(klan). Zwei Tage lag Profi-Golfer Nicolas Meitinger aus Köln, der Sohn des ehemaligen Augsburger Eishockeyspielers Holger Meitinger, beim EPD-Turnier im Golfclub Augsburg (GCA) auf Platz eins. Ausschlaggebend war eine außergewöhnliche 64er-Auftaktrunde auf dem 72-Par-Platz in Burgwalden. Auf der Finalrunde rutschte Meitinger allerdings noch auf Platz vier ab. Wir sprachen mit dem 24-jährigen Golfprofi über das Turnier und seinen "Heimvorteil".
Glückwunsch zu Platz vier. Zum Sieg hat es trotz guter Chancen leider nicht gereicht...
Meitinger: Diese Platzierung ist ganz okay. Allerdings will man nach einer solchen ersten Runde eigentlich auch um den Sieg mitspielen. Doch den habe ich mit einigen Fehlern und dummen Entscheidungen verspielt. Aber es gibt Auftrieb zu wissen, dass man so tief spielen kann. Das schaffen nicht viele Golfer.
Ihr Vater stammt aus Augsburg, auch Ihre Großeltern leben hier. Können Sie in Burgwalden auf den Heimvorteil bauen?
Meitinger: Anfangs war ich vor dem Heimpublikum eigentlich ziemlich nervös, die Oma ist da, die Familie. Allerdings hat das für mich den großen Vorteil, dass ich bei meiner Oma wohnen kann. Da fühle ich mich wie zu Hause. Sonst leben wir Profis ja immer in Hotels.
Das EPD-Turnier war in diesem Jahr fast eineinhalb Monate früher terminiert als 2007. Wie waren Sie mit dem Platz zufrieden?
Meitinger: Mir macht es immer Spaß hier zu spielen. Der Platz war richtig gut und die Grüns zum Glück etwas langsamer als im vergangenen Jahr.
Wie zufrieden sind Sie auf der EPD-Tour?
Meitinger: Das ist eigentlich erst meine zweite volle Saison auf der Tour. In der ersten 2005 hatte ich gleich gewonnen, danach war ich verletzt und musste auch meinen Zivildienst ableisten.
Das heißt, nach diesen guten Ergeb-nissen wird der erste Sieg der Saison nicht mehr lange auf sich warten lassen?
Meitinger: Wenn man diese Tour spielt, hat man ja nicht immer nur den Sieg im Blick. Beim Golf spielt man nicht gegen Mitspieler, sondern eigentlich nur gegen sich selbst. Mein wichtigstes Ziel ist es, insgesamt ein kompletterer Spieler zu werden.