieg der Bayern gegen Dortmund die Meisterschaft entschieden.
    Für Lothar Matthäus wäre mit einem Sieg der Bayern gegen Dortmund die Meisterschaft entschieden. Foto: Tom Weller, dpa

    Wann es genau anfing, dass man die Spiele zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund mit der Marke des deutschen „Klassikers“ versehen hat? Das muss vor etwas über zehn Jahren gewesen sein, als sich die Münchner und die Dortmunder noch halbwegs auf einem Level befanden. Die Machtverhältnisse haben sich mittlerweile verschoben. Zwar rangiert der BVB in der Tabelle auf Platz zwei hinter den Münchnern – wenn die Dortmunder am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) in München antreten, geht es aber in erster Linie darum, die Spannung halbwegs am Leben zu erhalten. Verlieren die Schwarzgelben, würde der Abstand auf den Meister schon sieben Punkte betragen. Lothar Matthäus, der das Spiel als Sky-Experte begleiten wird, sagte am Freitag in einer Medienrunde dazu: „Dann sind sie kein Verfolger mehr, sondern nur noch ein Verfolgerchen.“ Das Meisterrennen wäre in diesem Fall „entschieden“, urteilt der langjährige Bayern-Profi.

    Anderen Mannschaften wie Leipzig oder Leverkusen traut es Matthäus schlichtweg nicht zu, noch ins Meisterrennen einzugreifen: „Ich glaube nicht, dass sie dazu die Qualität haben.“ Dazu befinden sich beide Mannschaften nach großen personellen Änderungen im Kader und auf dem Trainerposten im Umbau. Gewissermaßen spielt Borussia Dortmund also an diesem Wochenende um die Spannung der Bundesliga. Gewinnen die Bayern, werde sehr früh alles entschieden sein, so Matthäus: „Dann werden es am Ende mehr Punkte Abstand sein als in der vergangenen Saison.“ Damals trennten die Bayern und Leverkusen 13 Zähler.

    BVB-Coach Niko Kovac vor dem Bayern-Spiel: „Wir müssen wie eine Faust sein“

    Bleibt die Frage, was angesichts der bayerischen Übermacht von zehn Siegen in zehn Pflichtspielen eigentlich überhaupt für Borussia Dortmund spricht. Matthäus wäre nicht Matthäus, wenn er auf diese Frage nicht auch eine Antwort hätte: „Sie haben die Außenseiterchance, Leidenschaft und Disziplin.“ Niko Kovac habe das Team auf Kurs gebracht, so Matthäus.

    Der Kroate selbst kündigte an, seinem Ex-Klub in München wehtun zu wollen: „Wir müssen wie eine Faust sein. Eine Faust tut mehr weh als eine Schelle.“ Sein Bayern-Gegenüber Vincent Kompany konterte: „Wir sind beide ungeschlagen, deswegen sind das zwei Fäuste gegeneinander.“ Im Spiel werden es nach Erwartung von Matthäus vor allem die Dortmunder sein, die sich aufs Kontern verlagern – dazu gebe es über die tempostarken Karim Adeyemi, Julian Brandt und Maximilian Beier auch gute Chancen. Defensiv dürfe Dortmund eigentlich keinen Fehler machen – und sollte nach Ansicht von Matthäus vor allem gegen Harry Kane „old fashioned“, also altmodisch spielen. Soll heißen: Ein BVB-Verteidiger solle Kane über 90 Minuten in Manndeckung bewachen und nicht erst dann, wenn er sich dem Dortmunder Strafraum nähert: „Kane sich freilaufen zu lassen – das ist ein Risiko zu viel.“

    Matthäus über Schlotterbeck: „Dann wäre es fast schon ein Muss, ihn nach München zu holen“

    Ein Faktor, der Matthäus ebenfalls einfällt: Nico Schlotterbeck. Seit seiner Rückkehr zeigt sich der Nationalspielers stark verbessert. Seine Qualitäten im Spiel nach vorn hatte er ohnehin schon immer – nun schafft es der 25-Jährige, diese Stärke auch noch mit einer geringen Fehlerquote in seinem Defensivverhalten zu kombinieren. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt auf Schlotterbeck. In der Summe führt das fast zwangsläufig dazu, dass sich seit einiger Zeit das Gerücht hält, dass neben Liverpool und Manchester City die Bayern ein Auge auf den Verteidiger geworfen haben sollen. Dessen Vertrag läuft im Sommer 2027 aus – sollte er nicht verlängern, würde Dortmund nur noch bei einem Wechsel im kommenden Sommer eine Ablösesummer mit Schlotterbeck erzielen.

    Matthäus rät den Bayern explizit zu einer Verpflichtung Schlotterbecks – für den Fall, dass Dayot Upamecano, dessen Vertrag ausläuft, den Verein verlässt. Dann „wäre Schlotterbeck auf jeden Fall mehr als eine Alternative. Dann wäre es fast schon ein Muss, ihn nach München zu holen“. Mit einem Grinsen fügte Matthäus hinzu: „Er wäre dann vielleicht ein bisschen billiger als Woltemade.“ Hintergrund: Um den letztlich geplatzten Wechsel des Nationalstürmers hatte es zwischen dem Rekordnationalspieler und Bayern-Patron Uli Hoeneß gekracht. Matthäus hatte 60 Millionen als Kaufpreis für den Angreifer als zu niedrig empfunden. Hoeneß hatte ihm daraufhin attestiert „nicht mehr alle Tassen im Schrank“ zu haben. Letztlich ging Woltemade für 100 Millionen nach Newcastle.

    Bayerns Sportvorstand Max Eberl wollte bei der Pressekonferenz nichts zu Schlotterbeck sagen und betonte stattdessen, dass man an einer Vertragsverlängerung von Upamecano arbeite: „Das ist für uns das große Thema.“

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