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Sieg gegen Real Madrid gehört auch Max Eberl und Vincent Kompany

FC Bayern

Dieser Erfolg gehört auch Eberl und Kompany

Tilmann Mehl
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    Trainer Vincent Kompany hatte seine Mannschaft gegen Real Madrid hervorragend eingestellt.
    Trainer Vincent Kompany hatte seine Mannschaft gegen Real Madrid hervorragend eingestellt. Foto: Magma, Witters

    Den Bayern gibt nicht nur der Sieg gegen Real Madrid Selbstbewusstsein. Die Münchner können vor allem aus der Tatsache Mut schöpfen, sich in der entscheidenden Phase der Saison in beeindruckender Verfassung zu befinden. Real Madrid ist in K.-o.-Spielen die abgezockteste Fußballmannschaft der Welt. Dass die Bayern den Spaniern eine verdiente Niederlage zufügen konnten, ist bemerkenswert. Die Münchner gehen nun als Favorit in das Rückspiel in einer Woche. Zu bedeuten hat das freilich nichts.

    In den vergangenen Jahren scheiterten die Münchner auch schon mal, obwohl sie als bessere Mannschaft galten. Vergangenes Jahr gegen Inter Mailand. Wenige Jahre davor gegen Villarreal. Beide Male hatten die Münchner ihren Leistungshöhepunkt bereits überschritten. Immer wieder kamen den Münchnern in den vergangenen Ausgaben der Champions League auch massive Verletzungsprobleme dazwischen. Auch das ist diesmal nicht der Fall. Vincent Kompany ist für beides nicht alleine verantwortlich. Auffällig ist es allerdings schon, wie sich die Mannschaft unter dem Trainer taktisch und körperlich enorm entwickelt hat.

    Ebenso bemerkenswert ist die Ruhe rund um die Mannschaft. Max Eberl hat in souveräner Art die Personalie Leon Goretzka abmoderiert. Er hat die anstrengenden Vertragsgespräche mit Dayot Upamecano nicht zum Implodieren gebracht, obwohl ihm das in der Außendarstellung möglicherweise mehr Applaus eingebracht hätte. Eberl hat auf Geheiß von Uli Hoeneß einen Kader konzipiert, der Nachwuchsspielern Durchlässigkeit verspricht. Eberl ist einer der Macher dieser Bayern-Mannschaft.

    Wunderbarerweise aber hätte die Deutung ganz anders aussehen können. Hätte Vinicius etwa nicht knapp am leeren Tor vorbeigeschossen. Oder: Was wäre wohl gewesen, wenn Jonathan Tah mit Rot das Feld hätte verlassen müssen? Oder wenn Reals Keeper Andriy Lunin den nicht gänzlich unhaltbar scheinenden Schuss von Harry Kane per Glanzparade zur Ecke geklärt hätte?

    Die Bayern können kommende Woche eine herausragende Leistung zeigen – und trotzdem ausscheiden. Weil der Fußball nicht immer gerecht ist. Weil sich Real seit Jahrzehnten einen Spaß aus wahnwitzigen Volten macht. Kompany und Eberl haben es aber geschafft, für eine Situation zu sorgen, in der die Münchner selbstbewusst in das Rückspiel gegen Real gehen können. In dem sie verdientermaßen favorisiert sind. Damit war vor der Saison nicht wirklich zu rechnen gewesen.

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