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Niederlage beim FC Arsenal: Der FC Bayern und Manuel Neuer bekommen Schwächen aufgezeigt

FC Bayern

Ausgerutscht in London: Die Bayern können doch noch verlieren

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    Bayern kann doch noch verlieren - und Manuel Neuer ist doch nicht unfehlbar, wie er vor dem 0:1 bewies.
    Bayern kann doch noch verlieren - und Manuel Neuer ist doch nicht unfehlbar, wie er vor dem 0:1 bewies. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Die gute Nachricht für die Konkurrenz des FC Bayern: Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kann doch noch verlieren. 1:3 hieß es am Ende beim FC Arsenal. Die schlechte: Das gilt erst mal nur für den internationalen Wettbewerb. Es musste schon eine Mannschaft mit der Kragenweite der Londoner kommen, um den Bayern mal wieder eine Nullrunde beizubringen. Das Team von Mikel Arteta führt die englische Premier League, bekanntlich nicht die schlechteste aller Ligen, gerade mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Chelsea an. Gegen die Blues, immerhin ja Klub-Weltmeister, hatten die Bayern ihr Spiel in der Königsklasse noch souverän gewonnen. Die vermeintlich beste Mannschaft der Welt ist halt aber nur die Nummer zwei in England.

    Ohnehin, so Bayerns Vorstandvorsitzender Jan-Christian Dreesen, habe er auf dem Hinweg zum Stadion im Londoner Norden mal googeln müssen, wann der FC Bayern das letzte Mal verloren hat. 144 Tage vor der Partie in der britischen Hauptstadt sei das gewesen, sagte Dreesen beim Mitternachtsbuffet der Münchner. Damals war es das Viertelfinale der Klub-WM gegen Paris. Auch gegen die Franzosen, aktueller Champions-League-Sieger, hat der FC Bayern mittlerweile wieder in der Champions League gewonnen, weswegen das Gesamtfazit von Dreesen recht wohlwollend ausfiel. Klar schmerze die Niederlage, zumal sie verdient war. Aber: „Wir vertrauen euch, ihr seid ein Topteam.“

    Manuel Neuer sah bei zwei Gegentoren nicht gut aus

    Allerdings legte das Spiel gegen die Londoner auch die ein oder andere Schwäche der Bayern offen. Nicht ausgeschlossen, dass das Verteidigen von Standardsituationen in den kommenden Wochen mal auf dem Trainingsplan der Münchner stehen wird. Wobei Sportvorstand Max Eberl die Stärke der Gastgeber bei Standards hervorhob, die die Hälfte ihrer Tore nach ruhenden Bällen erzielt hätten. „Sie machen Chaos - und Chaos kannst du nicht verteidigen.“ Immer wieder segelten die Bälle gefährlich in den Strafraum der Münchner hinein und führten, wie beim Führungstor Arsenals, auch zu einem Treffer, in diesem Fall durch Jurrien Timber (22.). Manuel Neuer, der sich in dieser Saison bislang kaum Schwächen geleistet hat, sah dabei nicht gut aus. Der Ex-Nationalkeeper wurde zuerst geblockt, kam dann bei der Flanke von Saka zu spät und musste infolgedessen mitansehen, wie der Ball einschlug. Neuer selbst hegte nach Spielende dezente Zweifel daran, ob beim Gerangel im Strafraum alles mit rechten Dingen zugegangen ist: „Ich bin jetzt kein Torwart, der sich hinschmeißt auf den Boden. Vielleicht hätte das geholfen in dieser Situation.“

    Mag sein - aber auch beim dritten Arsenal-Tor durch Gabriel Martinelli (77.) zum Endstand sah Neuer nicht gut aus. Ein langer Ball auf den schnellen Stürmer wurde ebenso schnell gefährlich, weil der nicht für seine Sprintstärke bekannte Joshua Kimmich gegen den Brasilianer stand. Neuer kam heraus, wollte klären, rutschte aus und versuchte nach Abpfiff die Szene zu erklären: „Ich habe versucht, das vorher zu beseitigen. Er (Martinelli) nimmt ihn gut mit zur Seite.“ Entscheidend sei die erste Ballannahme gewesen, mit der der Arsenal-Profi das Tempo aufnahm.

    Lennart Karl zeigte gegen Arsenal mit seinem Tor erneut seine Klasse

    An positiven Erkenntnissen dürfen die Münchner aus London mitnehmen, dass Lennart Karl weiterhin erstaunlich weit ist für seine 17 Jahre. Das Talent verwertete den schönsten Spielzug der Münchner über Kimmich und Gnabry per traumhafter Abnahme zum zwischenzeitlichen Ausgleich (32.). „Lennart hat diese Unbekümmertheit, die uns guttut“, befand auch Eberl. Zudem tauge das Spiel in London auch als Lehrstunde für den Verein, der offenbar schon weiter denkt als über die Gruppenphase hinaus: „Spiele wie diese werden in der K.o.-Phase zuhauf auf uns zukommen.“ Gegner der Klasse von Arsenal London gibt es aber eben nicht zuhauf. Vielleicht ist das am Ende keine richtig gute Nachricht für die Konkurrenz der Bayern.

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