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Radsport: Marco Brenner kämpft sich nach schwerem Giro-Sturz zurück

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Nach Giro-Sturz: Der lange Weg zurück von Marco Brenner

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    Marco Brenner (Mitte) während der Luxemburg-Rundfahrt 2025.
    Marco Brenner (Mitte) während der Luxemburg-Rundfahrt 2025. Foto: Roth / SCA

    Als Marco Brenner Ende Mai beim Giro d’Italia schwer stürzte, da dachte der Augsburger Radprofi sogar kurz darüber nach, ob er nicht seine Karriere beenden würde. „Unmittelbar nach dem Sturz wollte ich nie mehr aufs Rennrad steigen. Ich war mir so sicher. Ich bin im Krankenwagen in Tränen ausgebrochen und habe meinem Teamchef gesagt, ich werde nie mehr aufs Rad steigen, weil die Erfahrung so krass war. Jetzt, mit etwas Abstand, habe ich eine etwas andere Sicht darauf, aber unmittelbar nach dem Unfall war es heftig“, erzählte er in einem Interview mit unserer Redaktion Anfang September.

    Marco Brenner muss sich wieder an den Stress im Rennen gewöhnen

    Doch inzwischen ist Brenner wieder in den Rennzirkus zurückgekehrt. Derzeit bestreitet er einige Rennen der italienischen Herbstklassiker. Am Donnerstag belegte er bei der Gran Piemonte Platz 66 mit über elf Minuten Rückstand auf Sieger Isaac Del Toro (UAE Team). Doch die Platzierungen spielen derzeit keine Rolle für Brenner. Für ihn ist es wichtig, sich wieder langsam an die Rennsituationen heranzutasten. Das braucht Zeit. Die gibt sich der 23-Jährige auch. „Mit dem Wiedereinstieg ins Renngeschehen bin ich bisher echt zufrieden. Ich fühle mich gut und würde sagen, dass ich bereits wieder in einer gewissen Rennroutine bin. An den Stress und die Hektik im Rennen muss ich mich aber erst schrittweise gewöhnen, das kostet mir aktuell noch viel Energie.“

    Deswegen ist es auch einkalkuliert, dass Brenner in den Rennen das Ziel nicht erreicht, wie beim Giro dell’Emilia (4. Oktober) oder bei Tre Valli Varesina (7. Oktober). Seine Aufgabe ist es, derzeit als Helfer seine Teamkollegen zu unterstützen. „Ich arbeite oft früh im Rennen schon viel und lasse mich nach getaner Arbeit zurückfallen“, erklärt Tudor-Profi Brenner die Aufgabenverteilung. Und die klappt gut. Bei Tre Valli Varesina fuhr etwa sein Teamkollege Julian Alaphilippe als Dritter über die Ziellinie, im Piemont wurde Marc Hirschi sogar Zweiter. Zwei Podiumsplätze – gute Tage für Tudor pro Cycling und Brenner.

    Für den Augsburger selbst war die Tour de Luxemburg (17. bis 21. September) das erste Mehr-Etappen-Rennen nach dem Giro. Dabei konnte er vier der fünf Etappen beenden. Am dritten Tag belegte er sogar Platz fünf. Dass er das Ziel in der gleichnamigen Hauptstadt nicht erreichte, war für ihn kein Desaster: „Bei der Luxemburg-Rundfahrt hatte ich ein paar ganz gute Tage und konnte auf der dritten Etappe sogar ein Top-Fünf-Ergebnis einfahren, das hat sich echt gut angefühlt. Dann waren aber auch Tage dabei, an denen es noch nicht so gelaufen ist; ich denke, es ist normal, dass nach einer so langen Pause die Konstanz noch etwas fehlt.“

    Eine schwierige Saisonphase macht derzeit auch Georg Zimmermann (Intermarché-Wanty) durch. Die Enttäuschung war groß, als er im Trikot der deutschen Nationalmannschaft weder das Ziel bei der WM Ende September in Kingali im afrikanischen Ruanda, noch bei der Europameisterschaft in den französischen Regionen Drome und Ardèche, erreichte. In Ruanda erwischte ihn in der Nacht vor dem Rennen, wie viele andere Fahrer auch, ein Magen-Darm-Virus. Derart geschwächt musste der 27-Jährige im Rennverlauf aufgeben. Schwacher Trost: Es erreichte keiner der vier deutschen Fahrer das Ziel.

    Georg Zimmermann muss bei der WM und der EM aufgeben

    Aufgeben musste Zimmermann auch früh bei der EM Anfang Oktober zwischen Privas und Guilherand-Granges. Da befand sich Zimmermann aber in guter Gesellschaft. Kein deutscher Starter erreichte das Ziel. Am Ende wurden nur 17 Fahrer im Klassement gewertet. Es siegte, wie bei der WM, der Slowene Tadej Pogacar.

    Aber wie Marco Brenner holte sich Zimmermann im gleichen Rennen im Piemont etwas Selbstvertrauen zurück. Der 27-Jährige belegte Platz 57 mit 4:21 Minuten Rückstand auf den Sieger.

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