Spiel, Satz und 8:1-Sieg hieß es am Sonntag für die Tennis-Regionalliga-Mannschaft des TC Schießgraben Augsburg. Mithilfe dieses dominanten Auftritts im letzten Spiel der Saison gelang noch der Sprung auf den dritten Platz der Tabelle. Das Team ist den Erwartungen, den Klassenerhalt zu erreichen, somit mehr als gerecht geworden. Beeindruckend ist besonders die makellose Heimbilanz von 6:0. Eine Serie, der selbst Meister TC Ruhla 92 nachsteht.
Für Michael Thor, Vereinsvorsitzender und sportlicher Leiter, ist das keine Selbstverständlichkeit: „Nach einem etwas holprigen Start haben wir schnell zu uns gefunden und stehen am Ende in einer verrückten Regionalliga-Spielzeit auf einem klasse Tabellenplatz.“ Verrückt kann man die Konstellation der Liga wahrlich bezeichnen, so stehen in der Endabrechnung Tabellenplatz zwei bis fünf mit einer Bilanz von 8:6 da. Interessant dabei: Der TC Rot-Weiß Gersthofen, bei dem Sportwart Herbert Heinzel vor der Saison noch vom „Traum Klassenerhalt“ sprach, befindet sich schlussendlich auf einem fulminanten zweiten Platz und steht sogar vor dem TC Schießgraben – der allerdings das Derby mit 6:3 für sich entschied.
TC Schießgraben vereint Ambitionen mit familiärer Atmosphäre
Thor lobt besonders die mannschaftliche Geschlossenheit: „Im Kern sind wir jedes Spiel mit vier bis fünf deutschen Spielern aus der Region angetreten.“ Beim Blick auf die Ausländerposition hätte sich Thor allerdings mehr Variabilität, beziehungsweise allgemeine Verfügbarkeit gewünscht. „Leider hatten wir hier einige Verletzungsprobleme, ohne diese hätte vielleicht einiges in Bezug auf die Aufstellung an manchen Spieltagen entspannter laufen können. Auch deswegen ein großes Kompliment an die Mannschaft. Die Saison war geprägt von einem unglaublichen Teamspirit“, so der sportliche Leiter. Dass für Thor die Geschichte der Spielzeit – neben den Siegen – das Papa-Werden von Hannes Wagner ist, unterstreicht seine These. Er sieht darin ein Sinnbild fürs Vereinsleben. Ambitionierter Wettkampfsport und eine familiäre Atmosphäre könnten Hand in Hand gehen.
Außerdem erfreulich: Die 17-jährige Nachwuchshoffnung in Person von Jaron Held. „Er hat sich für größere Aufgaben empfohlen“, so Thor. Der amtierende bayerische U-18-Meister soll weiterhin ans Regionalliganiveau herangeführt werden. Zudem werden in der kommenden Saison erstmals zwei Mannschaften des TC Schießgraben Augsburg in der Regionalliga vertreten sein. Denn den Frauen gelang es, im Duell mit Verfolger TC Grün Weiß Gräfelfing mit einem 6:3-Erfolg den Aufstieg klarzumachen. „Ungeschlagener Meister, absolut einmalig“, sagt Thor und fährt fort: „Wir sind stolz, was unsere Damen geschafft haben.“ Damit stellt der TC Schießgraben in der nächsten Spielzeit das höchstklassige Frauenteam in der Region Augsburg.
TC Schießgraben möchte seine Ausländerpositionen breiter besetzen
Thor setzt in der nächsten Saison auf Kontinuität. Bei den Männern hat er die Rückmeldungen, dass alle deutschen Spieler bleiben wollen. Aus der gewonnenen Erfahrung dieser Spielzeit sei das Ziel, die Ausländerpositionen um zwei bis drei Optionen zu erweitern, um bei der Kaderbestimmung auf ein breiteres Feld zurückgreifen zu können. Auch bei den Frauen heißt das gesetzte Motto Beständigkeit: „Wir werden, wie es aussieht, mit derselben Besetzung auch in der Regionalliga antreten“, erläutert Thor. „Natürlich ist die Aufgabe schwieriger, wenn auch unsere Damen eine Liga höher auf Punktejagd gehen. Allerdings eine Herausforderung, auf die man sich freuen darf.“
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